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Die interne Logik von Flash-Speichern macht Datenrettern viel Arbeit

Die Datenrettung von SSDs ist theoretisch möglich

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Erst nach erfolgreicher Analyse ist es mit spezieller, eigenentwickelter Software möglich, die Rekonstruktion der Daten zu beginnen und die vom Kunden benötigten Zieldaten wiederherzustellen. Dass CBL hierbei sehr erfolgreich ist, zeigte der Bad_CTX Bug der Intel-320iger-Serie. Dem Datenretter war es möglich, die Speicherchips an der Firmware des Controllers vorbei anzusprechen, um zu guter Letzt die Daten wiederherzustellen.

Unrettbar verloren

Der Ausfall des Controller-Chips ist eine häufige Ursache für Datenverlust, doch generell gibt es gute Chancen, die Daten trotzdem zu rekonstruieren – mit einer wichtigen Ausnahme: Die Sandforce-Chipsätze der Serien SF-1500 und SF-2000, insbesondere der SF-2281, sind dafür berüchtigt, mit ihrer Hardware-Verschlüsselung Probleme zu verursachen.

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Besonders bedenklich aus Sicht der Datenrettungsbranche: Offensichtlich werden hier die Daten auch verschlüsselt, wenn der Benutzer kein Passwort setzt. Verschiedenste SSD-Hersteller verwenden die Controller von Sandforce (seit 2012 im Besitz der Flash Components Division von LSI). So sind zum Beispiel Daten von SSDs wie OCZ Technology Vertex 3.20 oder Kingston Hyper X bei defektem Controller nach aktuellem Stand der Technik nicht wiederherstellbar.

Bezahlt wird nur bei Datenrettung

Ob die Schnittstelle einer SSD PCIe oder SATA ist, stellt für die Datenrettung keinen Unterschied dar. Die PCIe-SSDs bestehen meist aus mehreren SSDs im Verbund, es handelt sich hierbei also gewissermaßen um RAID-Systeme auf einer Platine. Dies erhöht den Aufwand der Datenrettung.

Wie bei anderen Speichertechnologien ist auch bei SSDs jeder Datenverlustfall einzigartig, so kann im Vorfeld keine positive Prognose abgegeben werden. CBL Datenrettung führt daher immer erst eine kostenlose Diagnose durch und stellt nur dann eine Rechnung, wenn die Zieldaten des Kunden wiederhergestellt wurden. Die nach Aufwand berechneten Preise für die Datenrettung einer einzelnen SSD bewegen sich derzeit meist im Bereich zwischen 1.000 und 4.000 Euro.

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