World Backup Day 2023 „Hacker haben es gezielt auf Backups abgesehen“

Ein Gastbeitrag von Markus Grau* 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Daten sind ein wertvolles und sensibles Gut, ob im öffentlichen Sektor, im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen oder in anderen Branchen. Angesichts des am am 31. März begangenen weltweiten Tags des Backups rückt die Datensicherungsstrategie in den Vordergrund. Behörden, Institutionen und Unternehmen können es sich jedoch nicht leisten, nur an diesem einen Tag im Jahr über Datensicherung nachzudenken.

Backupdaten sind mittlerweile das vorrangige Ziel der Cyberkriminellen.(Bild:  Sergey Nivens - stock.adobe.com)
Backupdaten sind mittlerweile das vorrangige Ziel der Cyberkriminellen.
(Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Ransomware wird Unternehmen auch in diesem Jahr plagen, und es gibt keinen Platz für eine „Das wird uns schon nicht passieren“-Denkweise. Führungskräfte müssen an das Worst-Case-Szenario denken und in ihren Plänen proaktiv und nicht reaktiv sein. Während Backup-Systeme in der Vergangenheit eine Versicherungspolice gegen Angriffe darstellten, haben es Hacker jetzt auch gezielt auf die Backups abgesehen. Sobald ein Angreifer in die Systeme eines Unternehmens eingedrungen ist, wird er versuchen, Zugangsdaten zu finden, um die Backups unbrauchbar zu machen. Dadurch wird die Wiederherstellung schwieriger, zeitaufwändiger und potenziell teurer.

Unternehmen brauchen eine zweigleisige Strategie: fortschrittliche, unveränderliche Kopien ihrer Daten und die Fähigkeit, diese nicht nur schnell zu sichern, sondern auch schnell und in großem Umfang wiederherzustellen. Unveränderliche Kopien sind geschützt, da sie nicht gelöscht, geändert oder verschlüsselt werden können, selbst wenn ein Angreifer Zugang zu sensiblen Daten erhält. Sie lassen sich auch relativ leicht wiederherstellen, aber je nach vorliegender Infrastruktur ist dies möglicherweise keine praktikable Option. So können herkömmliche band- oder plattenbasierte Sicherungen nur etwa ein bis zwei Terabyte pro Stunde wiederherstellen.

Das reicht für die meisten Unternehmen nicht aus, da damit stunden- oder tagelangen Ausfallzeiten verbunden wären. Gerade für größere Unternehmen kann dies einen unermesslichen finanziellen Schaden und Reputationsverlust bedeuten. Einige Flash-basierte Lösungen bieten jedoch Geschwindigkeiten von bis zu 270 TB pro Stunde. Diese hohen Wiederherstellungsleistungen sind erforderlich, um ein größeres Unternehmen mit minimalen negativen Auswirkungen wieder zum Laufen zu bringen.

Zu guter Letzt sollten sich die Unternehmen einen Überblick über ihre Daten verschaffen und wissen, welche internen und externen Richtlinien für deren Aufbewahrung gelten. Sie sollten Richtlinien aufstellen, die einen Endzustand „Alles für immer speichern“ vermeiden, und sicherstellen, dass die Richtlinien eingehalten werden. Außerdem sollten sie sicherstellen, dass die Backup- und Wiederherstellungsleistung mit der Menge der zu schützenden Daten wächst. Nur so können Unternehmen Backups für Wiederherstellungszwecke, zur Einhaltung von Regulierungsvorschriften und gesetzlichen Vorgaben sowie zur Eindämmung von Ransomware aufrechterhalten. Dies gilt insbesondere, wenn die Datensätze in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer größer werden, insbesondere bei unstrukturierten Daten.

Mit einer Cybersicherheitsstrategie, die sich auf unveränderliche Kopien und eine skalierbare Lösung zur schnellen Wiederherstellung stützt, kann die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff von mehreren Wochen auf nur wenige Stunden verkürzt werden. Dadurch lassen sich die Auswirkungen auf Benutzer und Kunden sowie der potenzielle Imageschaden, der durch einen längeren Ausfall entsteht, minimieren.

Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage(Bild:  Pure Storage)
Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage
(Bild: Pure Storage)

Ein Beispiel aus der Praxis für ein Unternehmen, das dies mit großem Erfolg getan hat, ist der britische Kfz-Versicherer Admiral. Um der Bedrohung durch Ransomware und möglichen Geschäftsunterbrechungen zu begegnen, entschied sich Admiral für Pure Storage FlashBlade mit SafeMode und Veeam. Früher dauerte es etwa 30 Stunden, um die Oracle-Datenbanken zu sichern, die die Grundlage für die wichtigen Richtlinien- und Abrechnungsfunktionen von Admiral bildeten. Jetzt dauert derselbe Prozess weniger als 40 Minuten. Dies entspricht dem von Admiral festgelegten Zielstandard für den Wiederherstellungspunkt, um die Compliance zu gewährleisten, so dass das Unternehmen 365 Tage im Jahr beruhigt sein kann.

* Der Autor: Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage

Aktuelles eBook

Disaster Recovery – Konzepte für den Daten-Notfall

eBook Disaster Recovery
eBook „Disaster Recovery“
(Bild: Storage-Insider)

Ransomware-Attacken bedrohen die gesamte IT und speziell die gespeicherten Daten in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Um den Angriffen der Cyberkriminellen zu begegnen, benötigen Unternehmen eine funktionierende Disaster-Recovery-Strategie. Unser neues eBook erläutert DR-Strategien – inklusive unterschiedlicher DR-Pläne, unerlässlicher DR-Tests und DR-as-a-Service.

Die Themen im Überblick:

  • So funktioniert Disaster Recovery
  • Was ist ein DR-Plan?
  • Disaster-Recovery-Test
  • Disaster-Recovery-as-a-Service

(ID:49317044)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung