BlackBerry Global Threat Intelligence Repor Q1-2024 Enormer Anstieg von Cyber­angriffen mit neuartiger Malware

Ein Gastbeitrag von Ulf Baltin 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Blick auf die weltweite Cybersicherheit offenbart eine beunruhigende Lage. Bedrohungsakteure finden immer neue Angriffswege und sind überaus aktiv. Das zeigt die neue Ausgabe des Global Threat Intelligence Reports von BlackBerry.

Die aktuelle Bedrohungslage kann überwältigend erscheinen. Hier kommt der Report von BlackBerry ins Spiel. Er gibt einen Überblick darüber, worauf Bedrohungsakteure abzielen, wie sie vorgehen und was in den kommenden Monaten zu erwarten ist. Das versetzt Verteidiger in die Lage, frühzeitig die richtigen Maßnahmen zu treffen und Angreifern immer einen Schritt voraus zu sein.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die aktuelle Bedrohungslage kann überwältigend erscheinen. Hier kommt der Report von BlackBerry ins Spiel. Er gibt einen Überblick darüber, worauf Bedrohungsakteure abzielen, wie sie vorgehen und was in den kommenden Monaten zu erwarten ist. Das versetzt Verteidiger in die Lage, frühzeitig die richtigen Maßnahmen zu treffen und Angreifern immer einen Schritt voraus zu sein.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im ersten Quartal 2024 haben die Sicherheitslösungen von BlackBerry insgesamt 3,1 Millionen Cyberangriffe (37.000 pro Tag) erkannt und abgewehrt. Außerdem nahm die Zahl der Cyberangriffe mit neuartiger Malware pro Minute enorm zu. Im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum verzeichnet BlackBerry eine Steigerung von 40 Prozent. Das entspricht durchschnittlich 5,2 einzigartigen Malware-Samples pro Minute beziehungsweise 7.500 pro Tag, die sich gegen die Kunden von BlackBerry richteten.

Hauptziel der Bedrohungsakteure

Wie aus dem neuen Global Threat Intelligence Report von BlackBerry hervorgeht, sind weltweit vor allem die USA von Cyberangriffen betroffen. Von den erfassten Angriffen im aktuellen Berichtszeitraum waren 82 Prozent auf das Land USA gerichtet. Interessant dabei: 54 Prozent dieser Angriffe enthielten neue Malware – ein deutlicher Beleg für die Innovationsfähigkeit der Cyberkriminellen.

Große Gefahr für kritische Infrastrukturen und Privatunternehmen

Oft nehmen Bedrohungsakteure kritische Infrastrukturen ins Visier. Sie traf mehr als die Hälfte (60 Prozent) der erfassten Cyberangriffe. Allein 40 Prozent dieser Angriffe entfielen auf den Finanzsektor.

Zugleich nimmt die Bedrohung für Privatunternehmen zu. Rund 36 Prozent aller erfassten Cyberangriffe zielten auf sie ab, eine Steigerung von drei Prozent gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum. Hinzu kommt ein Anstieg von zehn Prozent bei Fällen mit neuer Malware. Unternehmen bleiben demnach ein interessantes Ziel für Cyberkriminelle, die immer raffinierter vorgehen und häufig Social Engineering einsetzen, um an Zugangsdaten von Accounts zu gelangen und Malware zu verbreiten.

Bestehende Einfallstore und Methoden

Der Report hebt auch die Bedeutung von Common Vulnerabilities and Exposures (CVE) hervor, einem standardisierten System zur Identifizierung, Katalogisierung und Bekanntmachung von Sicherheitslücken und -risiken. Von den 8.900 gemeldeten CVE im aktuellen Berichtszeitraum wurden 56 Prozent mit einem hohen Schweregrad von sieben (bei einem Maximum von zehn) eingestuft. Gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum entspricht das einer Steigerung von drei Prozent. Diese Sicherheitslücken und -risiken nutzen Bedrohungsakteure schnell mit allen Varianten von Malware aus – besonders mit Ransomware und Infostealern. Das unterstreicht die Dringlichkeit, Sicherheitslücken zeitnah zu schließen und Risken vorzubeugen. Trotz Takedowns richten gerade Ransomware-Gruppen weiterhin Chaos an. LockBit, Hunters International und 8Base wurden als die drei momentan weltweit aktivsten Gruppen identifiziert.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Auch in Zukunft ergreifen Bedrohungsakteure umfassende Maßnahmen, um potenzielle Opfer gezielt anzugreifen. Die Zunahme neuer Ransomware und Infostealer deutet darauf hin, dass private Daten weiterhin sehr begehrt bleiben, wobei Sektoren wie das Gesundheitswesen und die Finanzdienstleistungsbranche zu den Top-Zielen gehören werden. Die politisch aufgeladene Situation weltweit verstärkt die Bedrohungen zusätzlich. Von der russischen Invasion in der Ukraine über die andauernden Konflikte im Nahen Osten bis hin zu wichtigen Wahlen in aller Welt – viele verschiedene Faktoren wirken sich auf die Ziele und Methoden von Cyberkriminellen aus.

Über den Autor: Ulf Baltin ist Managing Director DACH bei BlackBerry.

(ID:50088453)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung