Konsolidierung kann helfen Komplexität bei Webanwendungen und APIs sind alarmierend

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Gemeinsam mit dem ESG hat Fastly Cybersicherheitsexperten zur Anzahl ihrer APIs und Sicherheitslösung befragt. Der Großteil nutzt mehrere Lösungen verschiedener Anbieter, was die Angriffsfläche vergrößert und den Schutz kompliziert macht.

Je mehr Lösungen und Anwendungen ein Unternehmen betreibt, desto mehr Lücken in der Verteidigung können entstehen.(Bild:  Andrey Popov - stock.adobe.com)
Je mehr Lösungen und Anwendungen ein Unternehmen betreibt, desto mehr Lücken in der Verteidigung können entstehen.
(Bild: Andrey Popov - stock.adobe.com)

Unternehmen betreiben im Schnitt 145 Webanwendungen und Websites. Es wird sogar erwartet, dass diese Zahl in den nächsten 24 Monaten auf 201 ansteigt, was einem Zuwachs von 39 Prozent entspricht. Dies ergab die Umfrage „Balancing Requirements for Application Protection“ von Fastly und der Enterprise Strategy Group (ESG) unter 383 Cybersecurity- und IT-Experten aus Nordamerika. Diese sowie weitere Erkenntnisse verdeutlichen die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Absicherung von Web-Anwendungen und Application Programming Interface (APIs).

Wachsende Komplexität von Anwendungsumgebungen

Neben den vielen Webanwendungen und Webseiten, die in Unternehmen im Einsatz sind, nutzen außerdem 88 Prozent der befragten Organisationen zwei oder mehr Cloud-Service-Provider. Der Anteil der Unternehmen, bei denen mindestens die Hälfte ihrer Anwendungen auf APIs basiert, wird den Befragten zufolge von derzeit 32 Prozent auf 80 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre steigen. Diese Entwicklung führt zu einer erhöhten Angriffsfläche und erschwert den Schutz vor Cyberbedrohungen.

Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) gibt an, dass der Schutz von Webanwendungen und APIs heute schwieriger ist als noch vor zwei Jahren. Als Hauptursachen werden die Nutzung von Cloud-Infrastrukturen (41 Prozent), die Aufrechterhaltung der Sichtbarkeit und Sicherheit von APIs (40 Prozent) sowie die Absicherung cloud-nativer Architekturen (34 Prozent) genannt. Zudem berichten 36 Prozent der Teilnehmer, dass ihre aktuellen Sicherheitstools ihren Anforderungen nicht gerecht werden, während 22 Prozent einen Mangel an Fachkräften im Bereich Anwendungssicherheit beklagen. Der sich ständig weiterentwickelnde Bedrohungslandschaft bleibt ebenfalls ein zentrales Anliegen, wobei 32 Prozent der Befragten dies als Herausforderung betrachten.

Konsolidierung ist gewünscht, aber schwer umzusetzen

Dem Bericht zufolge setzen 92 Prozent der Unternehmen mindestens eine Web Application Firewall (WAF) ein, 67 Prozent mehrere WAFs von unterschiedlichen Anbietern. Grund für diese Fragmentierung seien meist Multi-Cloud-Umgebungen und spezifische Funktionsanforderungen. „Das explosionsartige Wachstum von APIs hat Anwendungsumgebungen grundlegend verändert und neue Sicherheits- und Governance-Herausforderungen geschaffen – von Fehlkonfigurationen bis hin zu API-Injections und volumetrischen DDoS-Angriffen“, erklärt John Grady, Principal Analyst bei der ESG. „Doch mit jeder zusätzlichen Web Application Firewall oder Bot-Management-Lösung, die Unternehmen zur Absicherung einsetzen, wächst die Komplexität. Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem das bloße Hinzufügen weiterer Sicherheitstools immer weniger Mehrwert bringt. IT- und Security-Teams sollten daher nach Lösungen suchen, die ihre Abläufe vereinfachen und durch Automatisierung und spezialisierte Schutzmechanismen eine breite Palette von Bedrohungen abwehren.“

Als Lösung, die Systeme sicherer machen soll, indem sie die Angriffsfläche reduziert, sieht Fastly Konsolidierung. Auch den Befragten scheint dies bereits bewusst zu sein: Viele planen laut Fastly verschiedene Maßnahmen zur Implementierung und Optimierung ihrer Webanwendungs- und API-Strategien. Dabei werden Services eine wichtige Rolle spielen. 45 Prozent planen, mit Managed Service Providern zusammenzuarbeiten, und 40 Prozent planen, bei der Planung und/oder Implementierung mit professionellen Dienstleistungsunternehmen zusammenzuarbeiten. Obwohl sich die Befragten mehr Konsolidierung wünschen, planen nur 27 Prozent die Anzahl der Anbieter, mit denen sie zusammenarbeiten, zu reduzieren. Die Studienautoren sehen sich dadurch in ihrer Ansicht bestätigt, dass die Konsolidierung nuanciert ist, viel Zeit in Anspruch nimmt und von Organisation zu Organisation unterschiedlich sein wird.

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