Cybersecurity Forecast 2026 von Google Europa wird stärker in den Fokus staatlicher Cyberangriffe rücken

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Googles warnt vor einer Zeitenwende: KI treibt Deepfakes, Vishing und BEC voran, während falsche IT-Mitarbeiter, zunehmend aus Nordkorea, Unter­neh­men in Europa bedrohen.

Europa droht laut Google 2026 eine deutliche Zunahme staatlich gesteuerter Cyberangriffe, bei denen KI-gestützte Deepfakes, Vishing und eingeschleuste falsche IT-Fachkräfte gezielt Unternehmen ausspähen, erpressen und sabotieren.(Bild:  Pablo Lagarto - stock.adobe.com)
Europa droht laut Google 2026 eine deutliche Zunahme staatlich gesteuerter Cyberangriffe, bei denen KI-gestützte Deepfakes, Vishing und eingeschleuste falsche IT-Fachkräfte gezielt Unternehmen ausspähen, erpressen und sabotieren.
(Bild: Pablo Lagarto - stock.adobe.com)

„Wir erleben gerade eine tektonische Verschiebung in der Cybersicherheit“, sagt Igor Podebrad, Director, Office of the CISO bei Google Cloud. „Künstliche Intelligenz verändert das Kräfte­ver­hält­nis zwischen Angreifern und Verteidigern grundlegend.“ In seiner „Cybersecurity Forecast 2026“ warnt Google davor, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch Bedrohungs­ak­teu­re zur Norm wird und die Cyberbedrohungslandschaft sich spürbar verändern wird. Im Jahr 2026 werden den Experten zufolge Cyberangreifer über einfaches textbasiertes Phishing hi­naus­gehen und multimodale generative KI für Sprach-, Text- und Video-Deepfakes einsetzen, um überzeugende, kontextbezogene Imitationen von Führungskräften, Mitarbeitern oder vertrauenswürdigen Partnern zu erstellen. Auch würde dies erfolgreiche Vishing-Angriffe (Voice Phishing) beschleunigen und „hyperrealistische“ BEC-Angriffe (Business Email Com­pro­mise) in großem Maßstab ermöglichen.

Im August 2026 treten die strengsten Anforderungen des EU AI Act in Kraft, die insbesondere für risikoreiche KI-Systeme gelten. Unternehmen, die innerhalb der EU tätig sind, sollten dem Software-Giganten zufolge umgehend ein umfassendes Konzept für KI-Governance entwickelt. Sie müssen robuste Risikomanagementsysteme implementieren, die Qualität ihrer Daten und Unvoreingenommenheit der KI sicherstellen sowie menschliche Kontrollmechanismen in­te­grier­en. „Der Einsatz von KI durch Bedrohungsakteure wird sich von ersten Experimenten hin zu einer weit verbreiteten Normalität entwickeln – und so Geschwindigkeit, Reichweite und Effektivität ihrer Operationen steigern. Gleichzeitig eröffnet KI enorme Chancen, IT-Sicherheit intelligenter, schneller und präziser zu machen. 2026 wird entscheidend sein: Unternehmen, die KI verstehen und verantwortungsvoll einsetzen, verschaffen sich einen echten Si­cher­heitsvorsprung“, sagt Podebrad.

Falsche IT Fachkräfte als Angriffsstrategie

Diese Entwicklung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz werde die ganze Welt betreffen. Für Eu­ro­pa sieht Google vorher, dass dort mit einer Zunahme von Cyberspionagekampagnen staat­licher Akteure zu rechen ist. Dabei werde sich Russland auf globale, langfristige und stra­te­gische Ziele konzentrieren, während Nordkorea seine Angriffe im Zusammenhang mit Kryp­to­währungen sowie die Kampagnen mit falschen IT-Fachkräften verstärken werde, um Ein­nah­men zu generieren. China werde vermutlich versteckte und groß angelegte Operationen prio­ri­sieren und bei den Aktivitäten aus Iran stünden vermehrt Cyberspionage und disruptive An­grif­eurofe im Mittelpunkt, da das Land abhängig sei von der Stabilität des Regimes und regionalen Einflüssen.

Gerade falsche IT-Arbeiter aus Nordkorea würden 2026 eine Bedrohung in Europa sein. Da die Hacker in den USA aufgrund des erhöhten Drucks durch die Strafverfolgungsbehörden und des steigenden Risikobewusstseins potenzieller Opfer nur noch über eingeschränkte Hand­lungs­mög­lichkeiten verfügen würden, würden sie ihre Aktivitäten in Europa ausweiten.

Google appelliert, dass Unternehmen mit einem Anstieg aggressiver Erpressungskampagnen rechnen sollten, da falsche IT-Mitarbeiter mit der Veröffentlichung sensibler Daten oder Quell­codes drohen würden. Vermutlich würden die Hacker ihre Fähigkeiten verbessern und in den Bereichen KI und Blockchain verstärkt einsetzen. Vor allem in globalen Unternehmen würden virtualisierte Unternehmensinfrastrukturen und Bring Your Own Device die traditionelle Si­cher­heitsüberwachung vor Herausforderungen stellen und es schwierig machen, falsche IT-Fachkräfte zu erkennen.

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