Umfrage zu Managed Security

IT-Dienstleister und Kunden nicht auf der gleichen Wellenlänge

| Autor: Peter Schmitz

IT-Abteilungen wenden sich oft erstmalig an IT-Dienstleister, wenn sie Hilfe bei der Lösung aktueller Notlagen benötigen. Aber statt zuerst den konkreten Bedürfnissen des Unternehmens nachzukommen, bieten viele Dienstleister sofort umfangreiche, auf Beratung ausgelegte Services an und schrecken damit potenzielle Kunden ab.
IT-Abteilungen wenden sich oft erstmalig an IT-Dienstleister, wenn sie Hilfe bei der Lösung aktueller Notlagen benötigen. Aber statt zuerst den konkreten Bedürfnissen des Unternehmens nachzukommen, bieten viele Dienstleister sofort umfangreiche, auf Beratung ausgelegte Services an und schrecken damit potenzielle Kunden ab. (Bild: LogicNow)

Es gibt eine große Diskrepanzen zwischen den Bedürfnissen von Unternehmen und den tatsächlichen Angeboten der IT-Dienstleister. Das belegt eine internationale Studie von Security-Anbieter MAXfocus. Dienstleister und Kunden setzen oft unterschiedliche Schwerpunkte.

IT Abteilungen bekommen oft nicht die Softwarelösungen bzw. die punktgenaue Unterstützung von ihren IT Dienstleistern, die sie sich wünschen oder brauchen würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Marktstudie „IT-Dienstleister - ein Stimmungsbericht“ (pdf) die von von MAXfocus, einem Anbieter von Managed Service Lösungen in den Bereichen Security, (Cloud)Backup und Desaster Recovery initiiert wurde.

Auf die Frage, in welchen Punkten die Managed Security-Angebote verbessert werden sollten, wünschten sich beispielsweise die meisten IT-Abteilungen eine verbesserte E-Mail-Sicherheit und einen optimierten Internet-Schutz sowie einen verstärkten Anti-Virus-Schutz. Im Gegensatz dazu, planten die IT-Dienstleister, die Sicherheitsberatung mehr in den Vordergrund zu rücken und vermehrt proaktive Systemupdates und Patches anzubieten. Diese Themen stehen jedoch wiederum auf der Prioritätenliste der befragten IT-Abteilungen ganz unten.

Die Studie ergab ferner, dass sich IT-Abteilungen häufig erstmalig an IT-Dienstleister wenden, wenn sie Hilfe bei der Lösung aktueller, unternehmenskritischer Notlagen oder Sicherheitslücken benötigen. Doch statt in erster Instanz umgehend deren konkreten Bedürfnissen nachzukommen, bieten viele Dienstleister sofort umfangreiche, auf Beratung ausgelegte Services an. Dies schreckt viele potenzielle Kunden ab, die zunächst einmal ihre drängenden Sicherheitsprobleme gelöst haben wollen, bevor sie offen für eine auf strategische Belange ausgelegte Beratung sind.

Neue Herausforderungen für IT-Abteilungen

Laut der Studie, haben die IT-Abteilungen vieler Unternehmen zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Sie müssen technisch stets topaktuell bleiben, egal, wie rasant sich die Technik entwickelt. Dazu kommen neue Betriebssysteme und neu zu integrierende Hardware, die private Nutzung der Unternehmens-IT und der wachsende Bedarf an Security-Services für Mobilgeräte, Gerätemanagement sowie nach Beratungen rund um die IT-Infrastruktur.

So führt beispielsweise die wachsende private Nutzung der IT zu Konformitätsproblemen und zur fragementierten "Schatten-IT" mit all ihren Gefahren für die Datensicherheit und -unversehrtheit. Zwar gilt die IT als Initiator wichtiger strategischer Änderungen im Unternehmen und somit als wertvolle strategische Ressource angesichts stetig wachsender und neuer Erwartungen, aber die Unternehmen benötigen auch leistungsfähige IT-Dienstleister, die ihre Sprache sprechen. Doch die Ergebnisse der Studie belegen, dass sich Angebot und Bedarf auch im Bereich Security in vielen Punkten deutlich unterscheiden.

Neue Möglichkeiten für Dienstleister

Tabellarische Gegenüberstellungen der Antworten von IT-Abteilungen und IT-Dienstleistern im Bereich Managed Security Serviceangebot - in der Rangfolge/Häufigkeit ihrer Nennung.
Tabellarische Gegenüberstellungen der Antworten von IT-Abteilungen und IT-Dienstleistern im Bereich Managed Security Serviceangebot - in der Rangfolge/Häufigkeit ihrer Nennung. (Bild: LogicNow)

In allen acht untersuchten Ländern wird von Unternehmen dem Outsourcing der IT ein hoher Stellenwert eingeräumt. Obwohl derzeit nur etwa die Hälfte der IT-Abteilungen den Support ausgelagert hat, steht nur ein Bruchteil der Idee ablehnend gegenüber. Dies eröffnet die Möglichkeit für Managed Security-Angebote, durch die das Auftreten von Sicherheitslücken frühzeitig verhindert werden kann. Allerdings muss die Ausgestaltung dieser Lösungsauswahl und die Annäherung von Angebot und Nachfrage noch optimiert werden.

Interessant ist dabei, wie die IT-Abteilungen zu ihrer Entscheidung gelangten. Die meisten von ihnen interessierten sich ursprünglich für einen taktischen Break & Fix- Service, entschieden sich dann aber für die Managed Angebote. Die Anzahl derer, die sich umgekehrt zunächst nach Managed Services umsahen und dann zu Break & Fix-Lösungen umschwenkten, ist hingegen verschwindend gering.

Dr. Alistair Forbes, General Manager von LogicNow fasst die Ergebnisse der Studie so zusammen: „Am meisten schätzen IT-Abteilungen einen proaktiven Support, anstatt Dienstleister erst hinzuzuziehen, wenn ein Problem bereits aufgetreten ist. Doch wenn die strategische Beratung zu früh vorangetrieben wird, statt zunächst dringliche Probleme zu lösen, wird dies IT-Leiter eher abschrecken. Daher sollte eine schnelle, zielgerichtete Unterstützung an erster Stelle stehen, um sich so die Möglichkeit eines späteren gemeinsamen strategischen Vorgehens zu eröffnen.“

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