Threema Cybersecurity-Studie 2024 So steht es um die Cybersicherheit in deutschen Unternehmen

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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Wie ist der aktuelle Stand der Cybersicherheitspolitik in deutschen Unternehmen und worauf sollte bei der Wahl der Kommunikationskanäle stärker der Fokus gelegt werden? Diese Fragen beantwortet die Cyber­security-Studie 2024 von Threema, zu der Entscheidungsträger aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit befragt wurden.

Die Threema Cybersecurity-Studie 2024 zeigt, wie ernst Unternehmen Datenschutz und Datensicherheit nehmen und inwiefern bei Kommunikationskanälen gewisse Risiken toleriert werden. (Bild:  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Die Threema Cybersecurity-Studie 2024 zeigt, wie ernst Unternehmen Datenschutz und Datensicherheit nehmen und inwiefern bei Kommunikationskanälen gewisse Risiken toleriert werden.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Die Cybersecurity-Studie 2024 von Threema hat Entscheidungsträger aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit befragt. Ziel war es, zu ermitteln, wie es um die Cybersicherheit in Unternehmen steht, wobei der Schwerpunkt auf Kommunikationstools und Mobilgeräte gelegt wurde. Die Studienergebnisse sind beruhigend und besorgniserregend zugleich, liefern Unternehmen jedoch hilfreiche Inputs zur Verbesserung.

Datenschutz nicht konsequent umgesetzt

Die Mehrheit der befragten Unternehmen gab an, dass die DSGVO für sie nach wie vor relevant ist. Entsprechend werden bei der Beschaffung von Kommunikations- oder Kollaborationstools die gesetzlichen Kriterien zwar berücksichtigt, aber die Nutzung der Tools im Arbeitsalltag wird nicht konsequent geregelt bzw. eingeschränkt. Gemäß den befragten Unternehmen nutzen die Hälfte der Mitarbeitenden private Chat-Apps zusätzlich zu den vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Kommunikationsmitteln. Weiter wird angenommen, dass auch sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten über nicht DSGVO-konforme Chat-Apps ausgetauscht werden.

Chat-Apps als Risikofaktor

Zu den zentralen Erkenntnissen der Studie zählt, dass als unsicher angesehene und nicht DSGVO-konforme Chat-Apps als Risiko toleriert werden. Und dies, obwohl sich das Management der Tatsache bewusst ist, dass diese für den Austausch von sensiblen Unternehmensdaten nicht geeignet sind und die Privatsphäre der Mitarbeitenden ungenügend schützen. Trotz der offensichtlichen Sicherheitsrisiken tolerieren zwei Drittel der befragten Unternehmen die Nutzung privater Chats-Apps für die geschäftliche Kommunikation. Bei rund jedem sechsten Unternehmen ist die Verwendung sogar gänzlich ungeregelt.

Schlussfolgerung

Aufgrund ständig steigender Zahlen von Cyberangriffen ist eine Cybersicherheits-Strategie längst nicht mehr fakultativ, schon gar nicht im Hinblick auf regulatorische Maßnahmen wie die DSGVO oder NIS2. Es ist an der Zeit, das durchaus vorhandene Sicherheitsbewusstsein auf alle Bereiche anzuwenden, Maßnahmen konsequent umzusetzen und Unternehmen so gegen die stetig wachsende Bedrohung zu wappnen. Die Sicherheit der Kanäle für die Unternehmens­kommunikation ist dabei genauso wichtig wie der Datenschutz und die Netzwerksicherheit.

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