Ransomware Fasana stellt Insolvenzantrag nach Cyberangriff

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Der Serviettenhersteller Fasana erlitt einen Ransomware-Angriff. Weil daraufhin nicht mehr produziert werden konnte, meldete das Unternehmen Insolvenz an. Fasana sucht nun nach einem Käufer, damit die rund 240 Stellen gerettet werden können.

Nachdem ein Ransomware-Angriff die IT-Systeme und somit auch die Produktion lahmlegte, sucht Fasana nun nach einem Käufer.(Bild: ©  Coloures-Pic - stock.adobe.com)
Nachdem ein Ransomware-Angriff die IT-Systeme und somit auch die Produktion lahmlegte, sucht Fasana nun nach einem Käufer.
(Bild: © Coloures-Pic - stock.adobe.com)

Am 19. Mai 2025 funktionierte in der Papierserviettenfabrik Fasana aus Euskirchen nichts mehr. Sämtliche Drucker hätten nur noch ein Erpresserschreiben geliefert, anstelle der angeforderten Dokumente, wie die Kölnisch Rundschau berichtete. Sämtliche Lapotps und PC seien plötzlich nutzlos gewesen, die Produktion habe infolge eines Cyberangriffs still gestanden. Nur Aufträge, die noch in den Druckmaschinen gespeichert gewesen seien, hätten noch ausgeführt werden können.

Finanziell motivierter Cyberangriff

Aus dem Erpresserschreiben sei deutlich geworden, dass es sich bei dem Ransomware-Angriff um eine rein finanziell motivierte Attacke gehandelt habe. Fasana könne Kontakt mit den Erpressern über das Darknet aufnehmen. Daraufhin habe das Unternehmen etwa 190 Endgeräte offline genommen, gescannt und alle Programme neu aufgespielt. Man habe mit externen IT-Experten zusammengearbeitet, um eine alternative Kommunikation sicherzustellen und auch die Produktion möglichst schnell wieder beginnen zu können.

Zukunftspläne zerstört

Doch so einfach war es nicht. Die Auswirkungen der Ransomware-Attacke seien gravierend gewesen. Denn die Produktion sei ausgeblieben, was sich sich auf den Umsatz ausgewirkt habe, was wiederum zur Zahlungsunfähigkeit des Herstellers aus NRW geführt habe. Für die 240 Mitarbeitenden habe dies zudem bedeutet, dass ihr Mai-Gehalt nicht pünktlich gezahlt werden könne. Zum 1. Juni 2025 habe Fasana einen Insolvenzantrag gestellt. Statt der üblichen zwölf Wochen, habe das Unternehmen aufgrund des Zahlungsverzugs nun nur noch acht Wochen Zeit, einen Käufer zu finden, damit die Stellen erhalten bleiben können. Somit könnte es um die Pläne des Herstellers, seine Produktionskapazitäten weiter auszubauen und seine Marktpräsenz zu stärken, schlecht stehen. Dies kündigte Fasana noch im März an, gemeinsam mit der Bekanntgabe, dass die Investmentgesellschaft Powerparc das Unternehmen übernommen hat. Somit muss Powerparc nun die finanziellen Folgen übernehmen und einen Käufer finden.

Der Rundschau zufolge sei Fasana auch drei Wochen nach dem Cyberangriff nicht wieder in der Lage, alle Computerprogramme zu nutzen, dafür könne langsam wieder mit der Produktion der Servietten begonnen werden. Ob sich das Unternehmen bei den Erpressern gemeldet hat, ist nicht bekannt. Es habe jedoch Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

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