CVSS-Score 10.0 Über 450 Telefonanlagen durch Zero-Day-Lücke kompromittiert

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Shadowserver meldet weltweit über 450 bereits kompromittierte FreePBX-Systeme – und Tausende weitere Instanzen sind noch ungepatcht. Auch in Deutschland waren Angriffe schon erfolgreich – Updates sind dringend nötig.

Wer eine FreePBX-Telefonanlage nutzt, sollte jetzt umgehend die verfügbaren Sicherheitsupdates installieren und den Administratorzugang per Firewall auf vertrauenswürdige Hosts beschränken, da weltweit bereits hunderte Systeme kompromittiert wurden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Wer eine FreePBX-Telefonanlage nutzt, sollte jetzt umgehend die verfügbaren Sicherheitsupdates installieren und den Administratorzugang per Firewall auf vertrauenswürdige Hosts beschränken, da weltweit bereits hunderte Systeme kompromittiert wurden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Durch eine kritische Sicherheitslücke in der Open Source Software FreePBX konnten Cyberkriminelle weltweit bisher über 450 Telefonanlagen erfolgreich angreifen, die ungeschützt über das Internet erreichbar waren. FreePBX ist ein webbasiertes Verwaltungstool für Telefonanlage, die mit dem Asterisk-Framework entwickelt wurden. Bei der Sicherheitslücke handelt es sich um CVE-2025-57819 mit dem höchstmöglichen CVSS-Score von 10.0. Aufgrund von unzureichend bereinigten Benutzerdaten ermöglicht sie es Cyberkriminellen,ohne Authentifizierung auf den FreePBX-Administrator zuzugreifen, was zu Datenbankmanipulationen und Remotecodeausführung führen kann. Anfällig sind die Endpoint-Module 15, 16 und 17. Die Fixes sind mittlerweile in den Repositories für betroffene unterstützte Versionen bereitgestellt worden, wie die FreePBX-Community berichtet. Sie empfiehlt neben einem Update, auch den Zugriff auf den FreePBX-Administrator mithilfe des Firewall-Moduls einzuschränken, um wiederum den Zugriff auf bekannte vertrauenswürdige Hosts zu beschränken.

Tausende FreePBX-Instanzen ungepatcht

Shadowserver, eine Non-Profit-Organisation, die täglich das gesamte Internet scannt, zufolge, sind derzeit fast 6.500 Instanzen der FreePBX Telefonanlagen online erreichbar und ungepatcht, 1.500 davon in Europa. In Deutschland wurden bereits 70 Instanzen erfolgreich kompromittiert. Der erste erfolgreiche Angriff gelang vermutlich schon am 21. August.

Die FreePBX-Versionen 15.0.66, 16.0.89 und 17.0.3 enthalten die Patches für CVE-2025-57819. Nutzer einer solchen Telefonanlagen sollten dringend die Updates installieren.

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