Ein Managed Security Operations Center bietet rund um die Uhr Schutz vor Cyberangriffen und entlastet IT-Teams. Doch lohnt sich der Umstieg wirklich, wie steht es um Datenschutz und welche Unternehmen profitieren am meisten? Wer die richtigen Fragen stellt, kann die passende Lösung auswählen und Sicherheitslücken wirksam schließen.
Cyberangriffe nehmen zu und interne Ressourcen stoßen an Grenzen. Managed SOCs bieten 24/7-Schutz und klare Vorteile. Diese fünf Fragen führen zur richtigen Entscheidung.
Ein Managed Security Operations Center (Managed SOC) kombiniert modernste Sicherheitslösungen mit einem ganzheitlichen Service-Angebot und trägt maßgeblich dazu bei, das Schutzniveau in Unternehmen zu erhöhen. Doch für welche Firma lohnt sich der Einsatz? Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Und warum sorgt ein Managed SOC für mehr IT-Sicherheit? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
1. Welche Herausforderungen können Unternehmen mit einem Managed SOC angehen?
Die Bedrohungslage hat sich im Laufe der Zeit immer weiter verschärft, sodass neue Lösungskonzepte für mehr Sicherheit gefragt sind. Viele Cyberattacken sind heute individualisiert und dateilos. Oft erreichen Bedrohungsakteure einen Zugang zu einem Unternehmensnetzwerk durch erfolgreiches Phishing oder ungeschlossene Sicherheitslücken in Anwendungen oder Betriebssystemen, die sie ausnutzen. Danach bewegen sich die Kriminellen über eine längere Zeit in den Netzwerken, bevor beispielsweise die IT-Systeme verschlüsselt werden.
Hinzu kommt der wachsende Druck durch gesetzliche Vorgaben. Unternehmen unterschiedlicher Branchen müssen spezifische Standards einhalten. NIS-2, CRA, DORA und auch einige Zertifizierungen verlangen weitreichende Abwehrmechanismen. Diese gehen vom Aufbau von Mitarbeiter-Awareness bis hin zur Überwachung der Endpoints – zum Beispiel durch ein Security Operations Center – kurz SOC. Die Anforderungen fallen je nach geltender Regelung unterschiedlich aus.
Vor diesem Hintergrund wollen viele Unternehmen ihr Sicherheitsniveau verbessern, stoßen dabei aber an personelle und fachliche Grenzen. IT-Sicherheit ist und bleibt eine Aufgabe, die rund um die Uhr Aufmerksamkeit und spezielles Know-how verlangt. Eine mittelständische Firma müsste dafür ungefähr acht Mitarbeitende fest einplanen – das ist eine große finanzielle und organisatorische Hürde. Dazu schlagen auch regelmäßige Schulungen und Lizenzkosten zu Buche, da Angestellte immer auf dem neuesten Stand sein müssen. Ein Managed SOC ist daher oft die wirtschaftlichere Lösung.
2. Was erwarten Verantwortliche von einem Managed SOC?
Am wichtigsten ist der Schutz vor Cyberangriffen. Attacken sollen frühzeitig erkannt und direkt gestoppt werden, sodass der Schaden minimal bleibt oder gar nicht erst eintritt. In dem Zusammenhang stellen IT-Verantwortliche die Frage nach den Reaktionszeiten bei Verdachtsfällen, denn im Notfall ist Zeit ein entscheidender Faktor – nicht nur beim Erkennen von Angriffsversuchen, sondern auch bei der richtigen Reaktion darauf. Hinzu kommt: Wer mit seinem Dienstleister eine 24-Stunden-Überwachung an sieben Tagen in der Woche über das gesamte Jahr vereinbart hat, sollte im eigenen Unternehmen auch 24/7-Ansprechpersonen festlegen. Es ist niemandem geholfen, wenn um 22:00 Uhr ein Sicherheitsvorfall gemeldet wird, aber keiner mehr darauf reagiert.
Ein zweiter Punkt ist das Gefühl, gut betreut zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen Kunden und Dienstleister basiert auf Vertrauen – das muss stetig aufs Neue bestätigt werden. Dabei spielen Service und Support eine wichtige Rolle. Wenn dieser in der Landessprache möglich ist, gibt es keine Sprachbarriere und Fragen sind schnell geklärt. So lassen sich auch Missverständnisse in kritischen Situationen vermeiden.
3. Was ist bei einem Managed SOC besonders wichtig?
Da gibt es zwei Perspektiven: Aus Sicht eines Cyber-Defense-Dienstleisters liegt die Hauptaufgabe darin, die „Kronjuwelen“ eines Unternehmens bestmöglich zu schützen. Sprich: dessen IT-Infrastruktur samt aller Daten. Sobald die Fachleute einen Angriff erkennen, greifen sie sofort ein, um Schäden zu minimieren.
