Sicherheitslage durch Identity Security Posture Management verbessern Warum Unternehmen ohne ISPM im Blindflug unterwegs sind

Ein Gastbeitrag von Chris Steiner 4 min Lesedauer

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Sicherheitsversprechen reichen längst nicht mehr aus. Identity Security Posture Management (ISPM) liefert CISOs endlich klare Antworten auf die Fragen, die wirklich zählen: Wo liegen Schwachstellen, wer hat unnötige Zugriffsrechte und wie groß ist das tatsächliche Risiko? Durch Au­to­ma­ti­sie­rung, Sichtbarkeit und konsequente Zero-Trust-Umsetzung wird ISPM zum Fundament moderner Identitätssicherheit.

Ohne ISPM bleibt Identitätssicherheit ein Blindflug. Das Management von Berechtigungen, Risiken und Zugriffen wird erst durch Sichtbarkeit und Automatisierung wirksam.(Bild: ©  luismolinero - stock.adobe.com)
Ohne ISPM bleibt Identitätssicherheit ein Blindflug. Das Management von Berechtigungen, Risiken und Zugriffen wird erst durch Sichtbarkeit und Automatisierung wirksam.
(Bild: © luismolinero - stock.adobe.com)

Sicherheitsversprechen auf PowerPoint-Folien reichen heute nicht mehr aus. Cyberangriffe sind gezielter, Angreifer agieren raffinierter, und die Angriffsflächen in Unternehmen wachsen stetig. Während auf Unternehmensseite kräftig aufgerüstet wird, bleibt eine zentrale Frage oft unbeantwortet: Wie sicher sind wir wirklich?

Genau hier setzt Identity Security Posture Management (ISPM) an. Es liefert Antworten auf die Fragen, die CISOs nachts wach halten: Wo liegen unsere Schwachstellen? Wer hat welche Rechte und braucht sie wirklich? Wo weichen Konfigurationen von Sicherheitsstandards ab? Und was bedeutet all das für unser tatsächliches Risiko?

Von Sichtbarkeit und Berechtigungshygiene

Viele Unternehmen wissen nicht, welche Identitäten und Zugriffsrechte in ihren Systemen existieren. Schatten-IT, veraltete Berechtigungen und verwaiste Konten schaffen eine intransparente Risikolandschaft. Genau das nutzt die Angreiferseite aus: Ein ungenutzter Admin-Account, eine falsch konfigurierte Cloud-Ressource oder übersehene privilegierte Rechte werden schnell zum Einfallstor für Kriminelle.

ISPM schafft hierbei Ordnung und Transparenz. Es identifiziert, wo Berechtigungen unnötig sind, wo Rollen unklar bleiben und wo Prinzipien wie 'Least Privilege' verletzt werden. Diese Klarheit ist der erste Schritt zur Risikominimierung.

Gleichzeitig sorgt ISPM für eine bessere Berechtigungshygiene. Rollen und Policies werden überprüft, angepasst oder entzogen. Die Beschreibungen von Rollen und Berechtigungen werden klarer und nachvollziehbarer, wodurch Entscheidungen über Zugriffe schneller und präziser getroffen werden können. Somit entwickeln sich Rezertifizierungen von einer Pflichtübung hin zu einem kontinuierlichen Optimierungsprozess.

Risiken priorisieren, Angriffsflächen reduzieren

Doch nicht jedes Risiko ist gleich kritisch. ISPM hilft, die gefährlichsten Schwachstellen zu priorisieren und so Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie im Ernstfall einen Unterschied machen.

Wenn unnötige Berechtigungen entzogen, privilegierte Konten reduziert und Zugriffe sauber dokumentiert werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe. Gleichzeitig wird das Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber neuen Bedrohungen und kann schneller reagieren, wenn sich die Sicherheitslage ändert. Die tatsächliche Verringerung der Angriffsfläche geht auch mit positiven Effekten für die Compliance einher.

