Fehlannahmen zur Cybersicherheit Cohesity-Studie deckt Sicherheitsmythen auf

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland unterschätzt laut einer aktuellen Cohesity-Umfrage die Gefahr von Cyberangriffen. Ein falsches Sicher­heitsgefühl und Wissenslücken erhöhen das Risiko für Unternehmen deutlich.

In einer Studie von Cohesity wurden einige gefährliche Mythen aufgedeckt, die für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben können.(Bild: ©  Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)
In einer Studie von Cohesity wurden einige gefährliche Mythen aufgedeckt, die für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben können.
(Bild: © Zamrznuti tonovi - stock.adobe.com)

Viele Beschäftigte in Deutschland schätzen die Bedrohungslage durch Cyberangriffe falsch ein. Laut einer Umfrage von Cohesity unter 1.000 Mitarbeitenden glauben 53 Prozent nicht, dass ein Ransomware-Angriff die Geschäftsprozesse ihres Unternehmens ernsthaft beeinträchtigen könnte. Ein Viertel rechnet nicht mit Imageschäden, knapp ein Fünftel sieht keine möglichen Umsatzverluste.

Die Ursache für diese Annahmen liegt dem Hersteller zufolge häufig im übermäßigen Ver­trauen in bestehende Schutzsysteme. Doch Angriffe, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), Phishing-Mails oder gefälschte Kommunikationsinhalte erstellen, umgehen klassische Sicherheitsmechanismen zunehmend erfolgreich.

Auch Mittelstand und Endgeräte sind im Visier

Ein weit verbreiteter Irrtum: Nur große Unternehmen sind von Cyberangriffen betroffen. 15 Prozent der Befragten vertreten diese Ansicht. Das ist ein gefährlicher Trugschluss, denn automatisierte Tools und KI-basierte Angriffsmethoden durchsuchen das gesamte Internet nach Schwachstellen und zielen längst auch auf mittelständische und kleine Betriebe ab.

Zudem herrscht ein falsches Sicherheitsgefühl bei Geräten und Anwendungen. Nur 36 Prozent halten Mac-Computer für angreifbar, nur 41 Prozent Smartphones und nur 49 Prozent USB-Geräte. Auch WLANs und Collaboration-Plattformen werden fälschlicherweise von rund der Hälfte der Befragten als grundsätzlich sicher eingeschätzt.

Fehlende Verantwortung und falsche Reaktionen

Die Verantwortung für die IT-Sicherheit im Unternehmen wird laut Cohesity vielfach delegiert: 39 Prozent sehen die IT-Abteilung und 34 Prozent das Cybersecurity-Team in der Pflicht. Nur zehn Prozent erkennen, dass Sicherheitsbewusstsein im gesamten Unternehmen notwendig ist.

Auch nach einem Angriff herrschen Fehleinschätzungen: 13 Prozent glauben, dass das Bezahlen von Lösegeld die Daten in jedem Fall zurückbringt. Doch dem ist nicht so. In vielen Fällen bleiben die Systeme trotz Zahlung verschlüsselt oder Daten gehen dauerhaft verloren.

Technische Schutzmaßnahmen allein reichen nicht

Zeitnahe Patches sind wichtig, bieten aber keinen vollständigen Schutz. 80 Prozent der Befragten sind überzeugt, ihr Unternehmen sei dahingehend ausreichend abgesichert. Dabei können Firewalls und Intrusion-Prevention-Systeme unbekannte Sicherheitslücken (Zero-Day-Attacken) nicht verhindern. Cohesity empfiehlt daher zusätzliche Maßnahmen wie Anomalie-Erkennung, Multifaktor-Authentifizierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen.

Backup-Strategien kritisch prüfen

78 Prozent der Teilnehmenden gehen davon aus, dass sich ihr Unternehmen im Ernstfall mithilfe von Backups vollständig erholen könnte. Doch auch Sicherungskopien sind häufig Ziel von Angriffen. Um Daten zuverlässig wiederherstellen zu können, sind laut Ergebnissen der Cohesity-Unfrage unveränderliche Backups, ein sicherer Cyber-Tresor und eine isolierte Wiederherstellungsumgebung („Clean Room“) erforderlich.

Wissenslücken als Sicherheitsrisiko

„Die große Zahl an Menschen, die hartnäckigen Mythen Glauben schenkt, zeigt, dass Cybersecurity-Wissen in der gesamten Organisation verankert werden muss“, betont Patrick Englisch, Director und Head of Technology Sales Central Europe bei Cohesity. „Regelmäßige Schulungen und Trainings sind entscheidend, um Unternehmen vor KI-basierten und automatisierten Angriffen zu schützen.“

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