Datenleck bei Juwelierkette Personenbezogene Daten von Christ gestohlen

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Die Juwelierkette Christ Group ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Un­bekannte verschafften sich Zugriff auf Kundendaten und Ver­trags­infor­ma­tionen. Passwörter und Zahlungsdaten sind laut Unternehmen nicht be­troffen.

Zahlungsinformationen oder Finanzdaten von Christ-Kunden wurden bei dem Cyberangrif auf die Juwelierkette nicht gestohlen. Dafür Namen und Kontaktinformationen sowie Kaufhistorien.(Bild:  Papcut design - stock.adobe.com)
Zahlungsinformationen oder Finanzdaten von Christ-Kunden wurden bei dem Cyberangrif auf die Juwelierkette nicht gestohlen. Dafür Namen und Kontaktinformationen sowie Kaufhistorien.
(Bild: Papcut design - stock.adobe.com)

Die bekannte Kette Christ Group ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das Unternehmen, das Schmuck und Uhren in über 200 Filialen in Deutschland und Österreich sowie online verkauft, bestätigte in einer Meldung auf seiner Webseite den Vorfall. Unautorisierte Dritte waren in der Lage, sich Zugriff auf personenbezogene Daten der Christ-Kunden zu verschaffen und einen Teil davon zu stehlen.

Angreifer erbeuten Kundendaten und Vertragsinformationen

Betroffen von dem Datendiebstahl sind neben Kundennummern personenbezogene Daten wie Name und Kontaktinformationen wie Adressdaten sowie Informationen über abgeschlossene Verträge, darunter auch die Kaufhistorie und Einwilligungserklärungen. Passwörter, Kredit­kar­ten­daten oder ähnliche Daten, die in Zusammenhang mit Zahlungen an Christ stehen sind der Gruppe zufolge nicht abhanden gekommen.

Darüber, wann sich der Sicherheitsvorfall ereignet hat, berichtet Christ in seiner Stellungnahme nicht. Allerdings tauchte das Unternehmen dem Threat Intelligence Feed von Cyber News Live zufolge vor rund drei Wochen auf einer Data-Leak-Seite auf.

Direkt, nachdem der Vorfall erkannt wurde, hat die Kette Spezialisten für IT-Forensik und In­ci­dent Response mit ins Boot geholt, um das Ausmaß des Angriffs zu analysieren. Laut Christ kam es nicht zu einer Verschlüsselung von Daten. Auch Bestellungen in Online-Shops waren un­ein­geschränkt möglich. Christ habe den Vorfall bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen gemeldet und außerdem Strafanzeige erstattet. Bisher habe Christ seine Systeme mithilfe von regelmäßigen Penetrationstests, Mitarbeiter­schulungen zur IT-Sicherheit, dem Einsatz von Multi-Faktor-Authentifizierung sowie tech­nische und organisatorische Schutzmaßnahmen geschützt. Infolge des Cyberangriffs werde das Unternehmen „weitere mittel- und langfristige Verbesserungen der Sicher­heitsvorkehrungen ableiten und implementieren“, um seine Systeme zu härten.

Für Kunden der Juwelier-Kette gilt ab sofort Wachsamkeit. Sie sollten auf verdächtige E-Mails, Anrufe, Textnachrichten sowie Social-Media-Anfragen achten, die möglicherweise Teil von Phishing-Angriffen sein könnten.

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