European Identity Award 2010

Die besten Identity Management-Projekte ausgezeichnet

06.05.2010 | Redakteur: Peter Schmitz

Preisträger des European Identity Award 2010 als „Bestes internes Projekt“: die türkische Sekerbank für die Einführung einer risikobasierten Authentifizierung und Autorisierung.
Preisträger des European Identity Award 2010 als „Bestes internes Projekt“: die türkische Sekerbank für die Einführung einer risikobasierten Authentifizierung und Autorisierung.

Im Rahmen der European Identity Conference 2010 (EIC) für Identity und Access Management (IAM) und GRC (Governance, Risk Management, Compliance) hat die Analystengruppe Kuppinger Cole den European Identity Award 2010 in sechs Kategorien vergeben. Mit dem Award werden herausragende Projekte, Innovationen und Weiterentwicklungen von Standards honoriert. Preisträger sind unter anderem IBM, Microsoft, BMW und das Bundesministerium des Inneren (BMI).

Der European Identity Award wird jedes Jahr im Rahmen der European Identity Conference 2010 in sechs Kategorien vergeben. Neben der besten Innovation im Bereich IAM und GRC sind das die jeweils besten Projekte der vergangenen 12 Monate in den Kategorien interner Projekte, B2B, B2C, IAM als Cloud/MSP-Angebot und eGovernment/eHealth. Hersteller, Systemintegratoren, Berater und Anwenderunternehmen konnten Vorschläge für den Award einreichen, zusätzlich hat Kuppinger Cole Projekte einbezogen, die sie aus der laufenden Analystentätigkeit kannten. Unter diesen Vorschlägen wurden jeweils bis zu drei herausragende Projekte und Innovationen als Preisträger ermittelt und gekürt.

Für den European Identity Award 2010 gab es eine noch sehr viel höhere Zahl von Nominierungen als in den vergangenen Jahren. Die Vielzahl der Nominierungen und ihre Qualität zeigen nach Ansicht des Veranstalters den stark gewachsenen Reifegrad von Umsetzungen im Bereich IAM und GRC. Auffällig ist die stark gestiegene Zahl von Lösungen, die von Hosting-Dienstleistern betrieben oder als Cloud Service umgesetzt sind. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung von Kuppinger Cole in den kommenden Jahren fortsetzen.

Kategorie „Beste Innovation“

In der Kategorie „Beste Innovation“ geht der Preis gemeinsam an Microsoft und IBM für die Lösungen U-Prove beziehungsweise Idemix. Diese beiden Lösungsansätze haben nach Ansicht von Kuppinger Cole eine wegweisende Bedeutung für den Schutz von identitätsbezogenen Informationen, weil sie es ermöglichen, ein Minimum an Informationen weiterzugeben und damit personenbezogene Informationen besser zu schützen. Sie sind damit eine wichtige Basis für den Schutz personenbezogener Daten in der Zukunft des Internet. Ein weiterer Preis in dieser Kategorie geht an Wipro Technologies für ihre auf Novell-Software basierende Appliance-Lösung für IAM, bei der alle Komponenten standardisiert zusammen mit der Hardware und mit optimierten Konfigurationsprozessen eingeführt werden.

Kategorie „Bestes internes Projekt“

In der Kategorie „Bestes internes Projekt“ wurden drei Projekte als Preisträger ausgewählt. Ein Award geht an die türkische Sekerbank T.A.S für ihre gemeinsam mit Smartsoft und Oracle umgesetzte Lösung für eine risikobasierende Authentifizierung und Autorisierung, die dabei neuronale Netzwerke nutzt. Ein weiterer Preis geht an die Stadtwerke Hannover, deren auf dem Produkt von Völcker Informatik basierendes IAM-Projekt sich durch eine ITIL-Integration und weitere Schnittstellen zu Service- und Konfigurationsmanagement auszeichnet. Schließlich wird noch die Schenker Deutschland AG ausgezeichnet, deren von ic-Consult umgesetztes Projekt unter Verwendung von IBM-Technologie sich insbesondere durch einen innovativen, konsistenten Web Service Layer auszeichnet.

