Darktrace State of AI Cybersecurity Report KI-Gefahren erfordern neue Sicherheitsstufe

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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Mit aktuellen Angriffstrends Schritt zu halten, war noch nie einfach. Doch künstliche Intelligenz (KI) erhöht das Ausmaß und die Raffinesse der Angriffe – und erfordert damit eine neue Sicherheitsstufe. In Deutschland hinken die Cybersecurity-Experten aber überraschend deutlich in der Vorbereitung darauf hinterher, wie eine aktuelle Studie zeigt.

KI-basierte Angriffe erfordern ein neues Schutzniveau, um auch neuartige und unbekannte Gefahren zu erkennen.(Bild:  sdecoret - stock.adobe.com)
KI-basierte Angriffe erfordern ein neues Schutzniveau, um auch neuartige und unbekannte Gefahren zu erkennen.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

Laut dem State of AI Cybersecurity Report von Darktrace sagen 78 Prozent der deutschen Experten, dass sie auf die Art und Vielzahl der KI-basierten Angriffe nicht genügend vorbereitet sind. Die europäischen Nachbarländer sind hier deutlich zuversichtlicher: In England glauben nur 48 Prozent und in Frankreich 55 Prozent, dass ihre bestehenden Security-Maßnahmen nicht für KI-Bedrohungen ausreichen. Der weltweite Durchschnitt beträgt hier 60 Prozent. Interessanterweise betrachten nur 33 Prozent KI-gestützte Cybergefahren als eigenständiges Problem, deutlich weniger als weltweit (56 Prozent) oder in Europa (58 Prozent).

KI-basierte IT-Sicherheit immer wichtiger

Dabei werden Sicherheitsmaßnahmen gegen KI-Attacken immer wichtiger. Bereits heute geben 79 Prozent der deutschen Befragten an, dass ihr Unternehmen mit KI-gestützten Social-Engineering-Angriffen konfrontiert war. Weltweit sind es 74 Prozent. Noch mehr Teilnehmer gehen davon aus, dass KI-basierte Bedrohungen in Zukunft weiter zunehmen: 88 Prozent in Deutschland und 89 Prozent weltweit.

Entsprechend haben fast alle deutschen Sicherheitsexperten (93 Prozent) erkannt, dass KI-basierte Lösungen die IT-Sicherheit verbessern. Diese erhöhen deutlich die Geschwindigkeit und Effizienz, um Gefahren zu entdecken, abzuwehren und sich davon zu erholen.

Zu wenig Einblick in neue Lösungen

Weltweit weiß nur ein Viertel der Befragten, welche Arten von KI in ihren Lösungen verwendet werden. In Deutschland wollen immerhin 34 Prozent diese Frage beantworten können. Auf Nachhaken glauben jedoch weltweit fast zwei Drittel (65 Prozent) und in Deutschland über die Hälfte (53 Prozent), dass generative KI in ihren Cybersicherheitslösungen genutzt wird. In Wirklichkeit kommt sie aber außer zur Erkennung von Phishing-E-Mails dort gar nicht zum Einsatz, wie die Darktrace-Studie erklärt. Das belegt unzureichendes Wissen über die Unterschiede von generativer KI und anderen Arten.

Weitgehende Einigkeit besteht beim Bevorzugen eines plattformbasierten Ansatzes im Vergleich zu Einzelprodukten. Weltweit wollen 88 Prozent diese Option für ihre Cybersicherheitslösungen wählen, in Deutschland sogar 96 Prozent. Der Hauptgrund dafür ist, dass Plattformen wirksamer als einzelne Produkte vor Bedrohungen schützen. Dabei bestätigen die Deutschen wieder einmal ihre Kostensensitivität. Für 85 Prozent ist die Reduzierung von Kosten und Komplexität ihres Cybersecurity-Stacks ein wichtiges Ziel, im Vergleich zu 78 Prozent weltweit.

Fazit

KI-basierte Angriffe erfordern ein neues Schutzniveau. Daher müssen Unternehmen KI-gestützte Security-Lösungen einsetzen, um auch neuartige und unbekannte Gefahren zu erkennen. Doch Verantwortliche in Deutschland haben deutlichen Nachholbedarf in Sachen Fokus und Know-how in Bezug auf KI.

Über den Report: Am State of AI Cybersecurity Report von Darktrace haben weltweit rund 1.800 leitende IT-Sicherheitsmanager sowie Sicherheitsverantwortliche aus 14 Ländern teilgenommen, darunter über 150 Befragte aus Deutschland.

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