Physische Sicherheit

Individuelle Sicherheit bei Gebäude- und Objektschutz

| Autor / Redakteur: Christian Sommer / Peter Schmitz

Unternehmen sollten bei Gebäude- und Objjektsicherheit nicht davor zurückschrecken, sich professionell beraten zu lassen, wie sie es auch in Sachen IT-Security tun.
Unternehmen sollten bei Gebäude- und Objjektsicherheit nicht davor zurückschrecken, sich professionell beraten zu lassen, wie sie es auch in Sachen IT-Security tun. (Bild: Pixabay / CC0)

Wer heutzutage von Sicherheitslösungen für Unternehmen hört, denkt vielleicht zunächst an den Schutz der hauseigenen IT. Aber nicht nur Daten und Softwareanwendungen gilt es zu sichern – umfassende Sicherheitsmaßnahmen beinhalten zum Beispiel auch Gebäudesicherung, Perimeterschutz und Brandfrüherkennung, um Mensch, Maschine und Gebäude vor größerem Schaden zu bewahren.

Die durch Einbrüche, Überfälle oder auch Brände verursachten Schäden, fallen häufig hoch aus oder sind irreversibel. Um das Schlimmste zu verhindern, gibt es für Unternehmer hilfreiche und effiziente Möglichkeiten, das Eigentum so zu schützen, dass im Ernstfall schnell eingegriffen werden kann. Aber welches Sicherheitskonzept ist das richtige?

Um sicher zu gehen, dass die Entscheidung auf die richtige Lösung fällt, sollten sich Unternehmer vorab ausreichend informieren und beraten lassen. Dabei besteht die Herausforderung vor allem darin, zu klären, welche Hard- und Software benötigt wird. Hierbei sollte ein Experte unterstützen und bei einer Objektbegehung vorab die richtigen Fragen stellen. Handelt es sich um wichtige Waren in einem Showroom, sollte man über eine Innenraumüberwachung nachdenken. In industriellen Produktionsstätten hingegen ist es von Vorteil, auf eine Brandfrüherkennung mittels Thermalkameras oder auf ein Raucherkennungssystem, welches auf visuellen Kameras basiert, zu setzen. Als weiteres Kriterium für die einzelnen Sicherheitsprojekte gilt zu sondieren, ob schon einzelne Komponenten installiert wurden und in die neue Installation übernommen werden können, oder ob es sich um eine komplette Neuinstallation handelt.

Beratung ist entscheidend

Wer sich mit IT-Sicherheitsfragen auseinandersetzt, sucht in den meisten Fällen beratende Stellen, wie den IT-Fachmann auf und sorgt sicherheitshalber aufgrund wichtiger firmeninterner Dokumente und externer Kundendaten mit den angebotenen Maßnahmen vor. Aber wie steht es um die Sicherheit in Sachen Objekt- und Gebäudeschutz? Je nach Art des zu sichernden Geländes und auch der zu schützenden Objekte, ist die richtige Auswahl der Sicherheitslösung entscheidend – vor allem im wirklichen Schadensfall. Daher sollten sich Unternehmer zunächst folgende Fragen stellen:

  • Benötigt das Unternehmen nur einzelne Kameras oder ist ein Komplettsystem, beispielsweise inklusive Spezial-PC für die Industrie, Videomanagement-Software und NVR-Aufzeichnung, notwendig?
  • Welche Kameraausstattung ist die richtige?
  • Sollten Wärmebildkameras zum Einsatz kommen? Wenn ja, warum?
  • Welches Sicherheitssystem deckt alle individuellen Anforderungen ab und ermöglicht eine schnelle Reaktion im Schadensfall?

Individuelle Sicherheit

Wie wichtig es für Unternehmer ist, sich abseits der IT-Security Schutzmaßnahmen für die Arbeitsumgebung und alles was damit verbunden ist, anzuschaffen, zeigt schon allein die große Auswahl der angebotenen Sicherheitslösungen – diese sind so individuell, wie die zu schützenden Objekte selbst. Bei der Raumüberwachung werden anhand von Bewegungsmeldern Eindringlinge erkannt, um direkt den Alarm auszulösen. Zudem werden Besitzer und Polizei über den Einbruch informiert, sodass ein größerer Schaden vermieden oder schnelle Aufklärung erfolgen kann. Wesentlich ist hier neben der Auswahl der richtigen Melder auch die Platzierung, um ein Austricksen derer zu verhindern.

