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Cyber-Kriminelle bilden eine aktive Community

Die eCrime-Szene und ihre Untergrund-Foren

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Nicht genug damit, dass sich in solchen Foren Anleitungen zum Hacken von Webservern finden. Nutzer werden auch dazu animiert, aktiv zu werden und zu hacken. Bestes Beispiel hierfür ist ein Jugendlicher, der in nur 90 Tagen 259 Firmen-Webseiten kompromittieren konnte.

Die Motivation war hierbei jedoch nicht finanzieller Natur, sondern der Wunsch nach Anerkennung. So wurden erfolgreiche Hacks in dem Forum, dem der 15-Jährige angehörte, als Punkte dem Account angerechnet und dienten somit einem Ranking. Als Neuling angemeldet schaffte er es, dank seines Erfolgs in nur 90 Tagen zu den besten 50 Nutzern von ungefähr 2000 zu gehören.

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Es kommt auch vor, dass innerhalb solcher Interessengruppen es Absprachen zu einem Distributed Denial of Service gegen eine Webseite kommt, die vorher erpresst wurden. Die Phasen eines solchen Angriffs sind sehr anschaulich in dem Report "Anatomy of an Anonymous Attack", des Datensicherheits-Spezialisten Imperva dargestellt.

Qualitätssicherung

Um möglichst viele Nutzer anzuziehen sind die Forenbetreiber stets bemüht, Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten und ihre Qualität zu erhöhen. So gibt es in einigen Foren ein Trust-System. Hierfür wird beispielsweise ein ausgewählter Kreis an Nutzern damit beauftragt, Anleitungen auf die versprochene Funktionalität hin zu prüfen. Solche verifizierten Anleitungen werden dann mit dem Prädikat "trusted" verkauft.

Einige Foren-Betreiber bieten gar einen Treuhand-Service an, bei dem das Geld zwischengeparkt wird, bis die Ware beim Käufer angekommen ist. Spätestens hier wird ersichtlich, dass es sich ein um sehr professionelles Vorgehen handelt.

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