Netscout Threat Intelligence Report 2H2024 DDoS-Angriffe als zentrale Waffe in geopolitischen Konflikten

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der aktuelle Threat Intelligence Report von Netscout hat alarmierende Trends in der Cyberkriegsführung aufgedeckt. Demnach spielen Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe eine zunehmend zentrale Rolle in geopolitischen Auseinandersetzungen.

Die Ergebnisse des Threat Intelligence Report von Netscout verdeutlichen die wachsende Bedeutung von DDoS-Angriffen als Instrumente der Cyberkriegsführung.(Bild:  ArtemisDiana - stock.adobe.com)
Die Ergebnisse des Threat Intelligence Report von Netscout verdeutlichen die wachsende Bedeutung von DDoS-Angriffen als Instrumente der Cyberkriegsführung.
(Bild: ArtemisDiana - stock.adobe.com)

Die Ergebnisse des Threat Intelligence Report von Netscout zeigen, dass diese Angriffe systematisch genutzt werden, um kritische Infrastrukturen zu stören, gesellschaftliche Unruhen zu verstärken und das Vertrauen in Institutionen zu untergraben.

Geopolitische Ereignisse als Auslöser für massive Angriffe

Der Bericht zeigt die Korrelation zwischen DDoS-Angriffen und gesellschaftspolitischen Ereignissen auf. So verzeichnete Israel im Zusammenhang mit Geiselbefreiungen und politischen Konflikten einen dramatischen Anstieg der Angriffe um 2.844 Prozent. Ähnliche Muster zeigten sich in Georgien, wo vor der Verabschiedung des sogenannten „Russland-Gesetzes“ ein Anstieg von 1.489 Prozent beobachtet wurde. Auch während der nationalen Wahlen in Mexiko und im Vereinigten Königreich, im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Parlamentssitzungen der Labour-Partei, kam es zu signifikanten Zunahmen der Angriffe.

Technologische Entwicklungen verstärken die Bedrohung

Die Effektivität von DDoS-Angriffen wird durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und hochentwickelten Botnetzen weiter gesteigert. KI ermöglicht es Angreifern, Sicherheitsmechanismen wie CAPTCHAs zu umgehen, während Automatisierung die Durchführung komplexer, multi-zielgerichteter Angriffe erleichtert. Zudem werden vermehrt Techniken wie Carpet Bombing, Geo-Spoofing und IPv6 eingesetzt, um die Angriffsfläche zu erweitern und die Abwehr zu erschweren.

DDoS-for-Hire-Dienste und Botnetze

Ein besorgniserregender Aspekt ist die Zunahme von DDoS-for-Hire-Diensten, die es auch unerfahrenen Akteuren ermöglichen, massive Angriffe durchzuführen. Diese Dienste nutzen zunehmend KI-gestützte Methoden, um ihre Effizienz zu steigern.

Botnetze spielen eine entscheidende Rolle bei der Durchführung von DDoS-Angriffen. Obwohl die Gesamtpopulation der Botnetze leicht zurückgegangen ist, bleiben sie eine bedeutende Bedrohung. Angreifer nutzen vermehrt Unternehmensserver und -router, um Angriffe zu verstärken und die Rückverfolgung zu erschweren.

Anpassungsfähigkeit und Hartnäckigkeit der Angreifer

DDoS-Angriffe passen sich schneller als je zuvor an neue Situationen an und entwickeln kontinuierlich neue Techniken, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und ihre Angriffe zu verstärken. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung für Unternehmen, Regierungen und Diensteanbieter dar, die mit dem Schutz kritischer Infrastrukturen betraut sind.

Um diesen Bedrohungen wirksam zu begegnen, sind proaktive und datengestützte Schutzstrategien unerlässlich. Der Einsatz von Automatisierung und fortschrittlichen Analysetechniken ist entscheidend, um moderne DDoS-Angriffe zu erkennen und abzuwehren.

Fazit

Die Ergebnisse des Threat Intelligence Report von Netscout verdeutlichen die wachsende Bedeutung von DDoS-Angriffen als Instrumente der Cyberkriegsführung. Die zunehmende Komplexität und Effektivität dieser Angriffe erfordert eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und Sicherheitsanbietern, um kritische Infrastrukturen zu schützen und die Sicherheit im digitalen Raum zu gewährleisten. Mehr zum Report kann unter nachgelesen werden.

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