IT-Teams leiden unter wachsendem Druck, Burnout und Sicherheitsrisiken. Intelligente Automatisierung mit KI kann beides entschärfen: Sie reduziert Fehler, entlastet Mitarbeitende und stärkt gleichzeitig die IT-Sicherheit.
Automatisierung mit KI reduziert Routineaufgaben und stärkt sowohl die IT-Sicherheit als auch das Wohlbefinden von IT-Teams.
In der modernen IT-Landschaft stehen Teams vor immensen Herausforderungen: Die Anzahl von Geräten und Endpunkten wächst exponentiell, Cyberbedrohungen werden komplexer, und gleichzeitig sinken die verfügbaren Ressourcen. Eine aktuelle Umfrage unter IT-Fachleuten in Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern zeigt jedoch einen vielversprechenden Lösungsansatz: Intelligente Automatisierung, insbesondere in Verbindung mit KI, kann nicht nur die Sicherheitslage verbessern, sondern auch das Wohlbefinden der IT-Mitarbeiter steigern.
Der menschliche Faktor: Burnout und Fehler reduzieren
Die Zahlen aus der Umfrage sind alarmierend: 69 Prozent der IT-Teams leiden unter Burnout-Symptomen. Ein Drittel verbringt wöchentlich 5-15 Stunden mit geplanten Aktivitäten außerhalb der regulären Arbeitszeiten, 15 Prozent sogar mehr als 16 Stunden. Patching-Teams arbeiten regelmäßig zwischen zwei und vier Uhr morgens oder am Wochenende, um Betriebsstörungen zu minimieren.
Gleichzeitig führen menschliche Fehler dazu, dass fast die Hälfte der IT-Teams monatlich zwischen 1,6 und 2,9 Tagen mit der Behebung von Fehlern verbringt. In Großunternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern investieren 16 Prozent der Teams sogar mehr als 10 Tage pro Monat in die Fehlerbehebung. Diese Fehler beeinträchtigen nicht nur die Produktivität, sondern öffnen auch Sicherheitslücken für potenzielle Angriffe.
Kein Wunder also, dass über drei Viertel der befragten IT-Mitarbeiter überzeugt sind, dass Automatisierungswerkzeuge durch kürzere Patch-Zyklen, reduzierte Expositionszeiten für Schwachstellen und verkürzte Reaktionszeiten bei Vorfällen die Gesamtsicherheit verbessern könnten. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) würde Automatisierung unterstützen, wenn dadurch Arbeitszeiten außerhalb der regulären Stunden reduziert werden könnten.
Burnout ist eng mit einem Mangel an sinnstiftendem Arbeitsinhalt verbunden, wie auch Studien von Korn Ferry belegen. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass manuelle, repetitive Aufgaben die Moral der Belegschaft negativ beeinflussen. Fast drei Viertel der IT-Mitarbeiter möchten Automatisierungswerkzeuge einsetzen, um an bedeutungsvolleren Projekten arbeiten zu können.
In einer Studie von Harvard Business School und Boston Consulting Group wurde festgestellt, dass KI-unterstützte Berater Aufgaben 25 Prozent schneller und mit 40 Prozent höherer Qualität erledigten als ihre Kollegen ohne KI-Unterstützung. Eine weitere Untersuchung ergab, dass Kundensupport-Mitarbeiter, die KI-gestützte Assistenz nutzten, 15 Prozent mehr Probleme pro Stunde lösen konnten, während die Fluktuation neuer Mitarbeiter um 40 Prozent zurückging.
Von klassischer Automatisierung zu KI-gestützten Lösungen
Traditionelle Automatisierung basiert auf festgelegten, regelbasierten Programmen, bei denen Software-Roboter, auch bekannt als Bots oder Skripte, wiederkehrende Aufgaben ausführen, die von menschlichen Entwicklern definiert wurden. Diese Systeme funktionieren gut für vorhersehbare, regelbasierte Operationen, scheitern jedoch bei unerwarteten Szenarien oder Abweichungen vom Normalzustand.
Künstliche Intelligenz hingegen bietet die Möglichkeit, riesige Datenmengen zu analysieren, aus Mustern zu lernen und fundierte Entscheidungen zu treffen, ohne dass eine schrittweise menschliche Intervention erforderlich ist. KI-Systeme verbessern ihre Operationen kontinuierlich durch maschinelles Lernen und Verarbeitung natürlicher Sprache. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht es KI, Variationen in Daten und Situationen effektiver zu bewältigen als herkömmliche Automatisierung.
Durch die Kombination von KI und Automatisierung entstehen intelligente Systeme, die von sich aus lernen und Prozesse optimieren können. So können beispielsweise Asset-Discovery und Inventarisierung in Echtzeit erfolgen, Compliance- und Risikomanagement durch Erkennung von Mustern und Anomalien verbessert und Sicherheitsvorfälle schneller erkannt und behoben werden.
