Souveräne Schlüsselverwaltung statt Hyperscaler-Lock-in
NIST-Standards ebnen Weg zu quantensicheren Enklaven

Von CTO und CISO Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins 7 min Lesedauer

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Während Hardware-Hersteller ihre Trusted Execution Environments für Post-Quantum-Kryptografie vorbereiten, fehlt es an praxisreifen Software-Lösungen. Souveräne Schlüsselverwaltung statt Hyperscaler-Lock-in und die Integration der NIST-Standards FIPS 206 und FIPS 207 sind der Schlüssel zu produktiven, quantensicheren Confidential-Computing-Umgebungen.

NIST-Standards FIPS 206 und FIPS 207 bringen quantensichere Signaturen und Schlüsselaustausch bis 2027 in Trusted Execution Environments und Confidential Computing.(Bild: ©  SepazWorks - stock.adobe.com)
NIST-Standards FIPS 206 und FIPS 207 bringen quantensichere Signaturen und Schlüsselaustausch bis 2027 in Trusted Execution Environments und Confidential Computing.
(Bild: © SepazWorks - stock.adobe.com)

Im ersten Teil dieser Analyse haben wir gezeigt, warum klassische Confidential-Computing-Ansätze gegen die „Harvest Now, Decrypt Later"-Bedrohung nicht ausreichen und wie Hardware-Hersteller wie Intel, AMD und ARM ihre TEE-Plattformen schrittweise für Post-Quantum-Kryptografie vorbereiten. Doch die Hardware-Readiness allein löst das Problem nicht: Erst die richtige Software- und Middleware-Architektur macht quantensichere Enklaven in Multi-Cloud-Szenarien praktisch nutzbar. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.