Software und Verfahren und zur E-Mail-Verschlüsselung IronPort setzt auf Cisco Registered E-Mail Service

Redakteur: Martin Hensel

Auf der Systems in München präsentiert Sicherheitsspezialist IronPort eine ganze Reihe an Neuheiten rund um das Thema E-Mail-Verschlüsselung. Drei neue Chiffriermethoden sorgen für flexible Einbindung in unterschiedlichen Systemen, die Schlüsselverwaltung übernimmt Ciscos Registered E-Mail Service. Zudem erweiterte IronPort die DLP- und DKIM-Funktionen von AsyncOS 5.5.

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Im Rahmen der IT-Fachmesse Systems in München zeigt Sicherheitsspezialist IronPort aktuelle Neuheiten rund um E-Mail-Verschlüsselung. Dazu zählt auch die E-Mail EncryptionAppliance, die gleich drei verschiedene Verfahren zur Chiffrierung von E-Mails anbietet. Mit der PXE Encryption können Unternehmen schnell und einfach Nachrichten verschlüsseln, selbst wenn die Empfänger weder S/MIME noch PGP nutzen. Die PXE-codierten Mails können von jedem Anwender ohne spezielle Software empfangen werden. Lediglich eine einmalige Registrierung und die Eingabe eines Passworts sind notwendig. PXE Encryption ist zu allen gängigen Mailclients kompatibel.

Die Secure Mailbox sichert als Pull-Technologie E-Mails, die über einen Webmail-Account zugestellt werden. Empfänger können die Nachricht über eine sichere Webseite einsehen. Die Public Key Encryption unterstützt bestehende S/MIME- und OpenPGP-Chiffrierungsstrukturen. Bei allen drei Methoden entfällt die aufwändige Schlüsselverwaltung vollständig, da der neue Cisco Registered E-Mail Service oder wahlweise ein eigener Server die gesamte Aufgabe übernimmt. Je nach den Anforderungen hält die E-Mail-Encryption-Appliance entsprechend optimierte Methoden bereit.

Vereinfachte Compliance-Einhaltung

Zusätzlich erleichtert die Lösung die Einhaltung von Compliance-Anforderungen nach HIPAA, SOX, GLB und anderen Normen durch vordefinierte Regelwerke. Erweiterte Wörterbücher und flexibel konfigurierbare Regeln sorgen für den Schutz sensibler Daten. Administratoren können beispielsweise festlegen, dass Nachrichten an bestimmte Domains, Empfänger oder mit definierten Inhalten automatisch zu verschlüsseln sind oder die Firma erst gar nicht verlassen dürfen. Diese Schutzfunktion gilt auch für Attachments mit eingebetteten oder komprimierten Dateien.

IronPort hat zudem sein Betriebssystem AsyncOS 5.5 um einige neue Features erweitert. Neben der PXE-Mailverschlüsselung und erweiterten Compliance-Funktionen wird jetzt auch das Identifikations-Framework DKIM (Domain Keys Identified Mail) unterstützt. Es dient zur Sicherstellung der Absender-Identität bei ein- und ausgehenden E-Mails. Auf diese Weise lassen sich Phishing- und Spam-Mails aussortieren, die eine falsche Absenderadresse verwenden.

Speziell für Internet Service Provider sind die erweiterten LDAP-Funktionen (Lightweight Directory Access Protocol) interessant. Sie ermöglichen die individuelle Verwaltung von mehreren Kunden-Domains. Die LDAP-Server pro Domäne sind nun auswählbar, wodurch der Provider jeder einzelnen Domain oder Sub-Domain eine oder mehrere gestaffelte LDAP-Abfragen zuweisen kann. Die neue AsyncOS-Version erleichtert zudem die Konsolidierung mehrer LDAP-Domänen oder eigenständig verwalteter Unternehmensteile.

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