Malware-Infektion über Google-Links Manipulierte Google-Weblinks infizieren Systeme mit Trojaner

Redakteur: Peter Schmitz

Gemeiner Trick mit manipulierten Webseiten machen Google-Links zur Malware-Schleuder. Eine Welle von Spam-Nachrichten nutzt das Vertrauen der Anwender in die Suchmaschine Google aus, um sie gezielt auf Webseiten zu locken und dort mit Trojanern zu infizieren.

Anbieter zum Thema

Spamer, Phisher und auch Malware-Autoren werden immer raffinierter und stimmen ihre Verbreitungsmechanismen immer besser mit den Gewohnheiten ihrer Opfer ab. So haben nun Sicherheitsexperten von Trend Micro nun Spam-Nachrichten entdeckt, die das Vertrauen der Benutzer in die Google-Suche ausnutzen und Anwender über manipulierte Google-Links mit Malware infizieren.

Malwareinfektion durch trickreiche Nutzung der Google-Suche

Die gefährlichen E-Mails enthalten Links nach dem Muster: http://www.google.de/search?q=%20s&btnI=1. Die enthaltene Zeichenfolge „btnI=1“ entspricht dabei der Schaltfläche „Auf gut Glück!“, die auf der Google-Startseite zu finden ist. Google stellt bei der Nutzung dieser Funktion keine Liste der Suchergebnisse dar, sondern leitet den Anwender direkt auf die erste Webseite, die der Suchanfrage am meisten entspricht.

„Diese Links sollen Vertrauen erwecken - denn wer misstraut schon Google? Aber anstatt ein Suchergebnis zu liefern, wird der Anwender direkt auf eine Malware-verteilende Webseite geschickt“, erklärt David Sancho, Senior AV Researcher bei Trend Micro. Um arglose Anwender zu täuschen, müssen Malware-Programmierer nur dafür sorgen, dass ihre manipulierten Webseiten in der Relevanzliste ganz oben stehen.

Trend Micro empfiehlt daher dringend, Technologien zum Schutz gegen Web Threats einzusetzen, da nur so die Infektionskette frühzeitig unterbrochen werden kann. Darüber hinaus sollten Anwender bei allen Links in Spam-Nachrichten äußerste Vorsicht walten lassen, auch wenn sie scheinbar auf seriöse und beliebte Webseiten verweisen.

(ID:2009013)