Bequem = unsicher! Fünf Tipps für das perfekte Passwort

Von Benjamin Richter

Jeder ist heute auf Plattformen, Websites und Portalen angemeldet, für die es Passwörter und Zugangsdaten braucht. Sowohl geschäftliche Dinge als auch private Inhalte sollten per Passwort geschützt werden. Aber auch Geräte wie das Handy oder der Laptop sind dadurch geschützt. Leider ist dieser Schutz nicht immer optimal und viele Menschen unterschätzen die Gefahr, die von potentiellen Eindringlingen ausgehen kann.

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Gerade beim Thema Passwörter sind viele Menschen immer noch zu bequem und sich nicht im Klaren darüber, wie leichtfertig sie mit ihrer Sicherheit und ihrem Schutz umgehen.
Gerade beim Thema Passwörter sind viele Menschen immer noch zu bequem und sich nicht im Klaren darüber, wie leichtfertig sie mit ihrer Sicherheit und ihrem Schutz umgehen.
(Bild: Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com)

Allzu sorglos sollte man mit den Passwörtern nicht umgehen und sich ausreichend Gedanken darüber machen, wie man einfache Fehler und vermeidbare Wörter ohne große Probleme umgehen kann. Damit ab heute jeder das perfekte Passwort für sich finden kann, zeigen wir anhand von fünf Tipps, wie die richtige Wahl für ein Passwort gelingt.

Logische Zahlen- und Buchstabenfolgen sind absolut tabu

Auch wenn man es kaum glauben mag - die meisten Deutschen benutzen immer noch Zahlenfolgen wie "123456" oder Buchstabenkombinationen wie "abcdefgh" und "qwertz", um ihre Geräte und Accounts zu schützen. Dieser Schutz ist so wirksam wie ein Regenschirm in einem Orkan, jeder Hacker und sogar ein Teenager, der etwas zu neugierig ist, kann sich damit Zugang bei Ihnen verschaffen. Ein bisschen mehr Kreativität und Mühe muss schon her, wenn man sich mit einem Passwort schützen will. Die genannten Wörter sollten schleunigst überarbeitet und nie mehr benutzt werden.

Persönliche Informationen dürfen in kein Passwort einfließen

Ebenfalls beliebt ist die Verwendung von Namen, Namen von Freunden, Haustieren oder Verwandten, wenn man sich ein Passwort gut merken können will. Darauf sollte aber ebenfalls verzichtet werden, da diese Informationen mitunter sehr einfach über Melderegister, Telefonbücher, Social Media und andere Quellen herauszufinden sind. Gerade die eigene Internetaktivität stellt hier einen großen Stolperstein dar, da die meisten Menschen diese Informationen schon einmal auf Internetseiten geteilt und selbst veröffentlicht haben. Hacker können sich zudem beim Arbeitgeber oder bei der Stadtverwaltung einloggen, wenn sie an diese Daten gelangen wollen. Die Passwörter sollten also nie mit diesen Namen und eventuellen Geburtstagszahlen in Verbindung stehen.

Lang ist immer die höhere Sicherheitsstufe

Für seine Passwörter sollte man sich immer mehr Buchstaben und Zahlen überlegen als nur vier oder fünf. Denn je mehr davon ein Wort beinhaltet, desto sicherer und schwieriger zu knacken ist es. Jede einzelne Stelle, die mehr dazu kommt, vervielfacht die Kombinationsmöglichkeiten immens und macht es einem Hacker oder Unbefugten schwerer, die richtige Kombination herauszufinden. Zudem bietet es sich an, Wörter aus anderen Sprachen mit einzubauen und auch die Sonderzeichen zu berücksichtigen.

Jedes Konto mit einem anderen Passwort sichern

Auch hier kann man schnell zum Opfer der eigenen Bequemlichkeit werden. Wer überall auf das gleiche Passwort setzt, liefert sich im Falle eines Knackens komplett aus. Der Unbefugte hat nun freie Bahn und kann sich alles von Ihnen ohne große Probleme verschaffen und aneignen. Auch wenn es schwer fällt - für jedes Konto und jedes Profil sollte man sich die Mühe machen und immer ein anderes Passwort benutzen.

Abwechslung und regelmäßiger Austausch

Was viele Firmen sowieso von ihren Angestellten fordern, macht auch für Sie als Einzelperson Sinn. In regelmäßigen Abständen, spätestens alle drei Monate, sollte man die Passwörter austauschen und durch neue ersetzen. Je kürzer die Abstände sind, desto höher ist natürlich die erreichte Sicherheitsstufe. Damit man nicht immer komplett neue Wörter erfinden muss, kann man die bestehenden auch mit einem eigenen Code, den man selbst entwickelt hat, modifizieren. Dabei bietet sich zum Beispiel an, einen Vokal immer mit dem nächstfolgenden Konsonanten aus dem Alphabet zu ersetzen und so weiter.

Ein Fazit

Gerade beim Thema Passwörter sind viele Menschen leider immer noch zu bequem und sich nicht im Klaren darüber, wie leichtfertig sie mit ihrer Sicherheit und ihrem Schutz umgehen. Da man seine Haustüre ja auch nicht offenstehen lässt, sollte man auch beim Thema Passwörter auf Nummer sicher gehen und den Hackern nicht zu einfach Tür und Tor öffnen. Mit diesen Tipps gelingt Ihnen das ab heute und Sie schieben möglichen Spähangriffen einen Riegel vor.

Über den Autor: Informationssicherheit und Datenschutz begleiten Benjamin Richter seit über 15 Jahren. Seine Anfänge machte er in der Netzwerktechnik und später als IT-Projektleiter für verschiedene Plattformen und Applikationen der T-Systems. Als Geschäftsführer der Digital Compliant GmbH ist er als Berater, Auditor und Trainer für Großunternehmen und Konzerne tätig. Sein Spielfeld ist die ISO27001 und DSGVO gepaart mit Spezialisierungen auf die Bereiche Automotive (TISAX) und Energiemanagement (Smart Meter Gateway). In seiner Freizeit setzt er sich mit der philosophischen Frage auseinander, wie weit eine Gesellschaft im Bereich Künstliche Intelligenz gehen darf und sollte.

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