Cartier und Dior Luxusmarken von Cyberangriff betroffen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Die Luxusmodemarke Cartier hat es nun auch erwischt: Ein Cyberkrimineller hat sich Zugriff auf sensible Kundendaten verschafft. Auch die Edel-Marke Dior sowie die Modemarken Victoria's Secret und Adidas erlitten Attacken. Einer dieser Fälle könnte sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Nachdem Cyberkriminelle auf die Systeme von Dior, Victoria's Secret und Adidas zugriffen, wurde nun auch die Marke Cartier gehackt.(Bild:  pongtap - stock.adobe.com / KI-generiert)
Nachdem Cyberkriminelle auf die Systeme von Dior, Victoria's Secret und Adidas zugriffen, wurde nun auch die Marke Cartier gehackt.
(Bild: pongtap - stock.adobe.com / KI-generiert)

Per E-Mail informierte Cartier seine Kunden darüber, dass bei einem Datenleck personenbezogene Daten offengelegt wurden. Der Grund dafür ist, dass die internen Systeme kompromittiert worden sind. Zu den entwendeten Informationen gehören Name, E-Mail-Adresse und Herkunftsland. Passwörter, Kreditkarteninformationen oder sonstige Bank-Details sind Cartier zufolge nicht abhanden gekommen. Dennoch warnt der Juwelier vor verdächtiger Kommunikation, die ein Phishing-Angriff sein könnte.

Das Unternehmen gibt an, das Problem eingedämmt, die zuständigen Behörden informiert und seine Sicherheitsmaßnahmen verbessert zu haben.

Cyberangriff auf Dior könnte rechlichte Folgen haben

Der Datendiebstahl folgt auf ähnliche Cyberangriffe auf andere bekannte Modemarken. Am 7. Mai 2025 hat Medienberichten zufolgeauch Dior einen Datendiebstahl festgestellt, nachdem Akteure in die Systeme des Unternehmens eingedrungen waren und Kontaktdaten, Informationen über Kaufhistorien und Präferenzen der asiatischen Kunden gestohlen hatten. In der betroffenen Datenbank hatten sich jedoch keine Passwörter oder Zahlungsinformationen befunden.

Wie das koreanische Nachrichtenportal „Korean JoongAng Daily“ berichtet, versäumte Dior es, den Cyberangriff, wie gesetzlich vorgeschrieben, der Korea Internet & Security Agency (KISA) zu melden. Das französische Unternehmen habe keine Schritte unternommen, um die KISA zu informieren, obwohl das Unternehmen den Datendiebstahl durch einen Hinweis auf seiner Website bestätigt hatte. Denn auch wenn sich der Vorfall in der Dior-Zentrale zu zog und nicht bei der koreanischen Tochtergesellschaft Dior Korea, schreibe das koreanische Gesetz vor, dass eine Benachrichtigung zwingend erforderlich sei, wenn inländische Nutzer betroffen seien. Eine Nichtmeldung solcher Vorfälle könne zu Geldstrafen von bis zu 30 Millionen Won (circa 19.300 Euro) führen.

Auch Modemarken Adidas und Victoria's Secret gehackt

Auch Adidas musste jüngst ein Datenleck eingestehen. Hier flossen Daten infolge einer Kompromittierung bei einem Drittanbieter ab. Zwar wurden auch hier keine Zahlungsinformationen gestohlen, allerdings genug personenbezogene Daten, um umfangreiche Phishing-Kampagnen damit durchzuführen.

Und noch eine weitere Modemarke wurde angegriffen: Victoria's Secret. Das Label hat wegen eines Sicherheitsvorfalls seine Webseite und auch einige Filialdienste vorsorglich offline genommen. Darüber hatte das Unternehmen Ende Mai auf seiner Homepage informiert.

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