Cyberkriminalität boomt! Internetverbindungen und PCs werden immer schneller und damit wachsen auch die Möglichkeiten von Hackern und Kriminellen ihre Computer als echte Waffen zu benutzen immer weiter. Dabei macht Cyberkriminalität vor nichts und niemandem halt. Gut verschlossene Türen und hochwertige Sicherungsanlagen können Cyberkriminelle nur bedingt aufhalten.
Bedingt durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt nimmt die Zahl der Cyberangriffe auch auf kleine Unternehmen von Jahr zu Jahr zu und ein Ende ist nicht in Sicht.
Wer sich dabei dem Gedanken hingibt, dass Cyberkriminalität nur große Unternehmen betreffen würde, ist auf dem Holzweg. Denn jeder Computer, jedes Notebook, jedes Handy und jedes andere internetfähige Gerät kann von Cyberkriminalität betroffen sein. Daher gilt es so gute Sicherheitsvorkehrungen wie möglich zu treffen und mit den entsprechenden Sicherungssoftwarelösungen immer auf dem neuesten Stand zu sein.
Nicht umsonst hat die Kommission für Anlagensicherheit (KAS) mit dem Merkblatt KAS 44 klare Leitlinien zum bestmöglichen Schutz von industriellen Anlagen vor Cyberkriminalität aufgelegt. Dabei geht es gar nicht mal so sehr um Software- oder Hardwarelösungen, sondern in erster Linie um Verhaltens- und Verfahrensrichtlinien, die dabei helfen, Cyberattacken zu vermeiden und von vorn herein abzuwenden.
Doch natürlich müssen nicht nur industrielle Anlagen vor Cyberkriminalität geschützt werden. Auch die Rechnersysteme großer Firmen, Datenbanken von Online Händlern, Computer kleiner Unternehmen, Maschinen und hochwertige Computer in Arztpraxen und Krankenhäuser und viele weitere technische Geräte bedürfen des Schutzes vor einem illegalen Eingriff von außen.
Dass neben der Notwendigkeit, aus technischer Sicht immer auf dem neuesten Stand zu sein auch der Fachkräftemangel in Sachen IT Security Experten ein großes Problem darstellt, ist längst kein Geheimnis mehr. Umso wichtiger ist es, rund um den Aufbau einer schlagkräftigen Security Abteilung herum alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um Schäden durch Cyberkriminalität so gering wie möglich zu halten.
Die Schäden sind gewaltig in Industrie und Wirtschaft
Im Jahr 2006 beliefen sich die Schäden in Deutschland, die durch Cyberkriminalität verursacht worden waren, auf rund 36 Mio. Euro. Das ist eine riesige Summe. Doch wer damals dachte, Cyberkriminalität wäre ein Problem, sollte von der Entwicklung in den darauffolgenden Jahren regelrecht überrollt werden.
Im Jahr 2017 lag die Summe der Schäden, die Industrie, Wirtschaft und Privatpersonen durch Cyberkriminalität zugefügt worden waren, bei 71 Mio. Euro und hatte sich im Vergleich zu 2006 damit innerhalb von gerade einmal 11 Jahren fast verdoppelt. Woran das liegen kann? An der immer weiter zunehmenden Globalisierung. In den meisten Fällen ist es ja so, dass wo Licht ist auch Schatten nicht fern ist. Die Globalisierung bringt vielen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen überall auf der Welt anzubieten.
Die Kommunikation zwischen verschiedenen Erdteilen wurde stark vereinfacht. Videokonferenzen und Internettelefonie machen es möglich, dass man den Geschäftspartner in New York, Tokio oder Peking zu jeder Tages- und Nachtzeit nahezu kostenlos kontaktieren kann. So hat die Globalisierung bei der Optimierung vieler Abläufe geholfen und tut dies noch immer.
Doch neben diesen positiven Aspekten bringt die globale Vernetzung auch Probleme mit sich, denn es ist egal, wo sich ein Cyberkrimineller aufhält. Ein schneller Rechner und eine gute Internetverbindung reichen oftmals aus, um es mit den besten Sicherheitssystemen weltweit aufzunehmen.
Ein zusätzlicher Risikofaktor – Daten in der Cloud
Dazu hat die schöne große Digitale Welt, die in den letzten Jahren viel enger zusammengerückt ist, eine weitere Neuerung gebracht, die Fluch und Segen zugleich ist. Die Cloud. So positiv es für die meisten Unternehmen ist, dass sie ihre Datenfluten inzwischen in der Cloud zwischenlagern können und damit nicht nur rechner- und Serverkapazitäten freimachen, sondern auch aufwendige Neuanschaffungen von weiterem Speicherplatz vermeiden können. Es birgt immer auch ein Risiko.
Denn die Cloud ist anders angreifbar, als das normale Netzwerk innerhalb der Firma. Aus diesem Grund bedarf es hier auch anderer Vorsichtsmaßnahmen und sinnvoller Vorkehrungen, um für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen zu können.
100 Prozentige Sicherheit gibt es nicht
Die Fähigkeiten der Hacker und Cyberkriminellen werden immer besser, die von ihnen erdachten und geschriebenen Viren, Malware und Trojaner kommen immer ausgefuchster und gefährlicher daher. Im Vergleich dazu entwickelt sich natürlich auch die Sicherheitssoftware in Sachen Virenschutz. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Entwickler entsprechender Software Lösungen immer nur reagieren können. Wird eine neue Schadsoftware auf die Welt losgelassen, gilt es so schnell wie möglich entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen und Updates im Bereich der Anti-Viren-Software zu implementieren.
Stand: 08.12.2025
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Das zeigt klar, dass es 100 prozentige Sicherheit im Bereich der Cyberkriminalität nicht geben kann. Alles was dem jeweiligen Unternehmen bleibt, ist eine bestmögliche Security Software zu verwenden, entsprechende Hardwarelösungen einbauen zu lassen und Tätigkeitsprotokolle für Mitarbeiter zu entwickeln, damit diese die Risikofaktoren für Angriffe von außen so weit wie möglich reduzieren können.
Es gibt allerdings noch einen weiteren Punkt, an den man unbedingt denken sollte. Für die meisten Unternehmen, die auf ihre IT-Anlagen, auf Daten und Softwarelösungen angewiesen sind, empfiehlt es sich, entsprechende Cyberversicherungen abzuschließen. Die meisten großen Versicherer gehen hier inzwischen mit der Zeit und bieten Versicherungslösungen, die anfallende Kosten für die Beseitigung von Schadsoftware, für die Wiederherstellung von Daten und teilweise auch für entgangene Gewinne nach einem Hackerangriff übernehmen.
Andere Versicherungslösungen tragen zusätzlich die Kosten für die Bereinigung eines Imageschadens, wie er beispielsweise für große Unternehmen auftritt, wenn bekannt wird, dass Daten geklaut wurden. Auch Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater beispielsweise können erheblichen Schwierigkeiten bekommen, wenn Hacker ihre Daten knacken und so an Informationen kommen, mit denen sie anderen schaden können. In solchen Fällen kann die Anwaltskanzlei für die entstandenen Schäden haftbar gemacht werden. Grund genug, sich hinreichend abzusichern.
Strafverfolgung wird ebenfalls globalisiert – und macht immer größere Fortschritte
Ob in Deutschland, wo die einzelnen Landeskriminalämter und der Führung des Bundeskriminalamtes den zahlreichen Fällen von Cyberkriminalität nachgehen, bei Europol oder bei Interpol – die Abteilungen, die für die Bekämpfung von Cyberkriminalität verantwortlich sind, werden immer weiter ausgebaut. Das hat gute Gründe. Denn auch wenn die Strafverfolgungsbehörden weltweit den Beginn der großen Cyberkriminalitätswelle quasi verschlafen haben – jetzt sind sie offensichtlich gewillt hart durchzugreifen und etwas dagegen zu tun.
Ein breit aufgestelltes Netzwerk, Experten die ihr Handwerk wirklich verstehen und vor allem die notwendigen Ressourcen in Sachen Equipment und die entsprechenden Befugnisse der Mitarbeiter müssen dazu passen. Da wundert es kaum, dass in diesem Bereich immer akuter Personal- und Fachkräftemangel herrscht. Doch trotz dieser Schwierigkeiten, mit denen die Strafvollzugsbehörden im Bereich Cyberkriminalität zu kämpfen haben, tun sie ihr Bestes, um die virtuelle Welt so sicher wie möglich zu gestalten.
Kleine Vorsichtsmaßnahmen sollten selbstverständlich sein
Die Abwehr von Hackerangriffen ist alles andere als einfach und für kleine Unternehmen, die sich keine eigenen IT-Experten leisten können, nahezu unmöglich. Umso wichtiger ist es, für die Mitarbeiter einige klare Regeln für den Umgang mit der digitalen Welt aufzustellen. So sollten beispielsweise keine privaten Besuche auf irgendwelchen Internetseiten während der Arbeit erfolgen – schon gar nicht auf zweifelhaften Seiten mit einer hohen Altersfreigabe. Hier versteckt sich gern entsprechende Malware.
Ein weiterer Punkt ist, dass auf Downloads, solange sie nicht absolut fachlich notwendig sind, verzichtet werden sollte. Durch einen solchen Download besteht die Gefahr Schadsoftware zu aktivieren und so den eigenen bzw. den firmeneigenen Rechner zu infizieren. Das wiederum kann schwerwiegende Folgen haben bis hin zum kompletten Datenverlust. Auch das Öffnen von E-Mails und von entsprechenden Anhängen sollte ausschließlich auf vertrauenswürdige Quellen beschränkt werden.
Cyberkriminalität wird ein Thema bleiben
Auch in den nächsten Jahren wird die Masse der Schäden durch Cyberkriminalität weiterhin steigen. Es ist der Natur der Sache geschuldet, dass durch eine Anbindung von immer mehr Menschen an das Internet natürlich auch mehr kriminelle Energie auf das Internet losgelassen wird. Wer allerdings die richtigen Vorsichtsmaßnahmen in Richtung Software, Hardware und Mitarbeiter trifft, hat gute Chancen sich im Fall eines Cyberangriffs zumindest erfolgreich wehren zu können.