Keeper Security Insight Report 2024 KI-gestützte Angriffe sind derzeit das größte Cyberrisiko

Ein Gastbeitrag von Darren Guccione 2 min Lesedauer

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IT-Verantwortliche sind auf die neue Welle von Cyberbedrohungen durch KI-gestützte Angriffe nur unzureichend vorbereitet. Da Cyberkriminelle zunehmend raffinierter werden und Lösungen knacken, die bisher als sicher galten, nehmen die Schäden, die sie den Unternehmen weltweit zufügen, zu.

Da neue Technologien die vorhandenen Angriffsvektoren verstärken und neue Bedrohungen schaffen, steht für IT- und Sicherheitsverantwortliche mehr denn je auf dem Spiel.(Bild:  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Da neue Technologien die vorhandenen Angriffsvektoren verstärken und neue Bedrohungen schaffen, steht für IT- und Sicherheitsverantwortliche mehr denn je auf dem Spiel.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

In Deutschland gaben laut dem aktuellen Keeper Security Insight Report 97 Prozent der befragten IT- und Sicherheitsverantwortlichen an, dass die Zahl der Cyberangriffe im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat; 95 Prozent sagten, dass die Attacken ausgefeilter seien und die Unternehmen darauf nicht vorbereitet sind. KI-gestützte Angriffe beurteilen 50 Prozent der deutschen Sicherheitsspezialisten als am schwerwiegendsten, gefolgt von Angriffen auf die Lieferkette (31 Prozent) sowie auf das Internet of Things und 5G (29 Prozent).

Gleichzeitig sehen sich die Unternehmen schlecht gerüstet - das gilt international in Bezug auf KI-gestützte Angriffe (35 Prozent) und in Deutschland vor allem hinsichtlich Deepfake-Attacken (34 Prozent) oder Angriffen auf 5G-Netzwerke (34 Prozent). Vor dem Hintergrund, dass 73 Prozent weltweit und 71 Prozent der in Deutschland befragten IT-Verantwortlichen bereits Cyberangriffe erlebt haben, die finanzielle Verluste zur Folge hatten, sind diese Erkenntnisse erschreckend.

Schon heute sind Cyberangriffe kaum zu bewältigen

Hinzukommt, dass viele IT-Führungskräfte bei der Bekämpfung der am häufigsten vorkommenden Bedrohungsvektoren schon heute überfordert zu sein scheinen, etwa bei der Verhinderung von Phishing (Weltweit 61 Prozent, 64 Prozent in Deutschland) oder Malware-Attacken (59 Prozent, 53 Prozent in Deutschland). Die explosionsartige Entwicklung von KI-Tools hat die Herausforderungen durch Phishing-Angriffe noch verschärft. Die KI-basierten Attacken suggerieren eine größere Glaubwürdigkeit und ermöglichen es den Kriminellen, ihre Betrugsmasche in einem noch größerem Umfang zu realisieren. 84 Prozent der weltweit im Rahmen der Studie befragten IT-Spezialisten gaben an, dass Phishing und Smishing parallel zur zunehmenden Popularität KI-gestützter Tools immer schwieriger zu erkennen sind. Deshalb ist KI-gestütztes Phishing ihre größte Sorge (42 Prozent).

Neben Phishing setzen Cyberkriminelle KI zudem ein, um das Knacken von Passwörtern zu beschleunigen und zu skalieren. Das macht es vor allem deshalb so schwierig, weil nach Einschätzung der Unternehmen die Menge der Passwortangriffe spürbar zunimmt. Das sehen zumindest 31 Prozent weltweit und 20 Prozent in Deutschland so.

Gestohlene oder schwache Passwörter und Anmeldedaten sind nach wie vor eine der Hauptursachen für Sicherheitsverletzungen. 52 Prozent weltweit und 48 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass das IT-Team ihres Unternehmens häufig mit gestohlenen Passwörtern zu kämpfen hat.

Sich heute für morgen rüsten

Da neue Technologien die vorhandenen Angriffsvektoren verstärken und neue Bedrohungen schaffen, steht für IT- und Sicherheitsverantwortliche mehr denn je auf dem Spiel. Die Integration von Lösungen, mit den sich die häufigsten Cyberangriffe abwehren lassen, einschließlich Passwort- und Privileged Access Management (PAM)-Lösungen, sollte deshalb besser heute als morgen erfolgen.

Über den Autor: Darren Guccione ist CEO und Mitbegründer von Keeper Security.

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