Europäisches Forschungsprojekt CIRES entwickelt resilientes Edge Computing für kritische Infrastrukturen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Im Forschungsprojekt CIRES arbeiten 17 Partner aus fünf europäischen Ländern an widerstandsfähigen Edge-Systemen. Sie sollen kritische Infrastrukturen auch bei Ausfällen funktionsfähig halten.

Die Energieversorgung zählt zu den Anwendungsfeldern, in denen CIRES seine Technologien unter realitätsnahen Bedingungen testen will.(Bild:  KI-generiert)
Die Energieversorgung zählt zu den Anwendungsfeldern, in denen CIRES seine Technologien unter realitätsnahen Bedingungen testen will.
(Bild: KI-generiert)

Kritische Systeme sollen auch dann weiterarbeiten können, wenn zentrale Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netze ausfallen oder angegriffen werden. Dieses wichtige Ziel verfolgt das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt CIRES, dessen Start Giesecke+Devrient als beteiligter Technologiepartner am 2. Oktober bekannt gegeben hat.

Über eine Laufzeit von 36 Monaten entwickeln 17 Partner aus fünf europäischen Ländern einen durchgängigen Technologie-Stack für resilientes Edge Computing. Im Fokus stehen ins­be­sondere die Energieversorgung und digitale Infrastrukturen. Neben Cyberangriffen sollen die Systeme auch Stromausfälle, Kommunikationsstörungen und Unterbrechungen in Lieferketten besser bewältigen können.

Lokale Entscheidungen und fehlertolerante Kommunikation

Das Konsortium arbeitet unter anderem an eingebetteter KI für lokale Entscheidungen mit niedriger Latenz, also an KI-Funktionen, die Daten direkt am Einsatzort mit möglichst geringer Verzögerung auswerten sollen. Weitere Schwerpunkte sind sichere und fehlertolerante Kommunikation über unterschiedliche Netze, robuste Zeit- und Synchronisations­me­cha­nis­men sowie verteilte Edge-to-Cloud-Architekturen.

Die Systeme sollen bei Störungen lokal weiterarbeiten und sich anschließend kontrolliert erholen können. Europäische Hard- und Softwaretechnologien sollen zudem dazu beitragen, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.

Post-Quanten-Kryptografie für eSIM und iSIM

Giesecke+Devrient übernimmt im Projekt die Entwicklung und Integration von eSIM- und iSIM-Lösungen mit Post-Quanten-Kryptografie. Geplant sind krypto-agile Sicherheitsmechanismen, die digitale Identitäten, Authentisierung und Kommunikation absichern sollen.

Dazu gehört ein Betriebssystem für eSIM- und iSIM-Plattformen, das als Hardware-Vertrauens­anker in Kommunikationssystemen dienen soll. Ergänzende Backend-Systeme sollen die sichere Verwaltung von Konnektivitätsprofilen über den Gerätelebenszyklus ermöglichen. Betreiber könnten damit beispielsweise auf Netzstörungen oder Betreiberwechsel reagieren, ohne physisch auf installierte Geräte zugreifen zu müssen.

Erprobung in mehreren Anwendungsfeldern

Die entwickelten Technologien sollen in Demonstratoren unter realitätsnahen Bedingungen geprüft werden. Geplant sind unter anderem Anwendungen für drohnengestützte Infra­struk­tur­in­spek­ti­o­nen, Smart Cities und Smart Buildings, digitale Zwillinge für Lieferketten, Energiesysteme und das Monitoring digitaler Infrastrukturen.

CIRES wird durch das Chips Joint Undertaking im Rahmen von Horizon Europe sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und von der Eu­ro­pä­ischen Union kofinanziert.

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