Sicherheitsrisiko Container Kubernetes-Sicherheit muss in den Fokus

Ein Gastbeitrag von Sebastian Scheele 3 min Lesedauer

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Obwohl Cloud-native Technologie von Haus aus ein hohes Maß an Ausfallsicherheit mit sich bringt, sehen sich Unternehmen auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Eine Kubernetes-Plattform, auf der die Container laufen, ist von außen durchaus angreifbar, wenn nicht die richtigen Zugriffskontrollen eingestellt sind und starke Authentifizierungs­mechanismen fehlen.

Nicht nur fehlende Zugriffskontrollen und schwache  Authentifizierungs­mechanismen, sondern auch veraltete Sicherheits-Patches machen auch Container-Systeme zum Sicherheitsrisiko.(Bild:  Scanrail - stock.adobe.com)
Nicht nur fehlende Zugriffskontrollen und schwache Authentifizierungs­mechanismen, sondern auch veraltete Sicherheits-Patches machen auch Container-Systeme zum Sicherheitsrisiko.
(Bild: Scanrail - stock.adobe.com)

In nur wenigen Monaten, im Oktober dieses Jahres, wird zudem die NIS-2-Richtlinie in Kraft treten, die auch das Thema Container-Sicherheit betrifft. Sie stellt strenge Anforderungen an die Meldung von Vorfällen sowie an das Risikomanagement und an die einzelnen Cybersicherheitsfunktionen. Unternehmen, die Kubernetes für ihren Geschäftsbetrieb einsetzen, müssen sich unbedingt an diese Richtlinie halten, um die Konformität und Belastungsfähigkeit der Sicherheitsmaßnahmen innerhalb ihrer Container-Infrastruktur zu gewährleisten.

Verschiedene Risiken gezielt angehen

Immerhin gibt es bereits bewährte Verfahren, um eine Kubernetes-Plattform effektiv abzusichern. Dazu gehören sichere Netzwerkgrenzen, Verschlüsselung, Beschränkung des Zugriffs auf vertrauenswürdige Benutzer und sichere Authentifizierung. Ebenso wichtig sind Sicherheitsscanner und regelmäßige Updates der Plattform und der Container-Images. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Kubernetes-Plattform und die darauf laufenden Anwendungen sicher und stabil sind.

Ein weiterer Aspekt sind Container-Registrys. Diese speichern und verteilen Container-Images, um Anwendungen in Containern erstellen und ausführen zu können. Wenn eine Container-Registry gehackt wurde, können Angreifer die Container-Images verändern oder bösartigen Code einschleusen. Entwickler und Systemadministratoren können das Risiko einer gehackten Container-Registry verringern, indem sie sichere Authentifizierungs­methoden und Zugriffskontrollen nutzen. Container-Images sollten zudem nur von vertrauenswürdigen Quellen stammen und vor der Bereitstellung überprüft werden. Die Container-Registry gilt es regelmäßig zu überwachen. Entwickler können Container-Images auch mit digitalen Signaturen und Prüfsummen schützen, um Manipulationen zu verhindern.

Eine falsch konfigurierte Umgebung für Container oder Anwendungen birgt ein weiteres Risiko. Ursachen können falsche Netzwerkeinstellungen, Berechtigungen und Umgebungsvariablen oder andere Fehlkonfigurationen sein. Die Anwendung oder der Dienst funktioniert dann nicht richtig oder ist anfällig für Angriffe. Falsch konfigurierte Container-Umgebungen oder -Anwendungen können zu Datenschutzverletzungen, Angriffen und anderen Sicherheitsvorfällen führen.

Regelmäßig testen und überwachen

Um einen sicheren Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, sollten Entwickler und Systemadministratoren vor der Bereitstellung sorgfältige Tests durchführen. Diese sollten die Sicherheit der Netzwerke und Zugänge sowie regelmäßige Kontrollen der Zugriffe umfassen. So ist es möglich, schnell zu reagieren, wenn etwas nicht stimmt.

Entscheidend ist es auch, Angriffe auf der Anwendungsebene zu erkennen und zu verhindern. Angreifer nutzen oft Schwachstellen im Code oder in der Anwendung, um Daten zu stehlen, sich Zugang zum System zu verschaffen oder die Anwendung zu manipulieren. Es gibt verschiedene Angriffe auf der Anwendungsebene wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting, Remote-Code-Ausführung und Denial-of-Service. Zu den gängigen Schutzmaßnahmen gehören Eingabevalidierung, sichere Codierungsverfahren und Web Application Firewalls (WAFs). Ebenso gilt es, regelmäßig zu testen, ob die Anwendung sicher ist, etwa mit Schwachstellen­scannern und Penetrationstests.

Managed Service sorgt für Sicherheit

Für die Sicherheit von Containern unter Kubernetes bietet sich ein Managed Service an, der Kubernetes-Cluster in der Cloud, in einer On-Premises-Umgebung oder am Edge bereitstellt und verwaltet. Ein solcher, vollständig verwalteter Dienst stellt eine auf Kubernetes basierende Plattform für den Betrieb der hochmodernen containertauglichen Infrastruktur zur Verfügung. Dieser Ansatz wird insbesondere den Beschränkungen und der begrenzten Skalierbarkeit, Bandbreite und Performance von Edge-Ressourcen optimal gerecht. Eine bedarfsgerechte dynamische Skalierung bietet Flexibilität bei der Erweiterung der Kubernetes-Umgebung, während die Sicherheit stets gewährleistet ist.

Über den Autor: Sebastian Scheele ist CEO und Mitbegründer von Kubermatic.

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