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Fazit
Eine hundertprozentige Sicherheit bieten Anonymisierungsdienste wie TOR und JAP/Jondo nicht, sie können aber in vielen Fällen für ein ausreichendes Security-Niveau sorgen. Welche Lösung ein Anwender wählt, hängt zum einen von den persönlichen Vorlieben zum anderen von den Anforderungen ab. In vielen Fällen kann es auch sinnvoll sein, beide Dienste parallel auf einem Rechner zu installieren und zu nutzen.
Anwender, die schnell mal einen Blick auf das TOR-Netzwerk werfen möchten, ohne die dazu benötigte Software selbst zu installieren, seien an dieser Stelle auf die Pakete „XB Browser“ und „Opera TOR“ verwiesen, die entsprechende Bundles des Firefox- beziehungsweise des Opera-Browsers bieten. Im Falle von XB Browser entstand im Test jedoch der Einruck, dass die Verbindungen deutlich langsamer laufen als bei einer selbst aufgesetzten TOR-Umgebung. Dies hängt unter Umständen damit zusammen, dass der Hersteller des Pakets, Xerobank, kostenpflichtige TOR-Zugänge anbietet, die schneller sein sollen und die Anwender mit seinem Bundle wohl anlocken möchte.
Was den politischen Aspekt angeht, scheint es derzeit keine Pläne zu geben, gegen Anonymisierungsdienste vorzugehen. Gisela Pilz, die innenpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag und Datenschutzexpertin der FDP-Bundestagsfraktion erklärte auf eine Anfrage: „Im Innenausschuss sind Anonymisierungsdienste momentan kein Thema. In Zeiten des Bundestrojaners und der Vorratsdatenspeicherung ist zu hoffen, dass das auch so bleibt. Das Thema Anonymisierungsdienste kann bei aktuellen Anlässen aber jederzeit wieder auf die politische Agenda gesetzt werden. Lebenslange Datenbanken über Individuen im Internet und eine lückenlose Überwachung des virtuellen Lebens darf es aber nicht geben.“
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