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3. SIEM-Lösungen sind kostspielig
Neben der intensiven Arbeitszeit sind die Lizenzierungskosten erst der Anfang. Da bei SIEM-Lösungen praktisch nichts direkt „out of the box“ funktioniert, sind Unternehmen wahrscheinlich darauf angewiesen, auf teure Consultants und Architekten zurückzugreifen.
Sie kümmern sich z.B. um Design und Implementierung der Integration, das „Fein-Tuning“ der Datenquellen sowie das Planen der Importe aller externen Datenquellen. Zudem empfiehlt sich, dass die Spezialisten ebenfalls die Regeln zur Korrelation von Ereignissen („event correlation rules“) einrichten, sodass sie die Anforderungen und Security-Prioritäten eines einzelnen Unternehmens erfüllen und Alarme damit individuell relevant sind.
Hinsichtlich der Investitionen ist festzuhalten, dass Consulting-Gebühren oftmals die Lizenzierungskosten der Software überschreiten. Daher sollten Unternehmen in etwa mit den doppelten Kosten der Software rechnen, um letztlich aussagekräftige Informationen mittels ihres SIEM-Systems zu erhalten. Die obige Tabelle lässt sich nun noch um die Lizenzierungskosten erweitern.

4. Das SIEM schlägt zu oft Alarm
Hinsichtlich Warnmeldungen bedeutet „mehr“ nicht gleichzeitig auch „besser“. Typischerweise geben nicht individuell konfigurierte SIEM-Systeme Fehlalarme in Bezug auf Dinge ab, die ein Unternehmen als nicht relevant oder wichtig einstuft. Wenn plötzlich alles die Aufmerksamkeit des IT-Administrators verlangt, wird nichts sie wirklich erlangen. Stattdessen sollten SIEM-Lösungen erst Warnmeldungen ausgeben, sobald es tatsächlich nötig ist, Maßnahmen zu ergreifen.
Davon abgesehen fehlt bei dieser Art von Alarmen meist die nötige „Intelligence Security“, die die Analysten jedoch benötigen, um adäquat reagieren und den Vorgang untersuchen zu können. Es ist nicht hilfreich, dass das Personal weiß, dass etwas vorgefallen ist, ohne jedoch zu wissen, wie es handeln soll. Professionelle SIEM-Lösungen sollten daher vorschlagen, was wie zu tun ist und warum dies von Bedeutung ist.
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