Kategorie „Bestes Projekt im Bereich B2C“

In der Kategorie „Bestes Projekt im Bereich B2C“ werden drei Projekte ausgezeichnet. Ein Preis geht an die University of Washington für die gemeinsam mit Microsoft umgesetzte Lösung für die Identity Federation-Dienste im Bereich Forsche und Lehre, die dort als Teil von Microsoft Live@Edu eingeführt werden. Ein weiterer Preis geht an die Catholic University of Leuven (K.U.L.), die zusammen mit Novell eingeführte Lösung für das Identitätsmanagement von Studenten und anderen Personengruppen, bei dem eine enge SAP-Integration und die Umsetzung von Compliance-Vorschriften besondere Bedeutung hatten. Schließlich erhält die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) einen Award für die gemeinsam mit Devoteam Danet eingeführte einfache Lösung für die starke Authentifizierung.

Kategorie „Bestes Projekt im Bereich B2B“

In der Kategorie „Bestes Projekt im Bereich B2B“ gibt es ebenfalls drei Preisträger. Ein Preis geht an BMW für die von Logica mit Technologie von Omada und Microsoft umgesetzte Identity Management-Implementierung, bei der auch mehr als 100.000 Händler und andere externe Nutzer angebunden sind. Damit wurden verschiedene Altsysteme ersetzt. Eine weitere Auszeichnung geht an Thomson Reuters für die auf der Microsoft Windows Identity Foundation basierende Lösung, die eine einfache und sichere Anbindung von Kunden an einen Anwendungsdienst ermöglicht. Schließlich geht in dieser Kategorie noch ein Preis an die Finnish State Railways Group für ihre mit Hilfe von RM5 Software umgesetzte Lösung für das konsistente Autorisierungsmanagement über verschiedene Organisationen hinweg.

Kategorie „Bestes IAM-Projekt mit Cloud/MSP-Service“

In der Kategorie „Bestes IAM-Projekt mit Cloud/MSP-Service“ wurden Projekte ausgezeichnet, die von einem Hoster oder als Multi-Client Cloud Service betrieben werden. Ein Award geht hier an Orange-FT Group in Frankreich für ihre innovative Lösung für die Authentifizierung vieler Identitäts- und Dienstanbieter in föderierten Umgebungen. Ein Award geht an BasisOne, einen südafrikanischen Hosting-Dienstleister aus dem SAP-Umfeld, der diese Infrastruktur mit Novell-IAM-Technologie abgesichert hat. Schließlich geht noch ein Award an die italienische Piaggio Group für ihre gehostete IAM-Lösung auf Basis von Technologie von Engiweb, die sich insbesondere durch eine starke Orientierung an konzernweiten, definierten Geschäftsprozessen auszeichnet.

Kategorie „Bestes Projekt im Bereich eGovernment/eHealth“

In der Kategorie „Bestes Projekt im Bereich eGovernment/eHealth“ geht ein Award an das Klinikum der Universität München für das mit Siemens durchgeführte Projekt im Bereich der Authentifizierung und Autorisierung für Zugriffe in den internen IT-Systemen, das insbesondere durch sein schlankes, effizientes Autorisierungsmodell besticht.

Der aus Sicht von Kuppinger Cole in diesem Jahr wichtigste Award gehört ebenfalls zur Kategorie „Bestes Projekt im Bereich eGovernment/eHealth“ und geht an das Bundesministerium des Inneren (BMI) für den neuen Personalausweis (nPA), der ab November 2010 eingeführt werden wird und sich derzeit im Anwendungstest befindet. Kuppinger Cole geht davon aus, dass der nPA erhebliche Bedeutung als Instrument für die starke Authentifizierung von Endanwendern erlangen wird und würdigt mit der Preisverleihung zudem das innovative und technisch durchdachte Konzept, das insbesondere auch Datenschutzbelangen in hervorragender Weise Rechnung trägt.

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