Cyberkriminelle verteilen Malware über YouTube YouTube-Videos verlinken auf Malware-Seiten

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Sogar auf verifizierten YouTube-Kanälen besteht aktuell die Gefahr sich Malware einzufangen. Als Lockmittel dienen derzeit Spiele-Cracks und andere Informationen. Es droht Informationsdiebstahl.

Auf YouTube ist aktuell teilweise Malware in Kanälen verlinkt.(Bild:  donald - stock.adobe.com)
Auf YouTube ist aktuell teilweise Malware in Kanälen verlinkt.
(Bild: donald - stock.adobe.com)

Forscher von Proofprint haben auf YouTube verschiedene (verifizierte) Kanäle gefunden, auf denen sich Besucher Malware einfangen können. Zur gefundenen Malware gehören Vidar, StealC und Lumma Stealer. Im Fokus steht dabei das Stehlen von Informationen der Benutzer.

So funktionieren die Malware-Angriffe über YouTube

Die Videos auf YouTube geben vor, dem Endbenutzer zu zeigen, wie man Software herunterlädt oder Videospiele kostenlos aktualisiert, jedoch führen die Links in den Videobeschreibungen zu Malware. Viele der Konten, die solche bösartigen Videos hosten, scheinen von legitimen Benutzern übernommen oder anderweitig erworben worden zu sein. Die Forscher haben aber auch beobachtet, dass wahrscheinlich von Akteuren erstellte und kontrollierte Konten aktiv sind, die nur wenige Stunden existieren und ausschließlich zur Verbreitung von Malware erstellt wurden.

Die Verbreitungsmethode ist besonders bemerkenswert aufgrund der Art der Videospiele, welche die Bedrohungsakteure bewerben. Viele davon scheinen auf jüngere Nutzer abzuzielen, einschließlich Spiele, die bei Kindern beliebt sind. Während der Untersuchung hat Proofpoint Emerging Threats über zwei Dutzend Konten gefunden Ein Konto hatte zum Beispiel etwa 113.000 Abonnenten und zeigt ein graues Häkchen, das darauf hinweist, dass der Kontoinhaber die Anforderungen für verifizierte Kanäle erfüllt hat, einschließlich der Überprüfung seiner Identität.

Als Proofpoint-Forscher das Konto identifizierten, waren die meisten Videos des Kontos ein Jahr oder mehr zuvor gepostet worden. Als das Konto identifiziert wurde, waren jedoch zwölf neue englischsprachige Videos innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums gepostet worden, alle in Zusammenhang mit populären Videospielen und Software-Cracks. Alle neuen Videobeschreibungen enthielten Links zu bösartigen Inhalten. Einige der Videos hatten über 1.000 Aufrufe, möglicherweise künstlich erhöht durch Bots, um die Videos legitimer erscheinen zu lassen.

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