State of Ransomware 2025 von Sophos Die Hälfte aller Unternehmen zahlt Lösegeld

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Lösegeldzahlungen sind keine Ausnahme mehr: Weltweit hat fast jedes zweite Unternehmen bereits gezahlt – in Deutschland sogar 63 Prozent. Der neue Sophos-Report zeigt Ursachen, Summen und Schutzstrategien.

Dem State of Ransomware Report von Sophos zufolge gab es im Vergleich zum Vorjahresreport zwar weniger Cyberattacken, dafür wurde aber mehr Lösegeld bezahlt.(Bild:  Thomas - stock.adobe.com)
Dem State of Ransomware Report von Sophos zufolge gab es im Vergleich zum Vorjahresreport zwar weniger Cyberattacken, dafür wurde aber mehr Lösegeld bezahlt.
(Bild: Thomas - stock.adobe.com)

Für den Report „State of Ransomware“ hat Sophos 3.400 IT- und Cybersicherheits-Verantwortlichen in 17 Ländern befragt. Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass fast 50 Prozent der befragten Unternehmen bereits einmal Lösegelder an Ransomware-Erpresser bezahlt haben, um ihre Daten wiederzuerlangen. In Deutschland war die Zahlungsbereitschaft der Opfer mit 63 Prozent besonders hoch.

Lösgelder in Deutschland vergleichsweise gering

Weltweit lag die durchschnittliche Lösegeldforderung (Median) bei 1.324.439 Million Dollar, was circa 1.159.905 Euro entspricht. In den einzelnen Ländern fallen die Mediane jedoch sehr unterschiedlich aus:

  • 600 Tausend Dollar (525 Tausend. Euro) in Deutschland
  • 643 Tausend Dollar (563 Tausend Euro) in Frankreich
  • 4,12 Millionen Dollar (€ 3,61 Millionen Euro) in Italien
  • 5,37 Millionen Dollar (€ 4,7 Millionen Euro) in Großbritannien
  • 2,0 Millionen Dollar (€ 1,75 Millionen Euro) in den USA

Erfreulicherweise konnten die Unternehmen in den meisten Fällen mit den Erpressern verhandeln. Somit waren die tatsächlich gezahlten Lösegelder meist geringer als die geforderten:

  • 412 Tausend Dollar (361 Tausend Euro) in Deutschland
  • 232 Tausend Dollar (203 Tausend Euro) in Frankreich
  • 2,06 Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) in Italien
  • 5,20 Millionen Dollar (4,55 Millionen Euro) in Großbritannien
  • 1,50 Millionen Dollar (1,53 Millionen Euro) in den USA

Im Median lag die weltweite durchschnittliche Lösegeldzahlung bei rund 1 Million Dollar, was 869.591 Euro entspricht.

Ursachen von Ransomware-Angriffen

Bereits zum dritten Mal in Folge des State of Ransomware Reports waren ausgenutzte Schwachstellen die häufigste technische Ursache für Cyberangriffe. 40 Prozent aller befragten Ransomware-Opfer gaben an, dass die Angreifer eine ihnen nicht bekannte Sicherheitslücke ausnutzten. In Deutschland waren es sogar 45. Dies verdeutlicht Sophos zufolge die anhaltenden Schwierigkeiten von Unternehmen, ihre Angriffsfläche zu erkennen und zu sichern.

63 Prozent der befragten Unternehmen weltweit bestätigten zudem, dass Ressourcenprobleme ein Faktor dafür waren, dass sie angegriffen wurden. In Deutschland waren es 67 Prozent. Global wurden in diesem Zusammenhang mangelnde Fachkenntnisse als wichtigste operative Ursache in Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern genannt. Unternehmen mit 251 bis 500 Mitarbeitern kämpften am häufigsten mit einem Mangel an personellen Ressourcen.

Chester Wisniewski, Director, Global Field CISO bei Sophos, kommentiert: „Aus internationaler Perspektive werden 44 Prozent der Angriffe gestoppt, bevor Daten verschlüsselt werden und bei nur 50 Prozent der angegriffenen Unternehmen wurden Daten verschlüsselt. Dies verringert die Gesamtzahl der Opfer, die möglicherweise Lösegeld zahlen würden. Positiv ausgedrückt bedeutet dies, dass wir über zunehmend sorgfältige und erfahrene Überwachungsfunktionen verfügen und dass wir immer besser darin sind, fortschrittlichere Tools zur Früherkennung wie XDR einzusetzen. Aber wenn wir ehrlich sind, ist die Tatsache, dass 49 Prozent der Ransomware-Opfer weltweit Lösegeld gezahlt haben und die durchschnittliche Lösegeldzahlung bei einer Million US-Dollar lag, kein positives Ergebnis. Denn aus Sicht der Kriminellen bedeuten diese Ergebnisse, dass Angriffe auch in absehbarer Zukunft fortgesetzt werden und ein lukratives Geschäft darstellen.“

Sophos Empfehlungen zum Schutz vor Ransomware lauten:

  • Ergreifen von Maßnahmen, um häufige technische und betriebliche Ursachen für Angriffe, wie zum Beispiel ausgenutzte Schwachstellen, zu beseitigen.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Endpointgeräte (einschließlich Server) mit einem speziellen Anti-Ransomware-Schutz ausgestattet sind.
  • ErstellenSie einen Incident-Response-Plan und testen diesen regelmäßig. Dabei spielen gute Backups und das regelmäßige Üben der Datenwiederherstellung eine wichtige Rolle.
  • Eine 24/7-Überwachung und Erkennung ist ebenfalls sinnvoll. Wenn Unternehmen dafür nicht über die erforderlichen internen Ressourcen verfügen, können vertrauenswürdige Anbieter von Managed Detection and Response (MDR) helfen, diese Anforderungen zu erfüllen.

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