Var Group Y-Report 2024 Cyberbedrohungslage in Deutschland spitzt sich zu

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Ein neuer Bericht zur Cybersicherheitslage in Europa zeigt einen starken Anstieg von Sicherheitsvorfällen und unterstreicht den Stellenwert von Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen – besonders in Deutschland.

Die Var Group hat einen neuen Cybersecurity-Bericht für Europa veröffentlicht, der eine annähernde Verdopplung der Sicherheitsvorfälle zum Vorjahr aufzeigt.(Bild:  AIPERA - stock.adobe.com)
Die Var Group hat einen neuen Cybersecurity-Bericht für Europa veröffentlicht, der eine annähernde Verdopplung der Sicherheitsvorfälle zum Vorjahr aufzeigt.
(Bild: AIPERA - stock.adobe.com)

Über 311.000-mal erfasste Yarix, der Geschäftsbereich für Cybersicherheit der Var Group, im Jahr 2023 bei ihren Kunden eine Überschreitung der Sicherheitsstandards aufgrund von externen Zugriffen. Etwa 83.000 davon stufte Yarix als schwerwiegende Vorfälle ein, die zu Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Unternehmensdaten führen können. Das entspricht einem Anstieg von 190 Prozent im Vergleich zu 2022. Sicherheitsvorfälle mit einem kritischen Schweregrad, auf die das Yarix Incident Response Team mit sofortigen Notfallmaßnahmen reagierte, nahmen sogar um 300 Prozent zu – vorwiegend wegen Schwachstellen in gängigen Softwareanwendungen. Von Cyberangriffen am stärksten betroffen waren die Sektoren Fertigung (15 Prozent), Mode (14 Prozent) sowie Energie und Versorgung (10 Prozent).

Rund um die Uhr analysiert das Security Operation Center (SOC) von Yarix die Datenströme ihrer Kunden. Auf Basis dieser Daten bildet der Y-Report 2024 die aktuelle Cyberbedrohungslage ab und gibt Einblicke in die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen.

Deutschland bei Ransomware besonders gefährdet

Deutschland zählt zu den am stärksten von Ransomware betroffenen Ländern weltweit und liegt dabei unter den Top drei. Die Software sperrt den Zugriff auf Systeme oder Daten und verlangt ein Lösegeld (engl.: Ransom) für deren Freigabe. Besonders gefährdet sind die produzierende Industrie (19 Prozent), die IT-Branche (12 Prozent), der Finanzsektor (11 Prozent), das Gesundheitswesen (9 Prozent) sowie der Bildungssektor (6 Prozent).

Global betrachtet bleibt Ransomware eine der größten Bedrohungen. Im Jahr 2023 wurden weltweit 4.474 Angriffe von 65 verschiedenen kriminellen Gruppen verübt. Unter diesen waren die Hacker-Gruppen LockBit (22 Prozent), AlphV/BlackCat (9 Prozent) und Cl0p (9 Prozent) besonders aktiv, die sogenannte "Ransomware-as-a-Service" anbieten. Eine beunruhigende Entwicklung ist die verstärkte Nutzung von Infostealer-Malware, die vertrauliche Anmeldedaten entwendet und sie anschließend verbreitet. Ransomware-Angriffe können so vorbereitet werden. Deutschland belegt hierbei in Europa den zweiten Platz, mit über 47.000 kompromittierten Geräten und insgesamt 193 Millionen gestohlenen Zugangsdaten – ein Zuwachs von 180 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Eine umfassende Cybersicherheitsstrategie für Unternehmen, auch KMU, wird in den kommenden Jahren unerlässlich werden“, so Mirko Gatto, CEO von Yarix. „Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Bedrohungslage komplexer und gefährlicher geworden ist. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Schutzmaßnahmen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter sind entscheidend, um diesen Herausforderungen zu begegnen“.

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