Spam-Bericht der Kaspersky Labs Mail-Bomber achten aufs Territorium
Im fünfteiligen Jahresbericht zur Computersicherheit des russischen Security-Herstellers Kaspersky Labs kommt das eigene Heimatland gar nicht gut weg: 70 bis 80 Prozent des gesamten Mail-Verkehrs in Russland bestehen aus Spam- und Phishing-Versuchen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar.
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Russland ist nach dem Jahresbericht der Kaspersky Labs die größte Spamschleuder der Welt. Dabei gibt es nach Angaben der Security-Experten global gesehen sehr unterschiedliche Arten von unerwünschten Nachrichten.
Junk-Mails in Russland oder den angrenzenden Ländern inklusive China offerieren vornehmlich Trainingskurse oder diverse Möglichkeiten zur Weiterbildung. Hingegen bieten die westlichen Varianten überwiegend pharmazeutische Hilfsmittel, finanzielle Produkte oder auch superbillige OEM-Software feil.
Augenscheinlich passen sich die Versender den allgemeinen Lebensbedingungen der Adressaten-Länder an. Spammer wissen also sehr genau, mit welcher Art von Mail-Bombardement sie ihre schädlichen Aktivitäten ausüben können. Der Gedanke des größtmöglichen Nutzens steht dabei im Vordergrund.
Künftige Angriffsflächen
Auch wenn das Versenden unerwüschter Botschaften an sich schon illegal ist, wird laut dem Jahresbericht die Kriminalisierung in 2007 weiter zunehmen. Insbesondere SMS-Services würden von Spammern verstärkt zur finanziellen Bereicherung genutzt.
Insgesamt stieg die Flut an Spam-Mails im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent, ein Ende dieses Wachstums ist derweil nicht in Sicht. Der stärkste Boom wird solchen Trojanern prognostiziert, die verstärkt Online-Spiele wie „Second Life“ oder andere vielgenutzte Internet-Services attackieren. Ein weiterer Trend geht dahin, kodierte Daten mithilfe professioneller Algorithmen zu entschlüsseln.
Insgesamt betrug die Zahl der Trojanischen Pferde an der neu registrierten Malware im vergangenen Jahr rund 92 Prozent. Darüber hinaus wurden die ersten Viren und Würmer unter MacOS sowie Trojaner für die mobile Plattform J2ME entdeckt.
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