Mit fortschreitender Technologie wird IT-Automatisierung noch ausgefeilter werden. KI-gesteuerte Automatisierung wird die Fähigkeit verbessern, IT-Probleme vorherzusagen und darauf zu reagieren. Parallel dazu entwickelt sich das Konzept des Autonomous Endpoint Management, bei dem Endpunkte selbstständig Probleme erkennen, melden und beheben können – ein Ansatz, den Unternehmen wie Tanium vorantreiben. Diese Form der autonomen IT-Operationen ermöglicht selbstheilende Systeme, die Leistungsprobleme automatisch ohne ständiges menschliches Eingreifen erkennen und lösen. Der von Gartner geprägte Begriff „Hyperautomation“ beschreibt die Orchestrierung mehrerer Automatisierungstechnologien zur Straffung von IT-Prozessen. Zudem werden Automatisierungstools der nächsten Generation verbesserte Integrationsfähigkeiten bieten und sich nahtlos mit einer breiteren Palette von IT-Umgebungen und Geschäftsanwendungen verbinden lassen. Nicht zuletzt wird ein zunehmender Fokus auf sicherheitsorientierte Automatisierung liegen, um Cybersicherheitsbedrohungen in Echtzeit genau zu identifizieren und zu mindern.
Stand: 08.12.2025
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Laut Prognosen von Gartner werden bis 2028 ein Drittel aller Unternehmensanwendungen agentenbasierte KI enthalten - intelligente KI-Agenten, die eigenständig Entscheidungen treffen und Maßnahmen ergreifen können. Diese Entwicklung zeigt sich bereits heute in neuen Technologien wie Microsofts Security Copilot Agents, die Cybersicherheit durch automatisierte, KI-gestützte Analysen und Reaktionen auf Bedrohungen in großem Maßstab verbessern. Eine Studie von PwC ergab bereits, dass 40 Prozent der Unternehmen, die KI für Automatisierung einsetzen, eine gesteigerte Produktivität verzeichnen.
Bei der Implementierung von Automatisierungslösungen stoßen Unternehmen jedoch auf Hindernisse: Ein Viertel der Teams gibt an, nicht über die richtigen Tools (26 Prozent) oder die richtigen Daten zur Unterstützung der Automatisierung (25 Prozent) zu verfügen. Das Budget stellt laut der Umfrage das größte Hindernis für die Einführung von Automatisierung dar.
Für eine erfolgreiche Implementation sollten Unternehmen eine strategische Planung entwickeln, die eine kohärente Automatisierungsstrategie umfasst und die operativen Bedürfnisse und Ziele der Belegschaft berücksichtigt. Die Auswahl der richtigen Werkzeuge ist entscheidend - Automatisierungslösungen sollten einfach zu implementieren sein und eine gute Governance ermöglichen. Dabei ist entscheidend zu verstehen, dass Automatisierung nicht dazu dient, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen: Menschliche Überprüfung, Verifizierung und Genehmigung bleiben wesentliche Elemente jeder Automatisierungsstrategie. Die Datenqualität spielt ebenfalls eine zentrale Rolle: Unternehmen müssen sicherstellen, dass die für die Automatisierung notwendigen Daten in hoher Qualität und Echtzeit verfügbar sind. Im Sinne der Vereinfachung sollten Tools konsolidiert werden, um Komplexität zu reduzieren und Kosten zu sparen. Nicht zuletzt sind Schulung und Kulturwandel essentiell - Unternehmen sollten eine Kultur fördern, die Automatisierung als Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Expertise begreift.
Intelligente Automatisierung als strategischer Erfolgsfaktor
Die Integration von KI und Automatisierung in IT-Workflows bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit erheblich zu verbessern. Durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben können IT-Teams ihre Zeit und Energie auf strategischere Initiativen konzentrieren, was nicht nur die Produktivität steigert, sondern auch das Burnout-Risiko senkt und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht.
In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend mit begrenzten Ressourcen mehr leisten müssen, stellt die intelligente Automatisierung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Durch den Einsatz moderner Automatisierungslösungen können Unternehmen ihre IT-Umgebung optimieren, die Sicherheit verbessern und Innovation fördern – und gleichzeitig das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen.
Die Zukunft der IT gehört denjenigen, die intelligent automatisieren. Durch die Investition in die richtigen Automatisierungswerkzeuge können Unternehmen ihre Abläufe beschleunigen, ihre Sicherheit stärken und Innovationen vorantreiben. Die Reise zu einer intelligenteren, effizienteren IT-Landschaft beginnt mit einer effektiven Automatisierungsstrategie.
Über den Autor Zac Warren ist Chief Security Advisor EMEA bei Tanium.