Regulatorische Anforderungen nehmen zu, Audits werden detaillierter, die Nachweispflicht strenger. Viele Unternehmen verbringen Tage oder sogar Wochen damit, vor einem Audit Belege zusammenzutragen, um nachzuweisen, dass Regularien eingehalten werden. Oft ist das ein hektischer, manueller Prozess, der viel Zeit bindet und dennoch Lücken hinterlassen kann. Änderungen an Attributen, Rollen oder Zugriffsrechten werden protokolliert, sodass Audits vorbereitet werden können, ohne den Betrieb zu belasten. Compliance wird so vom Stressfaktor zum Standardprozess – jederzeit abrufbar, nachvollziehbar und audit-ready.

Automatisierung als Schlüssel

Einer der größten Vorteile von ISPM liegt in der Automatisierung. Statt Berechtigungen und Policies manuell abzugleichen, werden diese Prozesse durch intelligente Automatisierung unterstützt. Zugriffskontrollen, Rezertifizierungen und Policy-Checks laufen im Hintergrund, Anpassungen erfolgen automatisch, wenn sich Rollen oder Zuständigkeiten ändern. Dadurch werden Fehlerquellen reduziert, die Effizienz gesteigert und Sicherheitsverantwortliche entlastet. Die gewonnene Zeit kann in strategische Aufgaben investiert werden, wie zum Beispiel identitätsbezogene Schwachstellenanalysen oder Awareness-Schulungen. Automatisierung bedeutet nicht Kontrollverlust, sondern schafft den Raum, Identitätssicherheit wirksam und zukunftsorientiert zu gestalten.

Das sorgt auch für eine Umsetzung des Zero Trust-Ansatzes. ISPM operationalisiert Zero Trust, indem es kontinuierlich sicherstellt, dass nur die richtigen Personen den richtigen Zugriff zur richtigen Zeit haben – nicht mehr und nicht weniger. Es deckt auf, wo das Vertrauen noch implizit vergeben wird, wo Risiken entstehen und wo Regeln angepasst werden müssen, um den Zero-Trust-Grundsatz durchzusetzen. Denn ohne Sichtbarkeit und durchsetzbare Policies bleibt Zero Trust bestenfalls reine Theorie.

Mehr als Technologie: Identitätssicherheit als Kulturwandel

ISPM ist also im Grunde kein simples Werkzeug, das man einmal einführt und dann vergisst. Es ist ein Prozess, der die Sicherheitskultur einer Organisation verändert. Es sensibilisiert für Risiken, macht Sicherheit messbar und nachvollziehbar und schafft Vertrauen bei Kunden und Partnern. Unternehmen, die ISPM ernsthaft implementieren, verbessern ihre Sicherheitslage nachhaltig, reduzieren Kosten für Audits und Compliance und stärken ihr Markenvertrauen. Sie transformieren Sicherheit von einer Pflichtübung zu einem aktiven Wettbewerbsvorteil.

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Identity Security Posture Management schafft die notwendige Transparenz, um in einer komplexen Welt handlungsfähig zu bleiben. Wer seine Risiken nicht kennt, kann sie nicht beseitigen. ISPM sorgt dafür, dass Unternehmen nicht länger im Blindflug unterwegs sind, sondern zielgerichtet und proaktiv handeln können.

In einer Welt, in der Angriffe unvermeidlich sind, ist es entscheidend, vorbereitet zu sein. So werden Organisationen widerstandsfähiger und können Risiken erkennen, bevor sie zu Vorfällen werden. Jetzt ist die Zeit, Klarheit zu schaffen, die eigene Sicherheitslage zu stärken und Sicherheit nicht nur zu versprechen, sondern zu leben.

Über den Autor: Chris Steiner ist Vice President DACH bei Saviynt. In dieser Rolle konzentriert er sich auf den Ausbau des Partner-Ökosystems sowie auf das Wachstum in der DACH-Region. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der IT-Branche und hatte zuvor leitende Vertriebspositionen bei verschiedenen Cybersicherheitsunternehmen inne.

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