Italien Ausweisdaten von Zehntausenden Urlaubern geklaut

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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In Italien dringt eine Hackergruppe in die Buchungssysteme von Hotels ein. Jetzt kursieren die Daten von Gästen im Darknet. Betroffen ist auch ein Hotel auf Mallorca.

Für 800 bis 10.000 Euro werden Ausweisdokumente von Gästen italienischer Hotels infolge eines Cyberangriffs derzeit im Darknet angeboten.(Bild: ©  Apichat - stock.adobe.com)
Für 800 bis 10.000 Euro werden Ausweisdokumente von Gästen italienischer Hotels infolge eines Cyberangriffs derzeit im Darknet angeboten.
(Bild: © Apichat - stock.adobe.com)

Aus italienischen Hotels sind die Daten mehrerer Zehntausend Urlauber über die Ausweispa­piere, die man bei der Anmeldung abgeben muss, in den Besitz einer kriminellen Hackergruppe gelangt. Die Gruppe namens Mydocs bietet seit einigen Tagen etwa 70.000 Dokumente im Internet zum Kauf an, wie die Polizei mitteilte. Betroffen sind Hotels der oberen Preisklasse in Städten wie Venedig und Triest sowie auf der Insel Capri. Auch auf der spanischen Insel Mallorca sollen in einem Luxushotel Dokumente abgegriffen worden sein.

Reisedaten für Tausende Euro im Darknet

Nach Angaben der italienischen Polizei drangen die Hacker seit Juni illegal in die Buchungs­systeme verschiedener Hotels ein. Damit kamen sie in den Besitz hochauflösender Scans von Reisepässen, Personalausweisen und anderen Ausweisdokumenten, die von Urlaubern und Geschäftsleuten an der Rezeption verwendet wurden. Der staatlichen Agentur für Digitales Italien (Agid) zufolge werden sie nun verpixelt im Darknet zum Kauf angeboten, zu Preisen zwischen 800 und 10.000 Euro.

Hotels nutzen Computersysteme zur automatisierten Digitalisierung

Nach einem Bericht der Tageszeitung „Corriere del Veneto“ ist von dem Datendiebstahl unter anderem das Vier-Sterne-Hotel „Ca' dei Conti“ in Venedig betroffen. Allein dort sollen 38.000 Dokumente abgegriffen worden sein. In Italien muss man sich bei der Anmeldung im Hotel mit Ausweispapieren anmelden, die dann in der Regel an der Rezeption kopiert werden. Dabei nutzen viele Herbergen inzwischen Computersysteme zur automatisierten Digitalisierung.

Nach Angaben der Polizei brachten die Hacker auch Daten ausländischer Hotelgäste in ihren Besitz. Zur Nationalität der Betroffenen äußerten sich die Behörden nicht näher.

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