Unternehmen setzen verstärkt auf Datenperimeter Schadensbegrenzung bei gestohlenen Zugangsdaten

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Die Monitoring- und Sicherheitsplattform Datadog hat den Bericht „State of Cloud Security 2025“ veröffentlicht. Demnach greifen Unternehmen zunehmend zu Strategien wie Datenperimetern und zentral verwalteten Multi-Account-Umgebungen, um Sicherheitsrisiken in der Cloud zu mindern.

Der Bericht „State of Cloud Security 2025“ von Datadog zeigt, dass fortschrittliche Cybersecurity-Maßnahmen mittlerweile in deutschen Unternehmen angekommen sind.(Bild:  © Stocksy – stock.adobe.com / KI-generiert)
Der Bericht „State of Cloud Security 2025“ von Datadog zeigt, dass fortschrittliche Cybersecurity-Maßnahmen mittlerweile in deutschen Unternehmen angekommen sind.
(Bild: © Stocksy – stock.adobe.com / KI-generiert)

Laut Datadog nutzen rund 40 Prozent der befragten Organisationen bereits Datenperimeter, obwohl deren Einführung als anspruchsvoll gilt. Besonders verbreitet sei die Umsetzung über S3-Bucket- und VPC-Endpoint-Richtlinien, so der Bericht „State of Cloud Security 2025“. Grundlage der Analyse sind Daten aus einer Stichprobe von Tausenden von Unternehmen, die AWS, Azure oder Google Cloud einsetzen.

Als weitere Strategie, mit der Teams Sicherheitsrisiken reduzieren, nennt der Bericht Multi-Account-Umgebungen. Die Durchsetzung minimaler Berechtigungen in einem einzigen Account sei eine Herausforderung. Deshalb gelte die zentrale Verwaltung mehrerer Accounts über AWS Organizations als Best Practice für Sicherheit. Teams könnten so Invarianten mit Top-down-Leitplanken über alle Accounts hinweg durchsetzen.

Datadog stellt fest, dass die Nutzung von Plattformen wie Organizations weitverbreitet ist. 86 Prozent der Unternehmen verwenden mehrere Accounts innerhalb einer AWS Organization, wobei mehr als zwei von drei (70 Prozent) alle ihre Accounts als Teil einer Organization aufgebaut haben.

Als Hauptauslöser für die Einführung solcher Sicherheitsstrategien nennt der Bericht den Diebstahl von Zugangsdaten. Laut Datadog seien langlebige Zugangsschlüssel, die nicht automatisch ablaufen, ein besonderes Risiko. Die Auswertung zeigt, dass 59 Prozent der AWS-IAM-User, 55 Prozent der Google-Cloud-Servicekonten und 40 Prozent der Microsoft-Entra-ID-Anwendungen Zugriffsschlüssel nutzen, die älter als ein Jahr sind.

„Jede Identität, unabhängig, ob menschlich oder maschinell, stellt einen potenziellen Einstiegspunkt zu unseren kritischen Daten dar“, sagte Emilio Escobar, CISO bei Datadog. „Starke Zugriffskontrollen und kontinuierliche Verifizierung sind nicht nur Sicherheitsfunktionen, sondern grundlegend für den Schutz unserer Assets in modernen IT-Landschaften, in denen Nutzer, Geräte, Anwendungen und Daten über Rechenzentren, mehrere Clouds, SaaS und Edge verteilt sind.“

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