Datenausfallsicherheit Führungskräfte nehmen die Daten­sicher­heit nicht ernst

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen erkennt die Bedeutung der eigenen Daten für den laufenden Betrieb, doch ein Viertel kämpft damit, dass die Unter­nehmens­leitung dieses Thema nicht ernst genug nimmt. Diese Einstellung kann ernste Folgen für die gesamte Organisation haben, da Datenpannen operativ, finanziell, regulatorisch und rufschädigend wirken.

Mehr als zwei Drittel der von Arcserve befragten IT-Verantwortlichen gaben an, dass die Geschäftskontinuität nicht garantiert werden könnte, wenn sie den Zugang zu ihren Daten verlieren würden.(Bild:  ra2 studio - stock.adobe.com)
Mehr als zwei Drittel der von Arcserve befragten IT-Verantwortlichen gaben an, dass die Geschäftskontinuität nicht garantiert werden könnte, wenn sie den Zugang zu ihren Daten verlieren würden.
(Bild: ra2 studio - stock.adobe.com)

Laut der von Arcserve durchgeführten Umfrage unter IT-Leitern für den „State of Data Resilience in the Enterprise Report“, waren bereits 80 Prozent der befragten Unternehmen schon einmal von einem Ransomware-Angriff betroffen. Allein im vergangenen Jahr mussten 40 Prozent der Unternehmen aufgrund eines Verstoßes gegen eine SaaS-Anwendung mit dem Verlust sensibler Unternehmensdaten kämpfen. Doch trotz dieser enormen Bedrohung bzw. dem hohen Risiko, werden nur 42 Prozent aller SaaS-Anwendungen von den Unternehmen selbst überwacht und gesichert. Alle anderen vertrauen auf einen zuverlässigen Datenschutz durch „Dritte“ oder sie lassen ihre Daten gänzlich unbeaufsichtigt – ein Risiko, dass nicht nur hinsichtlich der Reputation, sondern auch im Bezug auf die Wirtschaftlichkeit einer Organisation folgenschwer sein kann.

So hat die Umfrage auch herausgefunden, dass durchschnittlich 30 Prozent der Unternehmen nach einem Ransomware-Angriff nicht in der Lage waren, ihre Daten wieder vollständig herzustellen. Da wundert es nicht, dass knapp die Hälfte der Befragten zugegeben hat, aufgrund eines Datenvorfalls schon einmal erhebliche Umsatzeinbußen erlitten zu haben. Lediglich 31 Prozent der im Rahmen der Befragung kontaktierten Unternehmen sind zuversichtlich, dass sie ihre Daten innerhalb von 24 Stunden wiederherstellen können. Vor dem Hintergrund, dass die Märkte immer dynamischer werden und bei einem IT-Ausfall oder Datenverlust jede Minute zählt, ist auch dieses Ergebnis kritisch zu betrachten. Dabei sind die Möglichkeiten sich abzusichern weder kompliziert noch aufwändig oder teuer.

Das 3-2-1-1-Prinzip

Die beste Praxis für einen wirksamen Schutz vor Ransomware und Datenverlusten ist die 3-2-1-1-Backup-Strategie: drei Kopien der Unternehmensdaten, die Speicherung von Backups auf zwei verschiedenen Datenträgern, die Auslagerung einer Kopie der Daten und die Gewährleistung, dass eine Kopie unveränderbar ist.

Unternehmen, die die bewährte 3-2-1-1-Backup-Strategie erfolgreich umsetzen, können die Auswirkungen von Cyberangriffen besser abwehren oder schneller beheben. In diesem Bereich gibt es allerdings noch viel zu tun: Fast ein Viertel der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen die 3-2-1-1-Backup-Strategie noch nicht eingeführt hat.

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