Daten weg, Kunde weg

Kundenbindung leidet unter Informationsdiebstahl

| Redakteur: Stephan Augsten

Wie Online-Kunden auf Datenverluste reagieren, wollte Gemalto im Rahmen einer weltweiten Studie herausfinden.
Wie Online-Kunden auf Datenverluste reagieren, wollte Gemalto im Rahmen einer weltweiten Studie herausfinden. (Bild: Gemalto)

Online-Käufer sind nachtragend, wenn es um ihre Zahlungsinformationen geht. Bei einem entsprechenden Datenverlust würden es sich fast zwei Drittel der Verbraucher weltweit genau überlegen, ob sie wieder beim betroffenen Unternehmen einkaufen. Dies geht aus einer Studie von Gemalto hervor.

Bei Datenverlusten leidet die Kundenbindung enorm, heißt es im „Data Breaches and Customer Loyalty Report“ von Gemalto. Selbst wenn die verlorenen Datensätze unverfänglich sind, würden sich weiterhin 50 Prozent der Verbraucher dagegen sträuben, Geschäfte mit dem geschädigten Unternehmen zu machen.

Vor allem im Hinblick auf die Weihnachtszeit liefert die Studie interessante Ergebnisse: Sechs von zehn (59 Prozent) Befragten glauben, dass ihre persönlichen Informationen während der festlichen Jahreszeit einem größeren Risiko ausgesetzt sind. Zwei von zehn Verbrauchern (18 Prozent) halten es für wahrscheinlich, während der Weihnachtszeit Opfer eines Cyberhacks zu werden.

Ungefähr ein Viertel (23 Prozent) der Befragten, die bereits von Online-Betrug betroffen waren, haben rechtliche Schritte gegen das angegriffene Unternehmen eingeleitet oder würden dies in Zukunft tun. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Teilnehmer würde rechtlich gegen diejenigen vorgehen, die in den Verlust ihrer Daten involviert sind.

Doch auch Verbraucher sind für die Sicherheit ihrer Daten verantwortlich, mahnt Gemalto: Trotz des hohen Risikos verwendet über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) das gleiche Passwort für alle oder einige Online-Konten. Bei der Frage nach einer zusätzlichen Absicherung gab ein Viertel der Befragten an, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für all ihre Kundenkonten zu nutzen.

Beim Online- und Mobile-Banking ist die Durchdringung größer, 58 Prozent der Nutzer geben an, dass ihre Bank den Zugriffs aufs Internet-Bankkonto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt. Im Einzelhandel hingegen ist dies nicht so weit verbreitet: Nur einer von vier Nutzern von Online-Retail-Konten berichtet, dass alle Transaktionen der von ihm verwendeten Online-Retail-Apps und Websites mit Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt sind.

Der Data Breaches and Customer Loyalty Report mit dem Untertitel „Broken Trust: ‘Tis the Season to be Wary“ steht auf der Webseite von Gemalto zum Herunterladen bereit. Für die Studie wurden 5750 Endverbraucher in Australien, Brasilien, Frankreich, Deutschland, Japan, im United Kingdom und in den USA befragt.

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