Sicherheitsforscher entdecken verdächtige Domains Angreifer nutzen Folgen des CrowdStrike-Vorfalls für Attacken

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Nach dem Ausfall zahlreiche Systeme am 19. Juli 2024 durch ein fehlerhaftes Update von CrowdStrike haben Sicherheitsforscher bei Akamai jetzt haufenweise unseriöse Domänen entdeckt, über die Angreifer betroffene Unternehmen angreifen wollen.

Cyberkriminelle nutzen bösartige Domains, die vorgeben, Unterstützung bei der Bewältigung des durch ein fehlerhaftes CrowdStrike-Update verursachten IT-Ausfalls zu leisten.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Cyberkriminelle nutzen bösartige Domains, die vorgeben, Unterstützung bei der Bewältigung des durch ein fehlerhaftes CrowdStrike-Update verursachten IT-Ausfalls zu leisten.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Sicherheitsforscher von Akamai untersuchen aktuell zahlreiche verdächtige Domänen, die Cyberkriminelle nutzen, um Unternehmen anzugreifen. Dabei stehen vor allem Unternehmen im Fokus, die am 19. Juli 2024 Opfer des fehlerhaften Updates von CrowdStrike waren. Die Sicherheitsforscher von Akamai identifizierten in den Tagen nach dem Vorfall über 180 neue, bösartige Domains, die vorgaben, Unterstützung bei der Bewältigung der Krise zu bieten. Diese Zahl nimmt weiter zu, was die fortgesetzte Bedrohung durch solche Attacken verdeutlicht. Viele dieser Domains wurden schnell populär und erreichten in den globalen Ranglisten von Suchmaschinenpositionen Werte unter den Top 200.000, was zeigt, wie erfolgreich die Angreifer bei der Verbreitung ihrer schädlichen Inhalte waren.

Datendiebstahl bei Opfern des CrowdStrike-Vorfalls

Die von Akamai untersuchten bösartigen Domains decken eine Vielzahl von Betrugsmethoden ab. Einige der häufigsten Maschen beinhalten gefälschte IT-Dienste, die technischen Support anbieten, aber tatsächlich darauf abzielen, sensible Informationen wie Passwörter oder Bankdaten zu stehlen. Andere Kampagnen bieten vermeintliche Softwarelösungen an, die durch simple Downloads angebliche Reparatur-Tools bereitstellen, in Wirklichkeit jedoch Schadsoftware auf den betroffenen Systemen installieren.

Eine weitere betrügerische Methode umfasst die Vortäuschung rechtlicher Unterstützung für Opfer des CrowdStrike-Ausfalls. Diese Seiten nutzen offizielle Logos und vertraute Marken, um Vertrauen zu erwecken und so persönliche Informationen zu erlangen, die für Identitätsdiebstahl oder weitere Angriffe verwendet werden können. Diese Phishing-Kampagnen sind oft Teil einer gut organisierten Infrastruktur, die von erfahrenen Bedrohungsakteuren betrieben wird. Der Erfolg dieser Kampagnen zeigt sich auch in den hohen Besucherzahlen, die einige dieser bösartigen Seiten verzeichnen.

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