Cyberangriffe Krankenhäuser im Visier

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

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Seit Jahren steigt die Zahl der Cyberangriffe auf Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur in Deutschland. Auch Krankenhäuser rücken dabei zunehmend ins Visier der Angreifer.

20 Prozent der von Ransomware betroffenen Einrichtungen zahlen Lösegeld.(©  Ma-Ke – Getty Images via Canva.com)
20 Prozent der von Ransomware betroffenen Einrichtungen zahlen Lösegeld.
(© Ma-Ke – Getty Images via Canva.com)

Zahlreiche Studien, Trends und Berichte aus Kliniken und Sicherheitsbehörden zeigen immer wieder: Das deutsche Gesundheitswesen sieht sich einer zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe gegenüber. Sie werden zur Zielscheibe virtueller Sabotage – sowohl von Erpressern als auch von politischen Gegnern.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Bundeskriminalamt warnen jedoch nicht nur vor der Zunahme solcher Angriffe auf Krankenhäuser, sondern auch auf Krankenkassen, Praxen sowie Medizin-IT-Dienstleister. Finanziell motivierte Cyberakteure wissen von der hohen Zahlungsbereitschaft im Gesundheitswesen, da der Schutz von Patienten und deren Daten einen hohen Stellenwert hat, und nutzen diese aus.

Kliniken gehören zur kritischen Infrastruktur und sind damit im Fokus staatlicher und nicht-staatlicher Akteure. Die Befürchtung, dass reguläre Armeen ganze Klinikketten durch Cyberangriffe lahmlegen könnten, rückt daher immer weiter in den Fokus. Dabei immer wieder unter Verdacht: Russische Hacker. Sie sollen bereits zahlreiche virtuelle Angriffe Attacken auf KRITIS geplant und durchgeführt haben. Vermehrt rücken jedoch auch Islamisten ins Täterprofil.

Laut einer Umfrage waren in Deutschland 2022 rund drei Viertel der Gesundheitseinrichtungen Ziel von Cyberangriffen – etwa in 20 Prozent der von Ransomware betroffenen Fälle zahlten die Einrichtungen Lösegeld. Dabei ist jedoch mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen. Oftmals nutzen Täter Phishing-E-Mails, um das Klinikpersonal zu täuschen und das Computernetzwerk zu infiltrieren. Um Patientendaten zu schützen, sehen die Verantwortlichen die Lösegeldzahlung oft als einzigen Ausweg. Die jüngsten Angriffe Ende 2023 auf die Marienhausgruppe und die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen verdeutlichen die akute Bedrohung.

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