44 Prozent denken sie seien sicher Deutschen Angestellten fehlt das Bewusstsein für Cyberangriffe

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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„Wir sind kein interessantes Ziel für Angreifer“– diese Meinung vertreten 44 Prozent der Arbeitnehmern in deutschen Klein- und Mittelständischen Unternehmen. Doch die Gefahr eines Cyberangriffs besteht auch dort.

Arbeitnehmer in Deutschland glauben, Cyberangriffe würden ihr Unternehmen nicht treffen. Dabei könnten die Kriminellen bereits eingedrungen sein.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Arbeitnehmer in Deutschland glauben, Cyberangriffe würden ihr Unternehmen nicht treffen. Dabei könnten die Kriminellen bereits eingedrungen sein.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mehr als die Hälfte der Belegschaft von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) schätzen ihre Firma als uninteressantes Ziel für Cyberkriminelle ein. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense, Statista und Brand eins. Ihnen gaben im März und April 2024 mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 16 bis 70 Jahren aus Unternehmen aller Branchen in Deutschland Auskunft. Sie berichteten über ihr Wissen, ihre Einschätzungen und Erfahrungen im Umgang mit IT.

Gefahrenbewusstsein wächst mit Unternehmensgröße

Je größer das Unternehmen ist, desto eher wird es von Mitarbeitern als potenzielles Ziel für Cyberangriffe wahrgenommen. Dies ist die zentrale Erkenntnis der Befragung. In Firmen mit 250 bis 999 Beschäftigten hält G Data zufolge gut die Hälfte der Befragten ihren Arbeitgeber für ein potenzielles Angriffsziel. In großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sei das Bewusstsein für das Angriffsrisiko bei fast 70 Prozent der Beschäftigten vorhanden. Laut den Studienautoren liege das an den regulierten Prozessen und verpflichtende Sicherheitsmaßnahmen, über die große Konzerne häufig verfügen.

Doch diese Fehleinschätzung über die Korrelation zwischen Unternehmensgröße und der Wahrscheinlichkeit einer Cyberattacke, könne im schlimmsten Fall das Risiko eines Angriffs für KMU erhöhen. Denn Laut der Bitkom-Studie Wirtschaftsschutz 2024 sind KMU eher von Phishing als von komplexen Angriffskampagnen betroffen. Denn Unaufmerksamkeit und geringes Bewusstsein über potenzielle Gefahren erleichtern Kriminellen den Diebstahl von Firmendaten.

G Data warnt Unternehmen deshalb davor, seine Mitarbeiter bei der Sicherheitsstrategie außen vor zu lassen. Eine wirksame IT-Sicherheitsstrategie berücksichtige neben technischen Schutzmaßnahmen auch die Mitarbeiter. Informationssicherheit sei eine Teamaufgabe. Alle Beschäftigten sollen potenzielle Gefahren kennen und verantwortungsvoll handeln können.

Andreas Lüning, Gründer und Vorstand bei der G DATA CyberDefense AG.
„Angreifer wählen ihre Ziele nicht nach Branche oder Größe, sondern nach Schwachstellen aus. Dazu zählen verwundbare Strukturen, mangelhaft gesicherte Systeme und unaufmerksame Mitarbeitende. In jedem Unternehmen ist eine Sicherheitsstrategie sinnvoll, die das Risikobewusstsein des gesamten Teams stärkt.“

Bildquelle: G DATA CyberDefense AG

Schaden durch Cybercrime weiterhin hoch

Aus der Umfrage wird klar: Den Arbeitnehmern fehlt das Bewusstsein für potenzielle Cyberangriffe. Dabei zeigt die „Cybersicherheit in Zahlen“-Studie auch, dass ist die Gefahr allgegenwärtig ist. 36 Prozent der Befragten Angestellten in IT- und EDV-Unternehmen haben in den vergangen zwei Jahren einen Cyberangriff erlebt. Bei IT-Security-Firmen sind es sogar 46 Prozent.

​Aktuelle Berichte und Analysen verschiedener Institutionen verdeutlichen die Gefahr durch Cyberangriffe. Laut dem Bundeslagebild Cybercrime 2023, dem aktuellsten Cybercrime-Bericht des Bundeskriminalamts (BKA), wurden im Jahr 2023 in Deutschland insgesamt 136.865 Fälle von Cyberkriminalität registriert. Das ist zwar ein Rückgang von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch das BKA geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Zudem schätzt der Digitalverband Bitkom den wirtschaftlichen Schaden durch Cyberangriffe in Deutschland für das Jahr 2024 auf 178,6 Milliarden Euro.

Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Relevanz von Cyberkriminalität. Um die Belegschaft für die Gefahren zu sensibilisieren, können Unternehmen regelmäßige Mitarbeiterschulungen durchführen. Dadurch lernen die Mitarbeiter Gefahren zu erkennen und entwickeln ein Sicherheitsbewusstsein.

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