Produktion fast sechs Wochen unterbrochen Cyberangriff zwingt Textilveredler Zego in die Insolvenz

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Der Aschaffenburger Textilveredler Zego hat nach einem Cyberangriff einen Insolvenzantrag gestellt. Der Vorfall hatte die Produktion des Unternehmens für nahezu sechs Wochen zum Stillstand gebracht. Dennoch soll der Betrieb fortgeführt und restrukturiert werden.

Der Cyberangriff auf das Aschaffenburger Textilveredelungszentrum Zego legte die Produktion nach Unternehmensangaben für fast sechs Wochen lahm. Die wirtschaftlichen Folgen führten zum Insolvenzantrag.(Bild:  KI-generiert)
Der Cyberangriff auf das Aschaffenburger Textilveredelungszentrum Zego legte die Produktion nach Unternehmensangaben für fast sechs Wochen lahm. Die wirtschaftlichen Folgen führten zum Insolvenzantrag.
(Bild: KI-generiert)

Das aschaffenburger Unternehmen Zego wurde Ende März 2026 Ziel eines Cyberangriffs. Die Folgen hätten trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen nicht vollständig ausgeglichen werden können, teilte Geschäftsführer Johannes Zenglein mit. Der Produktionsausfall habe zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen geführt und schließlich den Insolvenzantrag erforderlich gemacht.

Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Hinweis auf der Startseite von Zego: Der Geschäftsbetrieb kann trotz laufendem Insolvenzverfahren fortgeführt werden.(Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Hinweis auf der Startseite von Zego: Der Geschäftsbetrieb kann trotz laufendem Insolvenzverfahren fortgeführt werden.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Nach Angaben des Unternehmens war die Produktion fast sechs Wochen lang unterbrochen. Für den Betrieb, der Arbeitskleidung veredelt sowie Stickerei, Näherei, Druck, Lagerung und Logistik anbietet, bedeutete der Ausfall eine erhebliche Einschränkung der Geschäftstätigkeit. Während des Stillstands konnten Aufträge offenbar nur eingeschränkt bearbeitet werden.

Das Amtsgericht Aschaffenburg hat Rechtsanwalt Maximilian Maierhofer von der Kanzlei Ohly Zöller zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Zego betont, dass die Insolvenz nicht automatisch das Ende des Unternehmens bedeute. Ziel sei es, den Betrieb neu aufzustellen, wirtschaftlich zu stabilisieren, Arbeitsplätze zu sichern und bestehende Kundenbeziehungen fortzuführen.

Details zum Angriff bleiben offen

Zego wurde 1990 gegründet und beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 60 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Aschaffenburg veredelt vor allem Arbeitskleidung und nennt unter anderem Hakro, Jako, Seidensticker und Olymp als Referenzen. Wie der Cyberangriff technisch ablief, wer dahintersteckt und ob Daten abgeflossen sind, wurde bislang nicht öffentlich erläutert. Auch über mögliche Erpressungsforderungen oder eine Ransomware‑Komponente liegen keine bestätigten Angaben vor.

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