Generative KI in der IT-Sicherheit Hoffnung auf GenAI in der Cyber­sicher­heit, aber die Zuversicht fehlt

Von Peter Schmitz 3 min Lesedauer

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Eine Studie von Tenable zeigt, dass über zwei Drittel der deutschen Unternehmen in den kommenden 12 Monaten auf generative Künstliche Intelligenz (GenKI / GenAI) setzen wollen, um ihre IT-Sicher­heits­maßnahmen zu stärken und die IT- mit den Business-Zielen in Einklang zu bringen. Doch trotz dieser Ambitionen ist die Zuversicht hinsichtlich einer erfolgreichen Implementierung gering: Nur 17 Prozent der befragten Unternehmen glauben an eine effektive Einführung der neuen Technologie.

Eine Studie von Tenable zeigt, dass die erfolgreiche Implementierung von GenAI kein Selbstläufer ist. Die Unternehmen müssen sich intensiv mit den Herausforderungen rund um Datenqualität, Sicherheit und Governance auseinandersetzen.(Bild:  admin_design - stock.adobe.com)
Eine Studie von Tenable zeigt, dass die erfolgreiche Implementierung von GenAI kein Selbstläufer ist. Die Unternehmen müssen sich intensiv mit den Herausforderungen rund um Datenqualität, Sicherheit und Governance auseinandersetzen.
(Bild: admin_design - stock.adobe.com)

Generative Künstliche Intelligenz (GenKI) steht bei deutschen Unternehmen hoch im Kurs: Laut der Studie „How to Discover, Analyze and Respond to Threats Faster with Generative AI“ von Tenable, die in Zusammenarbeit mit Forrester Consulting durchgeführt wurde, planen 71 Prozent der deutschen Unternehmen, GenKI in den nächsten 12 Monaten einzusetzen. Die Erwartungen sind groß: GenKI soll die IT-Sicherheit signifikant verbessern und gleichzeitig dazu beitragen, die Ziele der IT-Abteilung besser mit den übergeordneten Geschäftszielen zu vereinbaren.

Doch die Studie, an der 826 IT- und Cybersecurity-Experten aus verschiedenen Ländern teilnahmen, darunter 102 aus Deutschland, offenbart auch eine Kehrseite: Nur 17 Prozent der deutschen Unternehmen sind zuversichtlich, dass die Implementierung von GenKI-Technologien tatsächlich gelingen wird. Diese Zurückhaltung deutet auf die zahlreichen Herausforderungen hin, die mit der Integration dieser innovativen Technologie einhergehen.

GenKI: Chance oder Risiko?

Ein bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist die ambivalente Haltung deutscher Unternehmen gegenüber GenKI. Während ein Großteil von den potenziellen Vorteilen überzeugt ist, sehen 38 Prozent der Befragten in GenKI eher eine Sicherheitsbedrohung als eine Chance. Diese Skepsis reflektiert die weitverbreitete Unsicherheit hinsichtlich der Cybersicherheitsrisiken, die mit der Einführung von GenKI verbunden sind. Besonders besorgt sind die Unternehmen über den möglichen internen Missbrauch der Technologie – 50 Prozent der Befragten geben an, dass sie dies als erhebliches Problem betrachten.

Datenqualität als Schlüssel zum Erfolg

Ein zentrales Thema, das die Studie hervorhebt, ist die Bedeutung der Datenqualität für den Erfolg von GenKI-Initiativen. 72 Prozent der deutschen Befragten betonen, dass die Effektivität von GenKI maßgeblich von der Qualität der verwendeten Daten abhängt. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit einer robusten Data Governance und eines effizienten Datenmanagements. „Garbage in, garbage out“ – dieses Motto könnte nicht treffender sein, wenn es um die Implementierung von GenKI geht.

Chancen und Herausforderungen von GenKI

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von GenKI reichen vom Kundenservice über den Bildungsbereich bis hin zur Softwareentwicklung. Trotz dieser potenziellen Vorteile bestehen erhebliche Herausforderungen im Hinblick auf Sicherheit, Governance und Datenqualität. Unternehmen müssen sich diesen Herausforderungen stellen, um das Potenzial von GenKI vollständig auszuschöpfen und gleichzeitig die Risiken zu minimieren.

Besonders die zunehmende Nutzung von Cloud-Diensten, Virtualisierungs­plattformen und Microservices vergrößert die Angriffsfläche für Unternehmen. Dadurch entstehen zusätzliche Risiken durch Schwachstellen und Fehlkonfigurationen, insbesondere in Bezug auf unsichere Identitätszugriffe und Berechtigungen. In diesem Kontext kann GenKI eine wichtige Rolle spielen, indem es Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt, Schwachstellen schnell identifiziert und Prioritäten bei der Behebung von Sicherheitslücken setzt. Dabei bleibt die Qualität der zugrundeliegenden Daten entscheidend für den Erfolg dieser Technologie.

Fazit

Die Studie von Tenable zeigt, dass deutsche Unternehmen in der generativen Künstlichen Intelligenz eine vielversprechende Technologie sehen, um ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und strategische Unternehmensziele zu unterstützen. Gleichzeitig macht sie jedoch auch deutlich, dass die erfolgreiche Implementierung von GenKI kein Selbstläufer ist. Die Unternehmen müssen sich intensiv mit den Herausforderungen rund um Datenqualität, Sicherheit und Governance auseinandersetzen, um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren.

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