Speicherfehler Google stopft 3 kritische Sicherheitslücken in Chrome

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Google hat ein Stable-Update für Chrome veröffentlicht und damit zehn Sicherheitslücken geschlossen, darunter drei kritische in Grafik­kom­po­nen­ten. Nutzer erhalten Updates auf Version 145.0.7632.159 in der Regel auto­ma­tisch.

Bei erfolgreicher Ausnutzung können Angreifer Speicherfehler in Chrome ausnutzen und dadurch potenziell Daten aus dem Speicher auslesen oder im schlimmsten Fall Schadcode auf dem System ausführen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Bei erfolgreicher Ausnutzung können Angreifer Speicherfehler in Chrome ausnutzen und dadurch potenziell Daten aus dem Speicher auslesen oder im schlimmsten Fall Schadcode auf dem System ausführen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Google hat mit einem Stable Channel Update Patches für zehn Chrome-Sicherheitslücken geliefert, darunter drei kritische.

Die Datenbanken von Mitre, der European Union und Nist haben bisher noch keine CVSS-Scores oder EPSS-Scores* vergeben. Google selbst stuft diese drei Schwachstellen als kritisch ein: EUVD-2026-9484 / CVE-2026-3536, EUVD-2026-9485 / CVE-2026-3537 und EUVD­2026­9486 / CVE-2026-3538. Sofern die automatischen Updates nicht deaktiviert sind, erhalten Chrome-User die Updates automatisch.

EUVD-2026-9484 / CVE-2026-3536

EUVD-2026-9484 / CVE-2026-3536 beschreibt einen Integer-Überlauf in ANGLE (Almost Native Graphics Layer Engine) in Chrome. Dies bedeutet, dass bei bestimmten Berechnungen Zah­len­wer­te „überlaufen“ und dadurch falsche Speichergrößen oder Offsets entstehen können, was in der Folge zu Abstürzen oder sicherheitsrelevanten Speicherfehlern führen kann. Betroffen sind Versionen des Webbrowsers vor 145.0.7632.159.

EUVD-2026-9485 / CVE-2026-3537

Ein Problem im Objektlebenszyklus von PowerVR in Chrome unter Android vor Version 145.0.7632.159 könnte es einem Angreifer, der EUVD-2026-9485 / CVE-2026-3537 erfolgreich ausnutzt, ermöglichen, unzulässigen Heap-Speicherzugriff über eine manipulierte HTML-Seite zu erlangen. Der Fehler liegt darin, dass Objekte im PowerVR‑Grafiktreiber beziehungsweise in der zugehörigen Grafikverarbeitung nicht korrekt verwaltet werden.

EUVD-2026-9486 / CVE-2026-3538

Ein weiterer Integer-Überlauf gefährdete Chrome-User. Skia ist eine von Google entwickelte Open-Source-2D-Grafikbibliothek, die in Chrome, Android und anderen Plattformen für die Grafikausgabe genutzt wird. Die Schwachstelle EUVD-2026-9486 / CVE-2026-3538 konnte potenziell unzulässige Speicherzugriffe ermöglichen und damit Datenabfluss oder im schlimms­ten Fall Codeausführung begünstigen. Auch hier sind alle Versionen vor 145.0.7632.159 betroffen.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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