QRadar Kritische Sicherheitslücke in IBMs SIEM

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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IBM schließt drei Sicherheitslücken in seiner Security-Information-and-Event-Management-Plattform QRadar. Eine der Schwachstellen ist kritisch und sollte sofort behoben werden, da Cyberangreifer ansonsten bösartige Befehle ausführen könnten.

Ein SIEM sammelt, korreliert und analysiert sicherheitsrelevante Log- und Event-Daten aus verschiedenen Quellen, um Bedrohunge frühzeitig zu erkennen. Nun könnten Sicherheitslücken in IBMs SIEM QRadar selbst zum Risiko für Unternehmen werden.(© Sergey Nivens - stock.adobe.com)
Ein SIEM sammelt, korreliert und analysiert sicherheitsrelevante Log- und Event-Daten aus verschiedenen Quellen, um Bedrohunge frühzeitig zu erkennen. Nun könnten Sicherheitslücken in IBMs SIEM QRadar selbst zum Risiko für Unternehmen werden.
(© Sergey Nivens - stock.adobe.com)

In seinem jüngsten Security-Bulletin veröffentlicht IBM Sicherheitsupdates und -hinweise für drei Sicherheitslücken: CVE-2025-36050 (CVSS 6.2), CVE-2025-33121 (CVSS 7.1) und CVE-­2025­33117 (CVSS 9.1). Alle drei betreffen das Security Information and Event Management (SIEM) von IBM „QRadar“.

CVE-2025-33117

Die gefährlichste Schwachstelle der drei ist CVE-2025-33117. Sie hat einen CVSS-Score von 9.1 und ist somit kritisch. Betroffen sind die Versionen 7.5 bis 7.5.0 Update Package 12 Interim Fix 01 von QRadar. CVE-2025-33117 könnte es einem privilegierten Nutzer erlauben, Konfigurations­dateien zu ändern, die wiederum das Hochladen einer schädlichen Autoupdate-Datei zur Ausführung beliebiger Befehle ermöglichen würden.

CVE-2025-33121

Auch CVE-2025-33121 betrifft die QRadar-Versionen 7.5 bis 7.5.0 UP12 IF01 und ist mit einem CVSS-Score von 7.1 mit einer hohen Bedrohlichkeit für die Integrität der betroffenen Systeme eingestuft worden. CVE-2025-33121 basiert auf einem XML-Verarbeitungsfehler (Extensible Markup Language), der die entsprechenden XML-Daten – die unter anderem für die Struktur in der Plattform zuständig sind – anfällig für einen XML-External-Entity-Injection-Angriff (XXE) macht. Dabei schleust ein Angreifer eine manipulierte XML-Datei ein, um über externe Entitäten unerlaubt auf sensible Informationen zuzugreifen.

CVE-2025-36050

Die mit einem mittleren Risiko eingestufte Schwachstelle CVE-2025-36050 hat einen CVSS-Score von 6.2 und betrifft ebenfalls die QRadar-Versionen 7.5 bis 7.5.0 UP12 IF01. Sie ist auf ein fehlerhaftes Design auf Architekturebene zurückzuführen, weshalb es möglich ist, sensible Informationen in Protokolldateien zu speichern, die von lokalen Benutzern gelesen werden könnten.

IBM empfiehlt seinen Kunden, schnellstmöglich auf die neuste Version von QRadar up­zudaten, welche 7.5.0 UP12 IF02 ist. Vor allem die kritische Sicherheitslücke CVE-2025-33117 benötigt dringend Aufmerksamkeit.

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