Aus Kundensicht bedeutet der Einsatz ein hohes Maß an Vertrauen: Die Verantwortung für die IT-Sicherheit wird in externe Hände gelegt – in der Erwartung, dass diese Aufgabe mit höchster Sorgfalt erfüllt wird. Hier braucht es im Vorfeld einen umfangreichen Informationsaustausch, etwa über die technischen Details und Abläufe der Managed-SOC-Lösung. Aber auch Datenschutz und Datenhaltung sollten Teil des Austausches sein. Das Thema hat in den letzten Monaten an Bedeutung gewonnen. So ist der Standort der Server, auf denen die Daten gespeichert werden, für viele Organisationen und auch für öffentliche Auftraggeber sehr wichtig.
Hinzu kommt: Ein Managed SOC ist eine sehr umfangreiche Lösung, die mit der Systemüberwachung und Reaktion auf Vorfälle gekoppelt ist. Natürlich wollen viele Kunden den Service kennenlernen und einschätzen, wie gut dieser im Vergleich zu anderen Anbietern ist. Das lässt sich mithilfe von Proof of Concepts (PoCs) demonstrieren. Dies ist eine Testversion, bei der echter Service zum Einsatz kommt.
Stand: 08.12.2025
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Insbesondere für öffentliche Institutionen und Betreiber kritischer Infrastrukturen ist das Thema sehr wichtig. Sie wollen wissen, welche Informationen die externen Fachleute einsehen und wo diese gespeichert werden. Viele Hersteller nutzen hier ausländische Cloud-Anbieter, sodass keine deutsche Rechtsgrundlage besteht. Wenn Dienstleister ihre Daten ausschließlich in deutschen Rechenzentren hosten, ist auch der deutsche Datenschutz die gesetzliche Grundlage und nicht etwa die US-amerikanische Gesetzgebung.
In Sachen Datennutzung besteht der Grundsatz der Sparsamkeit. Der Security-Partner sollte nur die Informationen anschauen und prüfen, die für seine Arbeit nötig sind. Beim Thema Datenschutz und -haltung können sich somit spezialisierte Dienstleister gegenüber der Konkurrenz eindeutig positionieren und sich damit einen gewissen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
5. Für welche Unternehmen lohnt sich der Einsatz eines Managed SOC und für welche nicht?
Grundsätzlich kann jedes Unternehmen ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Der Einsatz eines Managed SOCs ergibt daher auch schon für kleinere Betriebe Sinn, selbst wenn dort nur zehn oder 15 Angestellte arbeiten. Viele Unternehmen und auch die öffentliche Hand sind nicht in der Lage, die IT-Systeme eigenständig rund um die Uhr zu überwachen und umgehend auf Vorfälle zu reagieren. Ein Managed SOC ermöglicht ihnen Zugang zu Expertenwissen, aktueller Technologie und kontinuierlicher Überwachung – ohne hohe Anfangsinvestitionen. Manche Dienstleister bieten Lösungen bereits ab fünf Seats an. Sie machen prinzipiell keinen Unterschied bei der Dienstleistung, egal ob es sich um ein kleines oder großes Unternehmen handelt. Differenzen ergeben sich lediglich aus dem gewählten Service-Level. Das macht solche Angebote auch für kleinere Firmen attraktiv und bezahlbar.
Auch Unternehmen mit verteilten oder hybriden Umgebungen erhalten durch ein Managed SOC eine zentrale und konsistente Sicherheitsüberwachung, unabhängig vom Standort der Mitarbeitenden. Ebenfalls eignet sich ein Managed SOC für Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen, beispielsweise im Finanzsektor, Gesundheitswesen oder anderen regulierten Branchen. Sie profitieren davon, dass ein Managed SOC regelmäßige Berichte und Dokumentationen liefert.
Weniger geeignet ist ein Managed SOC für Unternehmen mit sehr spezifischen oder individuellen Sicherheitsanforderungen. Wer beispielsweise maßgeschneiderte Lösungen benötigt, die stark an interne Prozesse oder spezielle OT-Systeme angepasst sind, stößt mit Standardleistungen externer Anbieter oft an Grenzen. Hier kann ein internes oder hybrides SOC sinnvoller sein, um maximale Kontrolle und Anpassbarkeit zu gewährleisten. Große Konzerne mit etablierten, spezialisierten Sicherheitsteams profitieren oft mehr von einem eigenen SOC, das exakt auf ihre Anforderungen zugeschnitten ist und volle Kontrolle über alle Prozesse bietet. Wenn sie bereits über umfangreiche interne Ressourcen, Know-how und Infrastruktur verfügen.
Die Entscheidung für ein Managed SOC oder ein SOC in Eigenbetrieb sollten Verantwortliche immer auf Basis der spezifischen Geschäftsanforderungen, Compliance-Vorgaben und vorhandenen Ressourcen treffen.