Sollen Objekte wie etwa Tresore, Vitrinen oder auch Gemälde und Skulpturen geschützt werden, kommt der Objektschutz zum Einsatz. Dieser erkennt die Gefahr und löst im Falle einer Bedrohung einen Alarm aus. Das ist vor allen Dingen dann wesentlich, wenn die Täter bereits die Außenhautsicherung überwunden haben. Um den Kreis der zutrittsberechtigten Personen immer im Blick zu behalten, hat der Unternehmer die Möglichkeit, eine Zutrittskontrolle einzusetzen. Ein weiterer positiver Effekt hierbei ist die Zeiterfassung, die im Zuge dieser Einrichtung genutzt werden kann.

Der Klassiker unter den Sicherheitslösungen ist und bleibt aber die Videoüberwachung. Sie dient nicht nur dazu, alle Geschehnisse im Aufnahmeradius zu erfassen und im Bedarfsfall Alarm zu schlagen, sondern sorgt zudem zur Abschreckung möglicher Straftaten. Sollte es doch zu wiederrechtlichen Handlungen kommen, kann mit dem aufgezeichneten Material eine schnelle Aufklärung erreicht werden. Bei der Außenhautüberwachung wird das Eindringen in ein Gebäude über die Türen, Fenster oder die Licht- und Lüftungsschächte mittels mechanischer Maßnahmen erschwert und im Falle eines Einbruchs mittels elektronischer Signale gemeldet. Sind Unternehmer gezwungen, das ganze Außengelände zu überwachen, geschieht das meistens anhand des Perimeterschutzes. Das Schutzkonzept umfasst Zäune, Barrieren und elektronische Detektoren, die schnell Eindringlinge erkennen und entsprechend melden. Alle einzelnen Sicherheitslösungen sind miteinander kombinierbar und ermöglichen jedem Unternehmen, sich beim entsprechenden Anbieter ein entsprechendes Sicherheitskonzept zusammenstellen zu lassen.

Luxusversion oder Basisausstattung?

Jedes Unternehmen hat Schutzziele, aber nicht immer das Budget, um sich mit der Komplettlösung, inklusive Spezial-PC, Videomanagement-Software und NVR-Aufzeichnung auszustatten. Daher wird es von Sicherheitsverantwortlichen gerne gesehen, wenn die zu beratende Firma in den Empfehlungen realistisch bleibt und nicht in jedem Fall die „Luxusvariante“ verkaufen möchte. „Meist sind unsere Kunden sehr gut vorbereitet und wissen schon, welche Lösungen in Frage kommen. Im gemeinsamen Gespräch versuchen wir dann herauszufinden, welche Komponenten am meisten Sinn machen, sodass wir dann auch deren Stärken und Schwächen abwägen und aufzeigen können. Möchte der Kunde ein bestimmtes Produkt oder einem System in seine Sicherheitsanlage integrieren, ist es ganz wichtig offen zu sprechen und eventuell auch Alternativen und deren Vorteile aufzuzeigen“ erklärt Marcel Hamp, Gebietsleiter West bei MOOG Pieper.

Zukünftiger Sicherheitsgedanke

In vielen Unternehmen bleibt der Gebäude- und Objektschutz immer noch aufgrund anderer, vornehmlich „wichtigerer“ Schutzmaßnahmen, wie der IT-Sicherheit, auf der Strecke. Um aber zukünftig den ganzheitlichen Schutz zu gewährleisten, sollten Unternehmer nicht davor zurückschrecken, sich professionell beraten zu lassen, wie sie es eben auch in Sachen IT-Security tun. Experten zeichnen sich durch ihre langjährige Erfahrung und das Angebot individueller Lösungen aus, die zum Unternehmen und zu deren Ansprüchen passen. Dabei sollte der Fokus ganz klar auf den Schutzzielen liegen. Auch das Unternehmen aus Schwerte weiß, wie wichtig der Dialog mit dem Kunden ist und wird Unternehmern daher auch zukünftig immer erst eine individuelle Beratung und Vor-Ort-Begehung anbieten.

Über den Autor: Christian Sommer, hat in über zwei Jahrzehnten Erfahrungen im IT-Bereich gesammelt und gilt zudem als Experte in Fragen zur IT-Infrastruktur und verschiedenster Ansätze zum Thema IP-Surveillance, Video- und Sicherheitslösungen. Gemeinsam mit seinem Team berät der Produktmanager von MOOG Pieper Kunden in Bezug auf die optimale Lösung für individuelle Projekte.

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