Endpoint Detection & Response (EDR) soll Cyberattacken bereits an den Einfallstoren abfangen. Im Fokus stehen dabei Endgeräte und Systeme, von Smartphones, Tablets und Notebooks bis hin zu PCs und Servern. Registrieren EDR-Lösungen verdächtige Aktivitäten, schreiten sie automatisiert ein.
EDR-Lösungen basieren auf der kontinuierlichen Überwachung des Verhaltens aller Endgeräte in einem Unternehmen, mit dem Ziel ungewöhnliche oder verdächtige Vorgänge und Verhaltensweisen sofort zu identifizieren.
(Bild: ArtemisDiana - stock.adobe.com)
Endpoint Detection & Response (EDR) ist auch unter der Bezeichnung Endpoint Threat Detection & Response (EDTR) bekannt. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung bisher gängiger Endpoint-Protection-Systeme (EPP) sowie lokaler Schutzlösungen wie beispielsweise Virenscannern. Die Funktionsweise gängiger EDR-Lösungen basiert auf der kontinuierlichen Überwachung des Verhaltens aller Endgeräte in einem Unternehmen. Dies schließt Vorgänge wie zum Beispiel Benutzeranmeldungen, Datei-, Registry- und Speicherzugriffe sowie den Netzwerkverkehr mit ein. Ziel ist dabei das möglichst sofortige Identifizieren ungewöhnlicher oder verdächtiger Vorgänge und Verhaltensweisen. Das umgehende und automatisiert ausgelöste Einleiten entsprechender Schutzmaßnahmen soll etwaige Bedrohungen bereits im Keim ersticken.
Wie die Marktforscher von Forrester im Rahmen ihrer „The Forrester Wave: Endpoint Detection And Response Providers, Q2 2022“ berichten, haben viele EDR-Anbieter bereits die erweiterte Variante des EDR-Konzepts im Blick: Extended Detection & Response (XDR) fokussiert sich nicht nur auf der Verhalten der Endpoints, sondern berücksichtigt bei der Sicherheitsanalyse zusätzlich die Vorgänge in der kompletten IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Hierzu zählen auch Netzwerkkomponenten, Datenbanken oder Cloud-Dienste. Auf diese Weise entsteht ein umfassenderer Blick auf die jeweilige Sicherheitslage und mögliche Schwachstellen. XDR sieht ebenfalls automatisierte Maßnahmen vor, um mögliche Angriffe frühzeitig abzuwehren.
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System lernt mit
Sowohl bei EDR als auch bei XDR ist der Einsatz moderner Verfahren wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) etabliert. Anstatt beispielsweise nur auf bestimmte Merkmale einer bekannten Angriffsmethode zu achten, können diese Technologien selbstständig auffällige Verhaltensweisen von Endgeräten identifizieren sowie Hinweise auf potenzielle Angriffsvektoren erschließen. Die dafür notwendigen Daten werden von Software-Agenten geliefert, die auf den jeweiligen Geräten installiert sind. Sie ermöglichen Echtzeit-Monitoring und erfassen zudem Informationen zu Prozessen, Verbindungen und Datenübertragungen. Letztere werden entweder direkt auf dem jeweiligen Endgerät oder zentral in einer Datenbank aggregiert und analysiert. Dieser Vorgang wird beispielsweise durch individuell definierte Regeln oder Abgleiche mit entsprechenden Wissensdatenbanken ergänzt.
Tritt der Ernstfall ein und das EDR-System erkennt tatsächlich auffällige Vorgänge auf einem Gerät, führt es umgehend zuvor festgelegte Maßnahmen durch. Hierbei kann es zum Beispiel um die sofortige Isolation vom Rest des Firmennetzwerks handeln. IT-Sicherheitsverantwortliche und Anwender werden ebenfalls umgehend informiert. Dank der durchgehend aufgezeichneten Daten können sie im Nachgang feststellen, ob immer noch eine Schwachstelle besteht, weitere Gefahren drohen oder sogar ein bislang unbekanntes Angriffsverfahren genutzt wurde. Auf diese Weise lassen sich datenbasiert Schutzmaßnahmen ergreifen, um mögliche Angriffspunkte zu beseitigen.
Positive Marktaussichten
Laut den Marktforschern von KBV Research wird sich der EDR-Markt bis 2028 weiter stark positiv entwickeln. Die Experten prognostizieren ein Marktvolumen von rund 7,1 Milliarden US-Dollar für diesen Zeitpunkt. Dies würde einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von beachtlichen 24,8 Prozent entsprechen. Ein Grund dafür sind laut KBV Research die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie: Sie führten unter anderem zur beschleunigten Digitalisierung in Unternehmen und damit auch erhöhter Nachfrage nach KI-basierten Endpoint-Sicherheitslösungen.
Als weitere Faktoren nennen die Marktforscher das verstärkte Auftreten von Malware, Crypto-Jacking und E-Mail-Hacks. Unternehmen müssten deshalb unsichere Systeme schützen und Angriffsmöglichkeiten schließen. Zudem nennen die Experten die stetigen Veränderungen in Sachen Sicherheitsvorschriften und Compliance-Vorgaben als treibenden Faktor für EDR-Lösungen. Sie bieten mitunter eigene Regel-Engines, um individuelle Sicherheitsrichtlinien zu erstellen und zu implementieren. Bei Bedarf lassen sich diese Vorgaben einfach an veränderte Gesetze, Vorgaben oder unternehmensspezifische Bedürfnisse anpassen.
Stand: 08.12.2025
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