Ransomware-Angriff Cyberattacke legt IT von sieben Ge­denk­stät­ten in Brandenburg lahm

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Die internen IT-Systeme an sieben Standorten sowie in der Geschäftsstelle wurden vorsorglich vom Netz genommen.

Nach einen Ransomware-Angriff nahm die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten die betroffenen IT-Systeme an sieben Standorten vom Netz. Der Besuch der Gedenkstätten bleibt laut Stiftung weiterhin möglich.(Bild:  KI-generiert)
Nach einen Ransomware-Angriff nahm die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten die betroffenen IT-Systeme an sieben Standorten vom Netz. Der Besuch der Gedenkstätten bleibt laut Stiftung weiterhin möglich.
(Bild: KI-generiert)

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten stellte den Cyberangriff nach eigenen Angaben am 5. August fest. Betroffen sind neben fünf weiteren Gedenkstätten die Einrichtungen in Sachsenhausen in Oranienburg und Ravensbrück. Stiftungsdirektor Axel Drecoll sprach von einem schwerwiegenden Angriff professioneller IT-Krimineller. Das gesamte IT-System sei derzeit außer Funktion. Als Sofortmaßnahme trennte die Stiftung alle betroffenen Systeme von Internet- und Netzwerkverbindungen.

Angreifer fordern Kontaktaufnahme

Nach aktuellem Stand geht die Stiftung davon aus, dass die Angreifer Daten heruntergeladen haben. Auf den betroffenen Systemen sei eine Textdatei mit der Aufforderung zur Kon­takt­auf­nah­me hinterlassen worden. Ziel sei offenbar, eine Zahlung für die Entschlüsselung der Daten zu erpressen. Welcher Umfang an Daten tatsächlich abgeflossen ist, ist bislang offen. Betroffen sein könnten interne Verwaltungsdaten, Vereinbarungen und Dokumente sowie Informationen von Geschäftspartnern und Besuchern.

Die Stiftung warnt vor möglichen Folgeangriffen. Durch die mutmaßlich erbeuteten In­for­ma­ti­o­nen könne es vermehrt zu Phishing- und Spam-Mails oder Versuchen von Rechnungsbetrug kommen. Besondere Vorsicht sei bei Nachrichten geboten, die die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten als vermeintlichen Absender ausweisen. Externe Spezialisten unterstützen die Stiftung bei der Untersuchung und der sicheren Wiederherstellung der Systeme. Zum Zeit­punkt der Mitteilung ging die Stiftung davon aus, dass die IT voraussichtlich innerhalb weniger Tage wieder verfügbar sein könnte.

Der reguläre Besuch der sieben Gedenkstätten-Standorte ist laut Stiftung nicht eingeschränkt. Verzögerungen sind vor allem bei organisatorischen Abläufen denkbar, etwa bei Anfragen zu pädagogischen Angeboten.

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