Um 94 Milliarden Cookies im Darknet Weltweiter Cookie-Diebstahl explodiert

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Cookies mögen harmlos erscheinen, doch Cyberkriminelle können damit eine Menge Schaden anrichten. Obwohl sich viele Anwender dieser Gefahr bewusst sind, akzeptieren sie die Sitzungscookies dennoch.

Einer Untersuchung von NordVPN zufolge, liegt Deutschland im Vergleich der Länder, aus denen am meisten Cookies im Darknet zu finden sind, auf Platz 19.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Einer Untersuchung von NordVPN zufolge, liegt Deutschland im Vergleich der Länder, aus denen am meisten Cookies im Darknet zu finden sind, auf Platz 19.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Laut NordVPN hat der Diebstahl von Cookies weltweit massiv zugenommen. Während in diesem Jahr 94 Milliarden gestohlene Cookies zum Kauf angeboten wurden, waren es im Vorjahr „nur“ 54 Milliarden. Diese Daten hat NordStellar, eine Plattform für das Management von Bedrohungsrisiken, erhoben, deren Grundlage öffentlich zugängliches Material aus Telegram-Kanälen war, wo die Kriminellen ihre Beute anbieten. Zwar machen Cookies das Surfen bequemer, da sie Anmeldedaten, Spracheinstellungen und den Inhalt des Warenkorbs speichern. Doch genau hier liegt auch die Gefahr. Cyberkriminelle sind in der Lage, mit den Sitzungscookies Identitäten zu übernehmen oder Sicherheitsmechanismen zu umgehen.

Deutschland unter den Top 20

Im globalen Vergleich, der aufzeigt, wie viele Cookies von Nutzern aus einem bestimmten Land am häufigsten im Darknet entdeckt wurden, liegt Deutschland auf Platz 19 von insgesamt 253 Ländern. Über 1,3 Milliarden Cookies sind von deutschen Nutzerinnen und Nutzern im Darknet bei der Untersuchung entdeckt worden. Mehr als 109 Millionen davon sind NordVPN zufolge noch aktiv mit realen Nutzeraktivitäten verknüpft.

48 Prozent der 1.000 Befragten akzeptieren regelmäßig alle Cookies einer Online-Sitzung, obwohl sie wissen, dass ihre Aktivitäten auf der Webseite verfolgt werden. Die leider recht hohe Einstufung Deutschlands könnte damit zusammenhängen, dass 13 Prozent der Deutschen im Gegensatz dazu glauben, dass ihre Online-Aktivitäten nicht verfolgt werden. Was die Alters­verteilung angeht, akzeptieren Personen der Generation Z am häufigsten alle Cookies. Die Generation X und Babyboomer am seltensten. Von den Millenials sind sich zwar 57 Prozent der Befragten darüber bewusst, dass sie getrackt werden, die Hälfte von ihnen akzeptiert dennoch die Cookies.

Anzahl der Malware-Varianten verdreifacht sich

Darüber hinaus deckte die Analyse von NordVPN eine massive Malware-Kampagne auf, bei der weltweit fast 94 Milliarden Cookies gestohlen wurden. Die meisten davon stammten von Plattformen wie Google (4,5 Milliarden), YouTube (1,3 Milliarden) sowie Microsoft und Bing (jeweils über eine Milliarde). Sie wurden mithilfe von 38 Malware-Varianten entwendet. Dies sind dreimal so viele wie im Vorjahr. Zu den aktivsten Schadprogrammen zählten Redline (41,6 Milliarden Cookies), Vidar (10 Milliarden) und LummaC2 (neun Milliarden). Zusätzlich tauchten 26 neue Varianten wie RisePro und Stealc auf. Dies interpretieren die Analysten als ein Zeichen für die rasante Entwicklung im Bereich Cyberkriminalität.

„Normalerweise schließen Nutzer den Browser, aber die Sitzung bleibt weiterhin gültig. Der Cookie bleibt gespeichert. Wenn die Daten dieser Website nie gelöscht werden, bleibt die Sitzung so lange gültig, wie es der Websitebetreiber für sicher hält“, erklärt Adrianus Warmenhoven, Cybersicherheitsexperte bei NordVPN. „Schon einfache Maßnahmen können das Risiko eines unbefugten Zugriffs deutlich verringern.“

Diese sind:

  • Starke, individuelle Passwörter verwenden
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
  • Persönliche Informationen nur mit Bedacht weitergeben
  • Keine verdächtigen Links anklicken und keine unbekannten Dateien herunterladen
  • Regelmäßig Website-Daten löschen und Geräte aktualisieren

(ID:50456737)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung