Behauptung im Darknet 27.000 Mitarbeiterdaten von RTL-Group gestohlen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Cyberkriminelle behaupten im Darknet, über 27.000 Mitarbeiterdaten der RTL Group gestohlen zu haben, darunter E-Mail-Adressen und Tele­fon­num­mern. Die Gruppe bestätigt Kenntnis von den Vorwürfen und untersucht den Vor­fall.

Die RTL Group ist Europas größter kommerzieller Radio- und Fernsehanbieter und hat damit Zugang zu sensiblen Informationen und Quellen, die für ihre Berichterstattung und investigativen Recherchen von entscheidender Bedeutung sind. Somit ist die Gruppe ein besonders interessantes Ziel für Cyberkriminelle.(Bild:  Westlight - stock.adobe.com)
Die RTL Group ist Europas größter kommerzieller Radio- und Fernsehanbieter und hat damit Zugang zu sensiblen Informationen und Quellen, die für ihre Berichterstattung und investigativen Recherchen von entscheidender Bedeutung sind. Somit ist die Gruppe ein besonders interessantes Ziel für Cyberkriminelle.
(Bild: Westlight - stock.adobe.com)

Die RTL Group mit Sitz in Luxemburg ist Europas größter kommerzieller Radio- und Fernseh­an­bie­ter. Weltweit arbeiten dort knapp 17.400 Menschen, im Tochterunternehmen RTL Deutsch­land sind es rund 7.500 Menschen an 17 Standorten. Nun behaupten Cyberkriminelle im Dark­net, im Februar diesen Jahres die Intranet-Webseite der RTL Group gehackt zu haben. Dabei hätten sie die Daten von über 27.000 Mitarbeitenden gestohlen, darunter private Tele­fon­num­mern, E-Mail-Adressen und weitere personenbezogene Daten.

Die Gruppe habe gegenüber Cybernews mitgeteilt, von den Behauptungen Kenntnis zu haben und den Vorfall zu untersuchen. Unwahrscheinlich sei derzeit zumindest, dass Kundendaten betroffen seien.

Geleakte Daten vermutlich echt

Im Darknet hätten die Kriminellen eine Datenprobe angehängt, um ihre Behauptungen glaub­würdiger zu machen. Die Sicherheitsforscher von Cybernews hätten herausgefunden, dass die Probe 100 Zeilen angeblicher Mitarbeiterdaten der Gruppe und ihrer Tochterunternehmen enthalte. Neben Namen, geschäftlichen E-Mail-Adressen, Unternehmensadressen und An­gaben zur Position hätte die Datenprobe auch geschäftliche und private Telefonnummern enthalten. Laut den Experten scheinen die Informationen in der Datenprobe echt zu sein.

Die Mitarbeitenden der RTL Group könnten demnach nun erhöhten Sicherheitsrisiken aus­ge­setzt sein. Denn die Cyberkriminellen könnten ihre Daten für Phishing- und Social-En­gin­eer­ing-Attacken nutzen, um sowohl private wie auch geschäftliche Systeme zu gefährden. Die Gruppe beschäftigt viele Journalisten, deren Berufsgruppe als besonders gefährdet für Cyber­crime gilt, da sie häufig Zugang zu sensiblen Informationen haben, die für Angreifer von gro­ßem Interesse sind. In den vergangenen Jahren häuften sich Berichte über Cyberangriffe auf Journalisten und Medienhäuser. Die Angreifer verfolgen Ziele wie Erpressung, Datenhandel und Einflussnahme auf die Berichterstattung, indem sie versuchen, vertrauliche Daten zu stehlen und diese zur Durchsetzung ihrer eigenen politischen oder wirtschaftlichen Agenda zu nutzen. Diese Sicherheitsrisiken beeinträchtigen nicht nur die Integrität der journalistischen Arbeit, sondern gefährden auch die Sicherheit der Quellen und die Vertrauenswürdigkeit der Medien.

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