Während die letzten 18 Monate als intensive Experimentierphase charakterisiert werden können, wird für das Jahr 2025 ein grundlegender Wandel hinsichtlich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) erwartet. Sämtliche Prozesse werden neu gestaltet – angetrieben durch die Einführung von KI-Agenten, moderne Daten- und Cloud-Infrastrukturen sowie ein stärkerer Fokus auf Resilienz und Recovery.
Im Jahr 2025 stehen rund um das Thema KI die Sicherheitsaspekte klar im Mittelpunkt der Entwicklung und Implementierung.
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Laut Bitkom stiegen die Ausgaben für IT-Sicherheit in Deutschland dieses Jahr um rund 14 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro – so hoch wie noch nie. Im Jahr 2025 wird der Fokus auf KI-Sicherheit liegen. Sie verschafft Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, indem sie das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen und die erwarteten Geschäftsergebnisse erzielen.
Das sind die sechs Trends im Bereich KI für das Jahr 2025:
1. KI-Governance
Angesichts neuer Regularien wie dem KI-Gesetz der EU und der drohenden Geldstrafen bei Missbrauch werden Unternehmen mehr Transparenz bei der Nutzung von KI benötigen. Dementsprechend werden Sicherheits- und Datenschutzexperten mehr Verantwortung hinsichtlich Kontrolle und Steuerung übernehmen. Unternehmen stellen ihnen möglicherweise mit einem Chief AI Officer (CAIO) einen neuen Interessenvertreter auf Führungsebene zur Seite.
Wenn diese Position noch nicht geschaffen wurde, wird der CIO im Jahr 2025 zunehmend die Rolle des Chief AI Officer übernehmen und sowohl IT- als auch KI-Initiativen beaufsichtigen, wenn Unternehmen KI vollständig in ihre Strategien integrieren. Als Führungspersönlichkeit, die für die betriebliche Agilität, die digitale Transformation und messbare Geschäftsergebnisse verantwortlich ist, weitet der CIO seinen Fokus auf eine durchgängige KI-Strategie aus. Er wird KI in alle Geschäftsbereiche einbinden, um das Kundenerlebnis zu verbessern, die Abläufe zu optimieren und das Wachstum zu fördern. Diese Doppelrolle festigt die Position des CIO an der Spitze der Innovation und verbindet Technologiemanagement mit KI-Führung. Sein Ziel ist es, das Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Werte zu erschließen und in einer KI-getriebenen Landschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die nächste Generation von genAI wird dazu führen, dass agentenbasierte KI im Jahr 2025 in Unternehmen immer häufiger eingesetzt wird. So sollen virtuelle Belegschaften geschaffen werden, die die Mitarbeiter entlasten und die menschliche Arbeit erweitern können. Das fordert ein Verständnis seitens der Sicherheits- und Datenschutzexperten: Wie können sie agentenbasierte KI durchgängig sichern und garantieren, dass die Daten KI-fähig sind? Und wie schützen sie Argumentationsmaschinen und generierte Ergebnisse ähnlich wie ihre aktuellen KI-Systeme? Die Herausforderung besteht darin, dass die agentenbasierte KI einen vollständig automatisierten Schutz erfordert, um die Autonomie des Unternehmens zu unterstützen. Dies ist derzeit für viele Unternehmen noch ein Wunschtraum.
Die eigenen Unternehmensdaten haben sich schnell zur wichtigsten Datenquelle entwickelt, die für die Bereitstellung von verwertbarer Intelligenz in KI-Systemen für Unternehmen genutzt wird. Da immer mehr Unternehmen ihre Daten KI-Systemen zur Verfügung stellen, ist es notwendig, dass sie zusätzliche Maßnahmen zur Datenzugriffskontrolle, Anonymisierung und Datenabgrenzung ergreifen. Darüber hinaus müssen Sicherheits- und Datenschutzexperten das Unternehmen bei der effektiven Nutzung der synthetischen Datengenerierung und bei der Verbesserung der Standards für die gemeinsame Nutzung von Daten (d. h. Datenbereinigung) unterstützen.
5. KI-basierte Bedrohungen
Im Jahr 2025 wird die Raffinesse von Cyber-Bedrohungen voraussichtlich weiter zunehmen, wobei KI eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Komplexität von Angriffen spielt, z. B. bei maßgeschneiderten und überzeugenden Phishing-Kampagnen. Diese Kampagnen werden Daten aus öffentlichen und kompromittierten Quellen nutzen, um E-Mails legitim erscheinen zu lassen. Die Ausnutzung von Sicherheitslücken aus der Ferne wird eine beliebte Methode bleiben, insbesondere für das illegale Krypto-Mining. Die Kombination von Social Engineering mit Hilfe von genAI und fortschrittlichen Remote-Exploits schafft eine enorme Bedrohungslandschaft, die herkömmliche Cybersicherheitsmaßnahmen in Frage stellt und im Jahr 2025 noch ausgefeiltere Verteidigungsmaßnahmen erfordert.
6. Adaptive Zero Trust wird neuer Standard für Sicherheit
Bis 2025 werden Unternehmen, die ursprünglich Zero Trust eingeführt haben, zu einem weiterentwickelten Modell heranreifen – Continuous Adaptive Zero Trust. Dieser Ansatz integriert Identitäts-, Endpunkt- und Netzwerksicherheit mit Echtzeiteinblicken und trifft Zugriffsentscheidungen, die sich auf den gesamten Kontext jeder Interaktion stützen. Continuous Adaptive Zero Trust geht über statische Regeln hinaus und nutzt dynamische, situationsbezogene Daten, um Sicherheitskontrollen sofort anzupassen. Diese Anpassungsfähigkeit vereinfacht nicht nur die Sicherheitsverwaltung durch Automatisierung, sondern verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit und den Schutz der Organisation. Unternehmen, die Continuous Adaptive Zero Trust einsetzen, bleiben in einer sich ständig verändernden Bedrohungslandschaft agil und widerstandsfähig.
Stand: 08.12.2025
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Im Jahr 2025 stehen rund um das Thema KI die Sicherheitsaspekte klar im Mittelpunkt der Entwicklung und Implementierung. Angesichts der rasanten Fortschritte in der KI-Technologie und der damit verbundenen Risiken wird es unerlässlich, robuste Sicherheitsstandards zu etablieren, um potenzielle Missbrauchs- und Fehlanwendungsrisiken zu minimieren. Die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen bleibt weiterhin elementar, um gemeinsame Sicherheitsrichtlinien und Standards zu entwickeln. Zudem wird der Fokus auf der ethischen Gestaltung von KI liegen, um sicherzustellen, dass diese Technologien im Einklang mit gesellschaftlichen Werten und Normen stehen. Insgesamt wird die KI-Sicherheit im Jahr 2025 nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine gesellschaftliche und ethische Verantwortung darstellen, die es zu adressieren gilt, um das volle Potenzial der Künstlichen Intelligenz verantwortungsvoll und sicher zu nutzen.
Über den Autor: Armin Recha ist Country Manager DACH bei Netskope. Er leitet das Sales-Team und ist für den Geschäftsausbau in der Region verantwortlich. Recha verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Cybersecurity-Branche und hatte Führungspositionen bei Acronis, Igel Technology und zuletzt bei Ivanti inne.